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Neues Zentrum begegnet Herausforderungen in Gesundheit und Pflege

Mit dem neuen Zentrum für interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIGS) entwickelt die Universität Siegen innovative Konzepte, um die medizinische Versorgung in der Region zu verbessern. Der Fokus liegt auf dem ambulanten Bereich – es sollen neue Wege in Prävention, Diagnostik, Therapie und Pflege entwickelt und erprobt werden. 

Das Team des neuen ZIGS

Uni-Rektorin Prof. Dr. Stefanie Reese (ganz vorn), Prorektor Prof. Dr. Hans Merzendorfer (erste Reihe, Mitte), ZIGS-Geschäftsführer Dr. Olaf Gaus (zweite Reihe, 2. v.r.), Prorektor Prof. Dr. Volker Wulf (2. Reihe, links), Dekan Prof. Dr. Holger Schönherr (ganz hinten) und das gesamte Team des neu gegründeten Zentrums für interdisziplinäre Gesundheitswissenschaften an der Universität Siegen.

Neues Zentrum begegnet Herausforderungen in Gesundheit und Pflege

Die Universität Siegen stärkt gezielt den Bereich Gesundheit in Forschung, Lehre und Transfer. Dazu wurde jetzt das „Zentrum für interdisziplinäre Gesundheitsforschung an der Universität Siegen“ (ZIGS) als neue wissenschaftliche Einrichtung gegründet. Das Zentrum bündelt fakultätsübergreifend vorhandene Kompetenzen und schafft eine zentrale Plattform, um gemeinsam Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Gesundheitswesen zu entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der ambulanten Versorgung im ländlichen Raum. Neben der interdisziplinären Forschung zu verschiedenen Gesundheitsthemen fördert das Zentrum die Ausbildung und Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Entwicklung neuer, interdisziplinärer Studiengangs- und Weiterbildungskonzepte.

 

„Für unsere Universität bedeutet das ZIGS einen wichtigen strategischen Schritt: Die Gesundheitsforschung erhält ein sichtbares, interdisziplinäres Profil. Das fördert die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zwischen verschiedenen Fachrichtungen und unterstützt die Einwerbung nationaler und internationaler Drittmittel. Die Kooperation mit Kliniken, ärztlichen Praxen und weiteren Interessengruppen – insbesondere in der Region – wird erleichtert“, sagt Uni-Rektorin Prof. Dr. Stefanie Reese.

 

„Bereits jetzt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fakultäten am ZIGS aktiv. In derzeit vier Themen-Clustern möchten wir innovative Methoden, Technologien und Versorgungskonzepte etablieren und in die regionale Praxis bringen“, sagt Prof. Dr. Hans Merzendorfer, Prorektor für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement und Gründungskoordinator des ZIGS.

 

Mit der neuen Einrichtung reagiert die Universität auch auf  gesellschaftliche Veränderungen: Der demografische Wandel, eine steigende Zahl chronischer Erkrankungen sowie regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung stellen das Gesundheitssystem vor große Aufgaben. Das ZIGS setzt hier an und verfolgt das Ziel, innovative, praxisnahe und partizipative Ansätze für Prävention, Versorgung, Pflege und Rehabilitation gemeinsam mit einem wachsenden Versorgungsnetzwerk zu entwickeln. Dabei soll ein Fokus auf der Stärkung von Gesundheitskompetenz, Autonomie und Teilhabe von Bürger*innen liegen.

 

Auch für die Region Südwestfalen ist das ZIGS von großer Bedeutung. Die Forschungsergebnisse sollen gezielt in die regionale Versorgungspraxis einfließen. Durch enge Kooperationen mit Kliniken, Praxen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Krankenkassen und weiteren Akteuren möchte das Zentrum dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung vor Ort zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dazu wird auch die Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck (DGMD) unter der Leitung von Dr. Olaf Gaus im ZIGS integriert und die darin etablierten Netzwerke für die Versorgungsforschung nutzbar gemacht. Die Region wird so als Modellraum für übertragbare Versorgungskonzepte gestärkt: Alle Fakultäten der Universität unterstützen das Konzept mit ihren jeweiligen Kompetenzen in der Gesundheitsforschung.

 

Die inhaltliche Arbeit des ZIGS ist zunächst in vier Forschungscluster gegliedert:

Bio-, Informations- und Medizintechnik für Gesundheit
Dieses Cluster entwickelt neue biomedizinische und technische Lösungen für eine moderne Gesundheitsversorgung. Dazu gehören innovative Diagnose- und Therapieverfahren, digitale Assistenzsysteme sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um medizinische Entscheidungen zu unterstützen.

 

Digitale Versorgungsforschung und Public Health
Im Mittelpunkt stehen hier digitale Gesundheitsanwendungen und ihre Wirkung im Alltag. Untersucht wird, wie digitale Technologien sinnvoll, gerecht und wirksam in Prävention, Pflege, Rehabilitation und medizinische Versorgung integriert werden können.

 

Gesundheit in der Region
Dieses Cluster widmet sich der regionalen Gesundheitsversorgung. Gemeinsam mit Praxispartnern werden neue Versorgungsmodelle entwickelt, erprobt und wissenschaftlich bewertet. Ziel ist es, die Region als lernende Modellregion zu etablieren.

 

Gesundheitsbildung, Kompetenzen und Kommunikation
Der Fokus liegt auf Gesundheitsbildung über die gesamte Lebensspanne. Erforschung und Weiterentwicklung von Gesundheitskompetenz, verständlicher Gesundheitskommunikation sowie neuen Qualifizierungsangeboten sollen Menschen befähigen, informierte Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.

 

Das ZIGS versteht sich als offene Plattform für alle Wissenschaftler*innen der Universität, die zu Gesundheitsthemen forschen. Es schafft keine Doppelstrukturen, sondern vernetzt bestehende Aktivitäten und stärkt eine effiziente Zusammenarbeit innerhalb der Universität sowie mit der Region. „Mit dem ZIGS leistet die Universität einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung eines zukunftsfähigen, gerechten und wohnortnahen Gesundheitssystems“, sagt Prof. Merzendorfer.

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Hans Merzendorfer

Univ.-Prof. Dr. Hans Michael Merzendorfer

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