Offene Uni 2026: Von Wolken im Glas bis Teilchenphysik
Wie kann man mit Wasser, Milch und Lebensmittelfarbe „Wolken im Glas“ entstehen lassen? Welche positiven oder negativen Effekte haben soziale Medien auf uns Menschen? Wie ist ein Kristall aufgebaut – und was hat Erdbeereis mit Teilchenphysik zu tun? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Besucherinnen und Besucher bei der Offenen Uni der Universität Siegen auf dem Unteren Schlossplatz. An 46 Ständen präsentierte sich die Universität in ihrer ganzen Vielfalt. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit: Bei einem Bummel durch die „Zeltstadt“ informierten sie sich über die unterschiedlichsten Bereiche und Fächer der Universität, das Studium und aktuelle Forschungsfragen. Vom Uni-Quiz über 3-D-Druck bis hin zum Bau eines eigenen Elektromotors kamen auch Mitmach-Aktionen nicht zu kurz.
Offiziell eröffnet wurde die Offene Uni von Rektorin Prof. Dr. Stefanie Reese und dem Siegener Bürgermeister Tristan Vitt. Prof. Reese nutze die Gelegenheit, um auf die jüngsten Erfolge der Universität zurückzublicken: Darunter der Start des Teilchenphysik-Exzellenzclusters „Color meets Flavor“ zum Jahresbeginn, aber auch die Eröffnung des INCYTE Forschungszentrums als landesweiter Leuchtturm in der Nano- und Sensorforschung sowie die Gründung des Zentrums für interdisziplinäre Gesundheitsforschung.
Stärken der Universität seien das hervorragende Betreuungsverhältnis, der persönliche Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden und die sehr guten Arbeitsbedingungen sowie die Aufenthaltsqualität an den beiden zentralen Standorten Haardter Berg und Innenstadt, erklärte Reese: „Manchmal bin ich sogar ein bisschen neidisch, das hätte ich mir als Studentin auch gewünscht!“ Bürgermeister Tristan Vitt lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt und die positiven Auswirkungen des Umzugs von Teilen der Universität in die Innenstadt: „Die Stimmung in der Oberstadt war vor zehn, zwölf Jahren noch eine ganz andere. Die Studierenden haben die Stadt deutlich belebt. Wenn die Uni gut aufgestellt ist, profitiert auch die Stadt.“ Darin, dass Siegen als Studienort viel zu bieten hat, waren sich Rektorin und Bürgermeister einig: Vom großstädtischen Flair bei überschaubarer Größe, über die Infrastruktur bis hin zum grünen Umfeld.
Über die Studienmöglichkeiten an der Universität Siegen konnten sich Interessierte auch im Rahmen der Offenen Uni informieren. Wie schon in den vergangenen Jahren fand im Hörsaalzentrum begleitend die Info-Messe „Ready to Study“ statt – mit Infos zu allen Bachelor- und Masterstudiengängen, Vorträgen und persönlicher Beratung. Zahlreiche junge Menschen nutzen das Angebot – wie Franziska, die extra aus Werdohl angereist war, um sich über den Studiengang „Soziale Arbeit“ zu informieren und einen positiven ersten Eindruck hatte: „Hier im Hörsaalzentrum wirkt alles sehr modern und freundlich. Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind total offen und hilfsbereit, das ist mir sofort aufgefallen.“
Für Unterhaltung sorgte auf der Schlossplatz-Bühne ein abwechslungsreiches Programm mit viel Musik – unter anderem von der Uni-Bigband, dem JazzRockPop-Ensemble der Uni, den Rockbands Mosaik und Do not Cross sowie dem Com Felipe Quartett und der „kleinen Kombo“. Viel Applaus bekam die K-Pop-Tanzgruppe Celestient für ihre energiegeladenen Tanz-Einlagen.
Ein Highlight der Offenen Uni war auch in diesem Jahr wieder der Vortrag von Mirko Drotschmann alias Mr. Wissen2Go. Mit seinem Vortrag „Wehrdienst oder Wehrpflicht? Wie will Deutschland sich künftig besser verteidigen?“ lockte er vor allem junge Menschen in den großen Friedrich Schadeberg-Hörsaal, darunter viele Schülerinnen und Schüler, wie Lea und Lotta von der Gesamtschule Eiserfeld. Sie schätzen die verständlichen Erklärungen von Drotschmann auch zu aktuellen, gesellschaftlichen Themen aus dem Schulunterricht. Wenn sie ihr Abi geschafft haben, planen beide, als Studierende an die Uni Siegen zurückzukommen und haben dafür schon einen festen Plan: Lea möchte Musik auf Lehramt studieren, Lotta Chemie.