Vierte Kongress der Teilhabeforschung in Siegen
Forschung für gleichberechtigte Teilhabe sichtbar gemacht
Rund 230 Wissenschaftler*innen und weitere Akteur*innen kamen zum 4. Kongress der Teilhabeforschung an die Universität Siegen, um über die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf lokaler Ebene zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen dort konkret verwirklicht werden kann, wo sie leben, arbeiten und ihren Alltag gestalten – auch mit Beteiligung von Forschenden aus Simbabwe und Tschechien.
„Der Kongress hat gezeigt, wie vielfältig und interdisziplinär die Teilhabeforschung inzwischen aufgestellt ist. Zugleich wurde deutlich, dass die Umsetzung des Rechts auf gleichberechtigte Teilhabe vor Ort, in den Kommunen entschieden wird", sagt Prof. Dr. Albrecht Rohrmann vom Siegener Organisationsteam.
Ausgerichtet wurde der Kongress von der Universität Siegen gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Teilhabeforschung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der UN-Behindertenrechtskonvention. Teilnehmer*innen kamen von Hochschulen und Forschungsinstituten aus ganz Deutschland – darunter Teilhabeforscher*innen mit und ohne Behinderungen sowie Menschen mit Behinderungen als Co-Forschende. Diskutiert wurden unter anderem kommunale Aktionsplanung, Arbeit, Wohnen mit Unterstützung, Digitalisierung, Gesundheit sowie politische, kulturelle und soziale Teilhabe.
Für 2027 sind eine Kongress-Ausgabe der Fachzeitschrift „Teilhabe" sowie ein Kongressband geplant.