Zehn Jahre „House of Young Talents“ an der Uni Siegen
Gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Hochschule und Wissenschaft blickte das House of Young Talents (HYT) der Universität Siegen jetzt auf zehn erfolgreiche Jahre zurück. Beim Jubiläumsfest würdigten Rektorin Prof. Dr. Stefanie Reese und HYT-Leiter Dr. Daniel Müller die Entwicklung des Graduiertenzentrums und seine Bedeutung für die Universität. Im Anschluss an den Festakt bot das HYT-Team Kurz-Workshops sowie Beratungs- und Informationsangebote an. Den Ausklang bildete am Abend ein wissenschaftliches Pub-Quiz.
Echter Mehrwert statt weltfremdem Curriculum
In ihrem Grußwort betonte Rektorin Reese die wichtige Rolle des House of Young Talents für die Universität. Wissenschaftliche Karrieren seien von zahlreichen Unsicherheiten und Herausforderungen geprägt. Umso wertvoller seien Einrichtungen, die Forschende in dieser Phase begleiten und unterstützen. „Die Angebote des House of Young Talents sind wichtig und wertvoll. Das HYT leistet einen maßgeblichen Beitrag zur Qualifizierung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses und stärkt damit zugleich die Zukunftsfähigkeit unserer Universität“, sagte Reese.
HYT-Leiter Dr. Daniel Müller zeichnete anschließend die Entwicklung des Graduiertenzentrums nach: „Zehn Jahre House of Young Talents – das sind zehn Jahre Förderangebote für alle Personen in frühen wissenschaftlichen Karrierephasen an unserer Universität. Unser Anspruch ist dabei, die Zielgruppen zu überzeugen. Wir möchten kein weltfremdes Curriculum durchziehen, sondern unsere Veranstaltungen müssen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen echten Mehrwert bringen“, sagte Müller. Das HYT setze deshalb auf passgenaue Angebote, orientiere sich an den unterschiedlichen Fächerkulturen und entwickle seine Programme kontinuierlich weiter.
Höchststand an Bewerbungen im Programm "Young Academy"
Heute begleitet das House of Young Talents Wissenschaftler*innen von der Promotion über die Postdoc-Phase bis hin zu Nachwuchsgruppenleitungen und befristeten Professuren. Das Angebot reicht von Workshops und Zertifikatsprogrammen über individuelles Coaching und Beratung bis hin zum House of Young Talents-Stipendienprogramm „Young Academy“. Hier gebe es aktuell einen absoluten Höchststand an Bewerbungen junger Forschender: „Alles exzellente Leute“, erklärte Müller.
In den vergangenen Jahren setzte das HYT außerdem wichtige Impulse für die strategische Entwicklung der Universität – etwa bei der erfolgreichen Einwerbung des Tenure-Track-Programms WISNA von Bund und Ländern. 13 zusätzliche Professuren bekam die Universität Siegen durch das Programm, die bis Mitte 2023 allesamt besetzt wurden. Bei der Beantragung großer Forschungs-Verbundprojekte sei der Hinweis auf die eigene Graduiertenförderung mittlerweile „State of the Art“, so Müller.
Einen Reputationsgewinn für die gesamte Universität habe das europäischen Gütesiegel „HR Excellence in Research“ gebracht. Die Universität Siegen war die dritte Hochschule in Deutschland und die erste in NRW, die das Siegel tragen durfte. Bis heute wird sie – auch auf europäischer Ebene – immer wieder als Best-Practice-Beispiel herausgehoben.
"Eine tollere Arbeit und ein tolleres Team kann es nicht geben"
Mit Blick auf die Zukunft sieht Daniel Müller insbesondere den Wandel durch Künstliche Intelligenz als prägende Herausforderung. Die Angebote des Graduiertenzentrums würden deshalb kontinuierlich an neue Entwicklungen angepasst – immer mit dem Anspruch, Forschende bestmöglich auf ihre Karrierewege vorzubereiten.
Zum Abschluss seiner Rede dankte Müller seinem Team sowie allen Wegbegleiter*innen innerhalb und außerhalb der Universität, die den Aufbau des HYT in den vergangenen zehn Jahren unterstützt haben. Als Prorektoren waren zunächst Prof. Dr. Peter Haring Bolívar und Prof. Dr. Thomas Mannel verantwortlich, heute liegt die Zuständigkeit für das HYT bei Prof. Dr. Petra Vogel. Sein besonderer Dank gelte aber seinem Kernteam im HYT, den Referent*innen, Hilfskräften und der Sekretärin, erklärte Müller: „Eine tollere Arbeit und ein tolleres Team kann es nicht geben.“
Zum Ausklang der Geburtstagsfeier gab es ein wissenschaftliches Pub-Quiz.