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Katharina Knorr (Portraitfoto)

Dr. Katharina Knorr

Büroadresse

AH-A 007
Ebene 0
Herrengarten 3
57072
Siegen

Sprechstunde

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Akademische Laufbahn

Vita
  • Seit Januar 2025: Projektleiterin/Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 1472 "Transformationen des Populären" im Teilprojekt B01: Wissenschaft im bundesrepublikanischen Taschenbuch 1955 – 1980
  • Mai 2023: Abschluss der Promotion (summa cum laude). Titel: Schreiben als Lebensaufgabe. Über den unerhörten Dichter Josef Wilms. Germanistik: Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Siegen. Betreuer: Prof. Dr. Jörg Döring und Prof. Dr. Georg Stanitzek
  • April 2021 – Dezember 2024: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 1472 "Transformationen des Populären" im Teilprojekt B01: Wissenschaft im bundesrepublikanischen Taschenbuch 1955 – 1980
  • Oktober 2020 – März 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Jörg Döring
  • Mai 2020 – August 2020: Mutterschutz
  • 2016 – 2020:  Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • 2017 – 2018: Teilnahme am frauenspezifischen Mentoring-Programm der Universität Siegen (FraMeS)
  • April 2015 – März 2016: Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Georg Stanitzek
  • Mai 2012 – April 2015: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt "Die Adlon-Tapes. Zur Textgenese von Tristesse Royale" (Prof. Dr. Jörg Döring)
  • April 2012 – Januar 2015: Buchhändlerin im Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter KG in Meerbusch
  • Oktober 2013 – Dezember 2014: Mutterschutz und Elternzeit
  • Oktober 2012 – Januar 2013: Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Georg Stanitzek
  • Oktober 2010 – März 2012: Lehraufträge an der Universität Siegen (Germanistisches Seminar)
  • 2009 – 2010: Redaktionsmitglied des Fool on the Hill, dem studentischen Kulturmagazin für Siegen
  • November 2007 – Oktober 2010: Online-Redakteurin der Homepage des Fachbereichs 3 der Universität Siegen
  • 2007 – 2010: Master-Studium "Literature, Culture and Media"/Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Siegen
  • Januar 2007 – August 2011: Studentische und wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Georg Stanitzek, Prof. Dr. Jörg Döring, Prof. Dr. Christian von Tschilschke, PD Dr. Jörg Löffler und Prof. Dr. Karl-Heinz Götze
  • 2003 – 2007: Bachelor-Studium des Faches "Literary, Cultural and Media Studies" mit den Schwerpunkten deutsch und italienisch an der Universität Siegen und der Universitá degli Studi di Genova

Akademische Selbstverwaltung
  • 2023 – 2025: Sprecherin der Postdocs im SFB 1472 "Transformationen des Populären", Universität Siegen
 
Herausgeberschaften und Tätigkeiten in wissenschaftlichen Vereinigungen
  • Mitglied der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft (IBG)
 
Stipendien
  • Mai – September 2020: Abschlussstipendium der Universität Siegen 
  • 2016 – 2020: Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • 2009: Stipendium des Studienförderfonds Siegen e.V. 

Forschung

Aktuelle Projekte
Abgeschlossene Forschungsprojekte

Lehre

  • Bildung für alle? Das „Funkkolleg Erziehungswissenschaft“ (1969)

     

    Das Funkkolleg Erziehungswissenschaft. Wissenschaft, Medien und Bildungsreform

    Ab 1966 brachte das Funkkolleg einem breiten Publikum wissenschaftliche Inhalte näher und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Modelle der Fernbildung in der Bundesrepublik. Über Radiosendungen, schriftliche Studienmaterialien und begleitende Arbeitsgruppen konnten sich Interessierte systematisch in aktuelle wissenschaftliche Themen einarbeiten. Insbesondere in der Lehre spielte das Funkkolleg eine herausragende Rolle und trug dazu bei, wissenschaftliches Wissen weit über die Universitäten hinaus zu verbreiten.

    Im Mittelpunkt dieses Seminars steht das Funkkolleg Erziehungswissenschaft, das exemplarisch für die Bildungsreformen der 1970er Jahre steht. Gemeinsam untersuchen wir Entstehung, Aufbau und Inhalte des Funkkollegs und fragen, welches Verständnis von Erziehung, Bildung und Wissenschaft ihm zugrunde lag. Welche erziehungswissenschaftlichen Positionen wurden vorgestellt? Welche gesellschaftlichen Probleme sollten durch Bildung bearbeitet werden? Und wie wurden komplexe wissenschaftliche Debatten für ein breites Publikum verständlich aufbereitet?

    Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der engen Verbindung von Rundfunk, Buch und Wissenschaft. Die Studienmaterialien des Funkkollegs erschienen später als Fischer Taschenbücher und wurden über viele Jahre hinweg als Standardwerke im Studium, in der Lehre und der Erwachsenenbildung genutzt. An diesem Beispiel lässt sich nachvollziehen, wie wissenschaftliches Wissen unterschiedliche Medien durchläuft, neue Zielgruppen erreicht und über lange Zeit wirksam bleibt.

    Das Seminar verbindet die Analyse der Sendungen und Studienbriefe mit Fragen der Medien-, Bildungs- und Wissensgeschichte. Dabei geht es nicht nur um die Geschichte des Funkkollegs, sondern auch um grundlegende Fragen nach der Popularisierung wissenschaftlichen Wissens, den Zielen öffentlicher Bildungsangebote und der Rolle der Erziehungswissenschaft in einer sich wandelnden Gesellschaft.

 

  • Die Fischer Bücherei

     

    Die Fischer Bücherei. Wissen, Literatur und Bestseller im Taschenbuch

    Mit der 1952 gegründeten Fischer Bücherei entstand eine der erfolgreichsten Taschenbuchreihen der Bundesrepublik. Ihr Programm verband literarische Klassiker und Gegenwartsliteratur mit wissenschaftlichen Werken, politischen Schriften und Sachbüchern und verfolgte den Anspruch, hochwertige Bildung und Literatur einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Doch nach welchen Kriterien wurden die Titel ausgewählt? Welche Vorstellungen von Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft standen hinter dem Programm? Und warum wurden manche Bände zu Bestsellern, während andere kaum Resonanz fanden?

    Im Seminar wird die Fischer Bücherei als kultur- und wissensgeschichtliches Projekt untersucht. Ausgehend von den verlegerischen Konzepten des S. Fischer Verlags analysieren wir, wie sich das Programm zwischen 1952 und 1980 entwickelte und auf gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Debatten reagierte. Dabei fragen wir unter anderem, welche Themen in welchen Jahrzehnten Konjunktur hatten, wie sich das Verhältnis von Belletristik und wissenschaftlichen Publikationen veränderte und welche Rolle die Reihe für die Popularisierung von Wissen spielte.

    Grundlage der gemeinsamen Arbeit ist eine vollständige Bibliografie der Fischer Taschenbücher (Erstausgaben 1952–1980), die in einem laufenden Forschungsprojekt erstellt wird. Anhand des bereits aus Archiven gewonnenen Materials werten die Studierenden bibliografische und quantitative Daten aus, interpretieren Programmstrukturen und entwickeln eigene Fragestellungen zur Geschichte des Taschenbuchs. Das Seminar verbindet damit Methoden der Literatur-, Buch- und Wissensgeschichte mit empirischer Verlagsforschung und eröffnet einen Einblick in aktuelle Forschung zur Kulturgeschichte des Lesens und der Popularisierung von Literatur und Wissenschaft.

Publikationen

Vorträge

2025
  • „Titelfindungsdiskussionen in Verlagskorrespondenzen zur Planung wissenschaftlicher Taschenbücher in der BRD ab den 1950er Jahren“ – Titelpraktiken. Akteure - Formate – Geschichten. Tagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft, 19.-21. März 2025, Università degli studi di Bergamo, Dipartimento di Lingue, Letterature e Culture Straniere.
  • „Verschenkt – Der Stallgefährte von Josef Wilms“ – „Unser Leben ist der Inhalt“. Deutschsprachige Fanzines der 1960er—1980er Jahre. Workshop im Archiv der Jugendkulturen/Archiv der Alternativkultur Berlin (Organisation: Noran Omran, Erika Thomalla), 13.-14. März 2025, Berlin.

     

2022
  • „Humans read in order to ask. On the popularisation of humanities using the example of S. Fischer publishing house“ – Sharp 2022: Power oft the written word, 11.-15. Juli 2022, Amsterdam.