Prof. Dr. Dr. Angela Schorr
Seit dem Jahr 2000 war ich Universitätsprofessorin (C3) für Medienpsychologie und Pädagogische Psychologie an der Universität Siegen; im Jahr 2020 wurde ich von meinen Lehrverpflichtungen entbunden.
Department Psychologie - Emeritus/-a /Pensioniert Professur für Medienpsychologie und Pädagogische Psychologie
Weblinks
Medienpsychologie und Pädagogische Psychologie
Die Medienpsychologie beschreibt und erklärt menschliches Erleben und Verhalten im Umgang mit Medien. Lehren und Lernen sind zentrale Gegenstände der Pädagogischen Psychologie. Beide Fächer, die Medienpsychologie und die Pädagogische Psychologie, sind klassische Anwendungsfächer der Psychologie. Beide Fachgebiete befinden sich durch die Digitalisierung in einem sich sehr schnell fortschreibenden Transformationsprozess. Von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung, die technologische Forschung bis zur (in die wissenschaftliche Forschung zurück führenden) Verwissenschaftlichung von praktisch-psychologischen Erkenntnissen greifen beide Fachgebiete dabei auf viele Erkenntnisse der wissenschaftlichen Psychologie als Ganzes zurück.
Forschungsschwerpunkte der Professur
- Pädagogisch-psychologische Bildungsforschung (insbes. Bildungsort Hochschule, junge Erwachsene)
- Einsatz digitaler Medien bei Lehr- und Lernprozessen; Trainings für Lehrkräfte
- Frauen und Informatik
- Kinder- und Jugendmedienforschung; Frühe Mediennutzung; Medienwirkungsforschung
- Gesundheitspsychologie; Gesundheitskommunikation; eHealth
- Empathie; Reaktanz
- Musikerleben und Begabung; Musik und Gesundheit
- Psychologische Diagnostik und Testentwicklung
Kurzvita
Seit 2000: Universitätsprofessur C3 für Medienpsychologie und Pädagogische Psychologie an der Universität Siegen (entpflichtet 2020)
1997: Nach Professur- und Lehrstuhlvertretungen in München und Düsseldorf Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin an der Universität Eichstätt
1992: Habilitation mit der Venia Legendi für Psychologie und Ernennung zur Privatdozentin durch das Bayerische Wissenschaftsministerium
1992-1997: Akademische Rätin/Oberrrätin/Direktorin am Lehrstuhl für Psychologie I bzw. II an der Universität Eichstätt; seit 1984 auf Lebenszeit verbeamtet; Forschungsaufenthalte in den USA, Australien, Großbritannien, Israel etc.
1982: Nach Forschungsaufenthalten in den USA und in Großbritannien, u. a. gefördert durch ein Promotionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung, Promotion zum Dr. phil. an der Ludwig-Maximilians-Universität München
1998/1979: Wiss. Mitarbeiterin im Fachbereich Pädagogik der Universität der Bundeswehr; zugleich Tätigkeit als Psychologin im Zentralbereich Personal der Siemens AG, Wittelsbacherplatz, München
1978: Nach dem Psychologiestudium an den Universitäten Köln und München Diplom in Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Weitere Qualifikationen: Approbierte Psychologische Psychotherapeutin (moderne Therapieverfahren)
Gutachtertätigkeiten
Seit 1996 bis 2008 Begutachtung von Forschungsanträgen an die Ethik-Kommission der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e. V. (Einzugsbereich: Deutschland, Österreich, Schweiz, Holland, Belgien, Nordamerika)
Expertengutachten für verschiedene Wissenschaftsorganisationen, z. B. für den Wissenschaftsrat, den International Fund for Ireland, den Schweizer Nationalfond etc.
Gutachterin für das 7. Forschungsprogramm der Europäischen Kommission (ICT); Gutachterin für Horizon 2020 (ICT; MSCA etc.)
Gutachten / Evaluationsstudien für verschiedene Auftraggeber (PRO7; ARD, VOX, Endemol, G. A. T., InLive Interactive GmbH, Westdeutsche Lotterie GmbH, Bertelsmann Buch AG, Süddeutsche Zeitung etc.)
Mitwirkung an verschiedenen sozialpolitischen Initiativen, z. B. 2008 im Rahmen einer Expertenanhörung im Bundestag zum Thema „Online-Sucht“
Gutachterliche Tätigkeit im Rahmen der Akkreditierung wissenschaftlicher Studiengänge (ACQUIN)
Aktuelle Mitgliedschaften und Verbandsfunktionen
Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e. V. (DGPs), Fachgruppen für Gesundheitspsychologie, Medienpsychologie, Geschichte der Psychologie, Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie & Psychologische Diagnostik; Gründungsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Verhaltensmedizin und Verhaltensmodifikation (DGVM); Mitglied, European Association of Clinical Psychology and Psychological Treatment (EACLIPT); Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Medienwirkungsforschung (DGMF); Gründungsmitglied der European Communication Association, heute European Research and Education Association (ECREA); Member,International Council of Psychologists (ICP); Mitglied, International Society for Research in Emotion (ISRE); Mitglied, Bayerische Psychotherapeutenkammer; Mitglied des internationalen “Network Gender & STEM”
Wissenschaftliche Ehrenämter
1996-2008: Mitglied und ab 2006 Vorsitzende der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs); seit 2008: Mitglied der DGPs-Kommission „Berufsethische Richtlinien im Umgang mit den Medien"; seit 1995: Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Medienwirkungsforschung (DGMF); 2002-2006: Member of the Internationalization Committee (ICA Standing Committee) der International Communication Association (ICA); 1998-2003: President of the European Communication Association (ECA, heute European Communication und Education Research Association ECREA); 1995-1998: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Testzentrale (Hogrefe Verlag, Göttingen); 1985-1994: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation an der Universität Trier (ZPID); 1987-1992: Member of the Executive Council of the European Federation of Psychologists Associations (EFPA); 1987-1989: Vorsitzende der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen; 1981-1990: Stellv. Landesvorsitzende Bayern, Vorsitzende der Sektion Klinische Psychologie, Vizepräsidentin und Präsidentin des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
Universitäre Selbstverwaltung
Universität Eichstätt: Zwei Amtszeiten Mitglied des Fachbereichsrats; zwei Amtszeiten Mitglied im Senat; Mitglied zahlreicher Berufungskommissionen; Frauenbeauftragte der Fakultät, Frauenbeauftragte der Universität; Vorsitzende des Mittelbaurats, Mitglied der Haushaltskommission, Mitglied der Grundordnungskommission; Mitglied von Prüfungsausschüssen etc.
Universität Siegen: Mitglied und Vorsitzende mehrerer Berufungskommissionen für Psychologie; Vorsitz der Fachkonferenz Psychologie und Sprecherin des Instituts für Psychologie (2014 - 2016); Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des CIO-Nutzergremiums/ZIMT; Mitglied und Vorsitzende der Kommission Medienplanung, -entwicklung und -beratung (bis 2005); Vorsitzende der Fachkonferenz Psychologie (2013 - 2016); Mitglied des Prüfungsausschusses der Psychologie (2017 - 2019)
Organisation von Tagungen und Kongressen
2017: 13. Kongress der Fachgruppe für Gesundheitspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e. V.; Universität Siegen; “Gesundheitspsychologie 4.0- Konzeptuelle Innovationen, interdisziplinäre Perspektiven, neue Karrieren“. Wissenschaftliche Leitung: Angela Schorr, technische Leitung: Alexander Gorovoj (214 Teilnehmer:innen)
2015: “Psychoinformatics. Psychology Meets Informatics“. Internationale Fachtagung. Wissenschaftliche Leitung: Angela Schorr, technische Leitung: Alexander Gorovoj (85 Teilnehmer:innen)
2003: European Communication Congress 2003, zugleich 4. Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Medienwirkungsforschung e. V. Gemeinsame Veranstalter: European Communication Association (ECA) und Deutsche Gesellschaft für Medienwirkungsforschung e. V. (DGMF). Leitung Angela Schorr (Siegen); Hochschule für Philosophie, München; Sponsoren: Verlag de Gruyter, Berlin (210 Teilnehmer:innen)
2000: 3. Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Medienwirkungsforschung e.V. zum Thema „Medienwirkungsforschung 2000“, Universität Hohenheim (Stuttgart); verantwortlich für Programm und Organisation: Michael Schenk (Universität Hohenheim); Co-Organisation: Angela Schorr (DGMF) (180 Teilnehmer:innen)
1998: 2. Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Medienwirkungsforschung e. V. zum Thema "Die Medienwirkungsforschung vor der Jahrtausendwende – Stand und Perspektiven", Gemeinsame Veranstalter: Universität Frankfurt & Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Organisation: Henning Haase (Universität Frankfurt) & Angela Schorr (DGMF), wiss. Programm: Angela Schorr (Universität Eichstätt) & Matthias Rath (PH Ludwigsburg). Sponsoren: ZEIT-Stiftung, Bertelsmann-Stiftung, AOL-Europe, ZDF, Gruner+Jahr (230 Teilnehmer:innen)
1996: „38. Tagung experimentell arbeitender Psychologen (TeaP '96)“, Universität Eichstätt. Organisation und Programm: Angela Schorr (1.240 Teilnehmer:innen); Finanzierung: Volksbank Eichstätt und Eichstätter Universitätsgesellschaft e. V.
1996: 1. Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Medienwirkungsforschung e. V. zum Thema „Medienpsychologie-Medienwirkungsforschung", Universität Eichstätt. Organisation und Leitung: Angela Schorr (DGMF; 60 Teilnehmer:innen)
1991: Fachtagung "Stand und Perspektiven in der psychologischen Forschungsmethodik", Universität Eichstätt. Organisation und Leitung: Angela Schorr; Finanzierung: VW-Stiftung (110 Teilnehmer:innen)
1988: „Erste Fachtagung für Geschichte der Psychologie“ (zugleich Gründung der Fachgruppe Geschichte der Psychologie in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e. V.), Universität Eichstätt. Organisation und Leitung: Angela Schorr und Ernst G. Wehner. Finanzierung: VW-Stiftung (90 Teilnehmer:innen)
1985: „13. Kongress für Angewandte Psychologie“, Universität Bonn (Organisation und Leitung: Angela Schorr. Sponsoren: BDP; Hogrefe Verlag; Verlage und Gerätehersteller (1.300 Teilnehmer:innen)