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Neuere deutsche Philologie, Medien- und Kulturwissenschaft

Neuere deutsche Philologie, Medien- und Kulturwissenschaft untersucht die Genese, Performanz und Medialität literarischer Texte und ihren Gebrauch in unterschiedlichen Lesekulturen.

Neuere deutsche Philologie, Medien- und Kulturwissenschaft

Aktuelles

Gerade erschienen:

  • Jörg Döring, Niels Werber (Hrsg.): Paratexte des Populären. Berlin/Boston: de Gruyter 2026
Paratexte des Populaeren Buchcover

 

Forschungsprofil

Das Team an der Professur Neuere deutsche Philologie, Medien- und Kulturwissenschaft untersucht, wie literarische Texte entstehen, in welcher Varianz sie ediert, wie sie aufgeführt werden und welche Medien es in den unterschiedlichen Epochen der Literaturgeschichte ermöglicht haben und bis heute ermöglichen, literarische Kommunikation zu betreiben. Bis in die Gegenwart machen Lesekulturen ganz unterschiedlichen Gebrauch von dem, was als Literatur bezeichnet wird. Auch die Rolle und Bedeutung der Literatur für die allgemeine Kultur der jeweiligen Gegenwarten ist einem beständigen Wandel unterworfen. Wir untersuchen dabei die Konstitution von Literatur als Text wie auch als Werk - sowohl in seinen Produktions- wie auch in seinen Rezeptions- und Distributionsverhältnissen.

Neueste Publikationen

Aktuelle Projekte

Pop, Lite­ra­tur und Neue Sensi­bi­li­tät: Theo­rien, Schreib­wei­sen, Expe­ri­mente
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SFB 1472 - TP A06: Pop, Literatur und Neue Sensibilität: Theorien, Schreibweisen, Experimente

Wissen­schaft im bundes­re­pu­bli­ka­ni­schen Taschen­buch 1955–1980
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SFB 1472 - TP B01: Wissenschaft im bundesrepublikanischen Taschenbuch 1955 - 1980

Guter Rat

Wozu Literaturwissenschaft?

Literaturwissenschaft ist aus mindestens zwei Gründen subversiv: 1) Sie behandelt nicht das, was ist oder war, sondern was sein könnte. Frei nach Aristoteles, dem ersten abendländischen Literaturwissenschaftler, analysiert sie, "das Unmögliche, das wahrscheinlich ist." Und 2) lehrt sie uns die gerade heutzutage äußerst nützliche Kulturtechnik des slow reading. Doppelt so langsam lesen schon ab der ersten Woche! Sie ist "Goldschmiedekunst und -kennerschaft des Wortes" (Nietzsche).

 

– immer wieder

  • Allessandro Manzoni: Die Brautleute
  • Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen

– aktuell

  • Peter Kurzeck: Frankfurt-Paris-Frankfurt. Frankfurt a.M.: Schöffling 2024
  • Peter Kemper: The Sound of Rebellion. Eine politische Ästhetik des Jazz. Stuttgart: Reclam 2023
  • Barbara u. Wilfried Junge: Die Geschichte vom Onkel Willy aus Golzow
  • Louis Malle: Eine Komödie im Mai
 
Ich empfehle Ihnen das Studium in Siegen in der Fakultät I,

weil die Universitätsbibliothek im Verbund mit der ZIMT-Mediathek Ihnen vergleichsweise überragende Studienbedingungen bietet: die UB ist für unsere Fächer dank einer großzügigen Anschaffungspolitik glänzend bestückt, die Mediensammlung wenn nicht die beste in ganz Deutschland, weil hier Film & TV mitgeschnitten wird, fast solange wie es die Hochschule gibt. Gute Sammlungen finden Sie freilich mancherorts. Aber nicht mit solchen Öffnungszeiten, räumlich so konzentriert, wenig Nutzungskonkurrenz und mit beinah fahrlässig gutem Service. Provinz hat auch ihre Vorzüge. (Oder versuchen Sie mal in Berliner Universitätseinrichtungen Godards Weekend auszuleihen). Es sagte zu recht der große französische Philosoph Lyotard, als er einst unseren Hügel besuchte: „The result is that Siegen isn’t sad“ (In: „Ersiegerungen (1989)“, in: Jean-François Lyotard: Political Writings, transl. by Bill Readings u. Kevin Paul, University of Minnesota Press, Minneapolis 1993, S. 77-82, hier: S. 81.)