Studienprojekte
Blog «decolonize decarbonize Siegen»
Eine interaktive Stadtkarte und Blogtexte von Studierenden zum Projekt „decolonize decarbonize Siegen“ zur Kolonialgeschichte und ökologischen Perspektiven in und um Siegen.
Welche Orte in und um Siegen lassen sich als Orte des Kolonialismus charakterisieren? Welche Orte in Siegen sind charakteristisch für eine hohe THG-Emission, für Toxizität oder Umweltverschmutzung? Wie lassen sich globale Krisen in lokaler Perspektive sowie zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit vermitteln, sodass auch in der Wahrnehmung der Bürger:innen eine Veränderung stattfinden kann?
Im gemeinsamen Forschungsprojekt «decolonize decarbonize Siegen» arbeiteten B. A.- und M. A.-Studierenden der Medienwissenschaft der Uni Siegen zusammen, um die dekoloniale Perspektive auf Siegen um eine der Dekarbonisierung erweitern. Dazu forschten wir anhand von konkreten Orten, die historisch und aktuell zu den Zwillingskatastrophen Artensterben und Klimakatastrophe beitragen. Das Forschungsprojekt kombiniert so die Forschung nach und an Orten der Kolonialgeschichte in und um Siegen mit ökologischen Perspektiven.
Aus dem Projekt entstand ein Blog, der anhand einer Karte die Orte in und um Siegen verzeichnet, die mit Kolonialgeschichte und ökologischen Perspektiven verknüpft sind.
Ein Hörspiel zur FLINTA*-Mobilität, eine interaktive zur Barrierefreiheit in Siegen, im Seminar entstandene Poster, ein Glossar sowie zentrale Quellen zum Projekt ergänzen die Blog-Texte.
Deepfried Memes: Randbildkulturen und ‚Metadating‘ als Methode
Auf Social-Media-Plattformen begegnen wir täglich einer Vielzahl vernetzter Inhalte mit unterschiedlichen ästhetischen, phatischen und konnektiven Eigenschaften. Bilder, die online zirkulieren, stehen selten exklusiv für sich, sondern sind eingebettet in die Verdatungs- und Distributionsmechanismen digitaler Medien. Während der Lehrveranstaltung „Metadating Memes: Vertiefung in digitale Methoden“ wurden die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, Techniken zur Navigation und Analyse von Randbildkulturen durch die Methode des „Metadating“ kennenzulernen. “Metadating” bedeutet Zeit mit Metadaten zu verbringen, die Bilder in ihrer Zirkulation als vernetzte Medienartefakte hervorbringen. Solche Metadaten – Text-im-Bild und Hashtags, Account-Namen und Seiten mit identischen Bildern, Metriken und Zeitstempeln – bildeten die Basis für die Erforschung der auf Tumblr entstandenen ‘deepfried memes’ (siehe Poster). Deepfried memes sind für ihre Glitch-Ästhetik bekannt und gehören zu den visuellen Subkulturen, die mit ihrem absurden schwarzen Humor gegen die dominanten Sichtbarkeitsregime sozialer Medien ankämpfen. Ausgehend von 1.260 mit dem Hashtag #deepfriedmemes veröffentlichten Bildern hat sich die Projektgruppe (Rene Flug, Emil Stock, Maya Döpper, Isabel Frenking, Maksimilian Schwez, David Speckmeier, Greta Solbach, Noah Seidler, Jessica Wolf, Pia Priestersbach, Pasqual Sommer, Jolina Sandweg) mit der Frage befasst: Wie kann „Metadating“ als Methode für kreativen und ethischen Datenremix zur Untersuchung visueller Gemeinschaften beitragen, die sich dem Mainstream widersetzen? Die Lehrveranstaltung fand im Sommersemester 2024 statt und wurde von Elena Pilipets begleitet.
#war: Was zeigt TikTok (nicht)?
IT-Seminar „What’s in a Meme? TikTok-Daten analysieren“
Was macht TikTok als Plattform aus und welche Nutzungskulturen tragen dazu bei? Welche Datenpraktiken gehen mit der Erschaffung von TikTok-Trends und -Nischen einher? Welche Rolle kommt dabei aktuellen Ereignissen zu und wie lassen sich diese über digitale, visuelle und andere Methodenkombinationen analysieren?
Das Seminar „What’s in a Meme? TikTok-Daten analysieren“ fand im September 2022 im Format eines von Elena Pilipets begleiteten Datensprints statt und ermöglichte eine kollaborative Lernumgebung zur Entwicklung medienspezifischer Fragestellungen mit dem Ziel der Einbindung von digitalen Methoden in studentische Projekte.
Anhand von praktischen Übungen zur Datenextraktion, -visualisierung und -analyse wurden von Studierenden gemeinsame Forschungsfragen ausgearbeitet und am Ende der Woche präsentiert. Das Forschungsergebnis der Projektgruppe (Alexander Martin, Kim Allegra Ballarini, Corinna Theile und Lukas Hüttemann) zum Thema „#war: Was zeigt TikTok (nicht)?“ kann als Poster unter diesen Link abgerufen werden.
Work & Study
Ein Podcast des Master-Studiengangs Medien und Gesellschaft
Work and Study – Study and Work? Soziale, wirtschaftliche und mediale Bedingungen des Studiums
Das lockere Studentenleben war gestern. Arbeiten gehört für viele Studierende zum Alltag. Woran das liegt und wie Studierende, Dozierende und auch Arbeitgeber diesen Wandel empfinden, wird in einem Podcast näher betrachtet.
Es gibt 6 Folgen, die im Sommersemester 2022 im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts von insgesamt 14 Studierenden produziert worden sind. Betreut wurden sie von Prof. Dr. Joachim Eigler, Julia Müller, PD Dr. Sandra Nuy, Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein, Tobias Röding.