Prof. Dr. sc. ETH Mareike Heinzen
Die Wirtschaftswissenschaftlerin erforscht, wie in Unternehmen Innovationen entstehen. Sie fragt: Was können Unternehmen tun, um für Umbrüche vorzusorgen, statt erst in der Krise zu reagieren? Dabei arbeitet sie eng mit der Industrie zusammen.
Meine Professur heißt:
Innovations- und Transformationsmanagement (Fakultät III)
Woran forschen Sie aktuell? Und warum ist das Thema wichtig?
Mich interessiert, was Unternehmen innovations- und transformationsfähig macht. Wie entstehen neue Ideen oder sogar Innovationen? Wie gelingt Zusammenarbeit über Grenzen hinweg? Und wie schaffen es Organisationen, Neues zu lernen und Gewohntes zu hinterfragen? Das untersuche ich etwa im Kontext von Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Krisen. Denn Unternehmen müssen heute nicht nur auf Veränderungen reagieren, sondern ihre Zukunft proaktiv gestalten.
Welche Frage treibt Sie in Ihrer Forschung schon lange um?
Wie können Unternehmen für Umbrüche „vorsorgen“, statt erst in der Krise zu reagieren? Mich interessiert, wie sie Veränderungen vorausdenken, Neues wagen und zugleich lernen, Gewohntes loszulassen – damit Innovation entsteht, die langfristig Wirkung entfaltet.
Was fasziniert Sie an Ihrem Fachgebiet besonders?
Innovation entsteht selten im Alleingang. Mich fasziniert, was passiert, wenn Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenkommen, Gewohntes hinterfragen und gemeinsam Neues schaffen – und wie Organisationen die richtigen Bedingungen dafür schaffen können.
Gab es einen Moment in Ihrer wissenschaftlichen Laufbahn, der Sie besonders geprägt hat?
Geprägt hat mich der ständige Perspektivwechsel zwischen Wirtschaft und Technik, Wissenschaft und Industrie. Er hat mir gezeigt, dass gerade an Schnittstellen oft die spannendsten Ideen entstehen.
Was lernen Studierende in Ihren Veranstaltungen?
Studierende lernen selbst „zu unternehmen“ und „zu gestalten“: Sie dürfen reale Praxisprobleme aus verschiedenen Perspektiven betrachten, Ideen entwickeln, wissenschaftlich fundiert entscheiden und Lösungen gemeinsam in die Praxis bringen und dort mit vielen spannenden Unternehmer:innen und Manager:innen diskutieren.
Ein typischer Satz, den man von Ihnen in Seminaren oft hört?
„Und was bedeutet das jetzt für die Praxis?“
Was ist Ihr Lieblingsort auf dem Campus?
Den entdecke ich gerade noch – Empfehlungen sind willkommen!
Woran arbeiten Sie gerade außerhalb von Forschung und Lehre mit besonderer Begeisterung?
An neuen Verbindungen: zwischen Universität und Unternehmen, zwischen unterschiedlichen Disziplinen und auch international. Besonders spannend finde ich, wenn daraus unerwartete Ideen und Projekte entstehen.
Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht an die Uni denken?
Dann verbringe ich Zeit mit meinen Kindern, mit Lesen oder mit Sport (am liebsten auf der Tartanbahn oder im Wald).