Anders als für Stahlbetonbauteile mit Querkraftbewehrung existiert für Bauteile ohne Querkraftbewehrung bis heute kein allgemein anerkanntes Modell, mit dem die Tragmechanismen bei Querkraftbeanspruchung mechanisch konsistent erfasst werden können. Ein Vergleich verschiedener Ansätze und Modellvorstellungen zeigt, dass die Traganteile der ungerissenen Betondruckzone, aus Rissverzahnung bzw. Rissreibung sowie aus Dübelwirkung der Längsbewehrung unterschiedlich interpretiert und gewichtet werden.