Entwicklung eines Modelles zur erfolgreichen Einführung der elektronischen Patientenakte unter Beachtung von Vertrauen als zentralen Mechanismus (VERA)
Die elektronische Patientenakte zählt zu den zentralen Digitalisierungsprojekten des deutschen Gesundheitswesens. Ihr Erfolg hängt jedoch nicht allein von technischen Lösungen ab, sondern maßgeblich vom Vertrauen der Bevölkerung. Das Projekt VERA leistet hierzu einen wissenschaftlichen Beitrag, indem es Vertrauen als gesellschaftliche, institutionelle und individuelle Voraussetzung digitaler Gesundheitsversorgung untersucht.
Projektbeschreibung
Hintergrund
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist ein zentrales Element der digitalen Transformation des Gesundheitswesens in Deutschland. Sie soll medizinische Informationen sektorenübergreifend verfügbar machen und damit die Versorgung verbessern. Gleichzeitig zeigen aktuelle Debatten, dass die Akzeptanz digitaler Gesundheitsanwendungen nicht allein von ihrer technischen Funktionalität abhängt. Entscheidend ist vielmehr, ob Bürger*innen den beteiligten Institutionen, den Datenverarbeitungsprozessen und den digitalen Anwendungen vertrauen. Das Projekt VERA untersucht daher, wie Vertrauen in die ePA entsteht, welche Faktoren es stärken oder schwächen und welche Bedeutung Vertrauen für die Nutzung digitaler Gesundheitsangebote hat.
Ziele und Vorgehen
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie Vertrauen in die ePA entsteht und welche individuellen, sozialen und strukturellen Faktoren ihre Akzeptanz und Nutzung beeinflussen. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens untersucht das Projekt Vertrauen als zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Implementierung digitaler Gesundheitsinnovationen. Das Forschungsvorhaben verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und verbindet Perspektiven der Digital Public Health, Gesundheitswissenschaften sowie der Sozial- und Verhaltenswissenschaften. Gleichzeitig sollen bestehende Vernetzungspotenziale innerhalb der Universität Siegen weiter ausgebaut und neue Kooperationen geschaffen werden. Mit der Förderung schafft die Universität Siegen wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung eines innovativen Forschungsschwerpunkts im Bereich der digitalen Gesundheit und stärkt zugleich den wissenschaftlichen Nachwuchs am Standort.
Projektleitung
Dr. Laura Maaß
Alles auf einen Blick
Fördermittelgeber und Kooperationspartner
Das Projekt „VERA“ wird im Rahmen des Junior Research Group Fund (IMPULS) der Universität Siegen gefördert. Mit der Förderung wird die konzeptionelle Weiterentwicklung eines Forschungsvorhabens unterstützt, das auf die Einwerbung einer Drittmittelförderung im Rahmen eines Nachwuchsgruppenprogramms ausgerichtet ist.