Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt
Logo der Studie zum religiösen Machtmissbrauch in kirchlichen Kontexten

Religiösen Machtmissbrauch erkennen und thematisieren

Religiöser Machtmissbrauch kann mit erheblichen psychischen Belastungen einhergehen, ist bislang jedoch kaum systematisch erforscht. Dieses Projekt untersucht Erfahrungen religiöser Machtdynamiken in christlichen Kontexten und evaluiert ein deutschsprachiges Instrument zur wissenschaftlich fundierten Erfassung spiritueller Schädigung, um Missbrauch künftig besser erkennen und professionell thematisieren zu können.

Machtmissbrauch Bild 2

Projektbeschreibung

Religiöser (oder geistlicher) Machtmissbrauch wurde in den letzten Jahren zunehmend öffentlich diskutiert, in der empirischen Forschung jedoch bislang kaum systematisch untersucht. Ziel der Studie ist es, religiöse Machtdynamiken in christlichen Kontexten differenziert zu erfassen – insbesondere dort, wo spirituelle Autorität möglicherweise missbraucht wurde und psychische Belastungen zur Folge hatte. Es geht uns ausdrücklich nicht darum, einzelne Gemeinden oder Konfessionen zu bewerten oder öffentlich zu kritisieren. Vielmehr soll mit dieser Studie eine wissenschaftliche Grundlage geschaffen werden, damit religiöser Machtmissbrauch künftig besser erkannt und in seelsorgerlichen-therapeutischen Kontexten thematisiert werden kann. Die vorliegende Studie stellt einen ersten, notwendigen Schritt zur Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Erhebungsinstruments dar. 

Die Studie richtet sich an volljährige Personen, die aktuell oder früher Teil einer christlichen Gemeinde, Kirche oder eines christlichen Werks waren. Mitmachen können alle, auch diejenigen, die nie religiösen Machtmissbrauch erlebt haben, denn für die Evaluation wird die Bandbreite von „keinen Missbrauchserfahrungen“ bis zu „vielen Missbrauchserfahrungen“ benötigt. Die Teilnahme ist anonym, findet online statt und dauert etwa 40–50 Minuten. Als Dankeschön erhalten die Teilnehmenden auf Wunsch eine individuelle Rückmeldung zu ihrem Persönlichkeitsprofil sowie zu ihren Emotionsregulationskompetenzen.

 

Schwerpunkte des Projekts

  • Methodisch adäquate Übersetzung der Spiritual Harm & Abuse Scale (SHAS)
  • Untersuchung der Faktorenstruktur der deutschen Übersetzung
  • Untersuchung der Reliabilität und Test-Retest-Reliabilität
  • Untersuchung der Validität durch Korrelationen mit Variablen der Gottesbeziehung und der psychischen Gesundheit

Alles auf einen Blick

  • Icon Kalender

    Laufzeit
    01.10.2024-31.03.2026 (Laufend)

  • Icon Tag

    Forschungsbereich
    Religiöser/spiritueller Machtmissbrauch; Psychologische Diagnostik

  • Icon Abzeichen Euro

    Finanzierung
    Haushaltsmittel

 

Das Projektteam

Von der Universität Siegen

Prof. Dr. Simon Forstmeier

Prof. Dr. Simon Forstmeier

Professor*in

Ich bin Professor für Psychologie an der Universität Siegen und leite die Professur für Entwicklungspsychologie und Klinisch

Prof. Dr. Kai Horstmann

Prof. Dr. Kai Horstmann

Professor*in

Ich leite die Arbeitsgruppe Psychologische Diagnostik und Differentielle Psychologie in der Fakultät II – Bildung – Architektur – Künste, in diesem Bereich liegt auch der Schwerpunkt meiner Lehre.

Außerdem

Marit Schütz (Bachelorstudentin Universität Siegen) und

Nelli Kronwald (Masterstudentin TU Braunschweig)