Herausforderung
Feuerwehr, Rettungsdienste und weitere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben müssen sich auf unterschiedliche Einsatzsituationen vorbereiten. Dafür braucht es Trainingsmöglichkeiten, die gemeinsames Üben und die Erprobung praxisnaher Szenarien ermöglichen. IN.SiTu zeigt, wie virtuelle Realität (VR) das Training von Einsatzkräften gezielt verbessern kann. Gemeinsam mit Einsatzkräften und Trainingsleitenden werden die Anforderungen an eine solche Umgebung ermittelt und direkt in realitätsnahe virtuelle Trainingsszenarien umgesetzt.
Zielsetzung & Methode
Im Projekt entsteht in Siegen ein Immersives Trainingszentrum (ITZ) im ehemaligen Bruchwerk Theater. Bis zu 16 Personen durchlaufen dort gemeinsam mit VR-Headsets die verschiedenen Trainingsszenarien. Die virtuellen Positionen der Teilnehmenden stimmen dabei mit ihren tatsächlichen Positionen im Raum überein. Gesteuert wird ausschließlich mit den eigenen Händen. Ergänzend untersucht das Projekt, wie sich reale, greifbare Objekte in die virtuelle Welt einbinden lassen.
Die Szenarien werden mit Unity entwickelt und in Co-Design-Workshops gemeinsam mit den beteiligten assoziierten Partnern ausgearbeitet. Trainingsleitende und Administrierende können die Simulation überwachen und den Verlauf in Echtzeit auswerten. Das Projekt ist in vier Arbeitspakete gegliedert. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und in enger Zusammenarbeit mit den Partnern. Nach jedem Schritt sind empirische Untersuchungen vorgesehen, um die entwickelten Ansätze zu prüfen.
Erwarteter Impact / Transfer
IN.SiTu entwickelt und untersucht eine VR-Trainingsumgebung, die gemeinsames Training und die systematische Auswertung von Szenarien ermöglicht. Das ITZ steht nach der 24-monatigen Projektlaufzeit – bis einschließlich Juni 2028 – auch für weitere Anwendungszwecke und für die Lehre offen. Damit entsteht eine langfristig nutzbare Infrastruktur in Siegen, die über die im Projekt entwickelten Trainingsszenarien hinaus eingesetzt werden kann.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Alles auf einen Blick
Fördermittelgeber und Kooperationspartner
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Wichtige Partner des Projekts sind die Universität Siegen, sowie assoziierte Praxispartner: Kreis Siegen-Wittgenstein, DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein e.V.