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Einflüsse von Partizipation bei Behandlungsentscheidungen auf das Gesundheitserleben und -verhalten


Wie beeinflussen unterschiedliche Formen der Patient*innenbeteiligung bei gesundheitsbezogenen Entscheidungen das Erleben und Verhalten? Ziel dieses Projektes ist es, evidenzbasierte Empfehlungen für eine wirksame, partizipative und patient*innenzentrierte Gesundheitsberatung zu entwickeln.

PaTH Übersicht

Projektbeschreibung

Das Projekt PaTH untersucht, wie unterschiedliche Grade von Partizipation bei gesundheitsbezogenen Entscheidungen das Erleben und Verhalten von Patient*innen beeinflussen. Ziel ist es, zu verstehen, welche Formen der Einbindung den Weg zu wirksamer Beratung und Behandlung ebnen können und wie dieser Prozess patient*innenzentriert gestaltet werden kann.

Die Bedeutung partizipativer Entscheidungsprozesse zeigt sich nicht nur im wissenschaftlichen Diskurs, sondern auch in aktuellen gesundheitspolitischen und ethischen Entwicklungen: Mit dem Patientenrechtegesetz von 2013 wurde die informierte Entscheidung als rechtlich geschützt in Deutschland verankert. Ergänzend wurde das Genfer Ärztegelöbnis 2017 um die Verpflichtung ergänzt, Patient:innen aktiv in Entscheidungen einzubeziehen und ihre Autonomie zu achten – ein zentrales Prinzip medizinethischer Praxis.

Vor diesem Hintergrund untersucht PaTH in drei empirischen Studien, wie partizipative Entscheidungsprozesse in der Gesundheitsberatung, etwa zu Themen wie Schlaflosigkeit oder Demenzprävention, gestaltet werden können. In den Studien werden gezielt verschiedene Partizipationsformen eingesetzt, um deren Wirkung auf das gesundheitliche Erleben und Verhalten zu verstehen.

Alles auf einen Blick

  • Icon Kalender

    Laufzeit
    01.07.2024 - 01.08.2026 (Laufend)

  • Icon Tag

    Forschungsbereich
    Gesundheitsversorgung und 
    Alternsforschung

  • user-round

    Projektleitung
    M. Sc. Psychologin 
    Ronja Müller-Späth

  • lightbulb

    Akronym
    PaTH (Participation, 
    Treatment Adherence, Health)


Teilstudien

1

TS1 – Übersetzung und Adaptation eines Fragebogens zu Behandlungsadhärenz (FwB)
Laufzeit: 09.07.2023 – 09.09.2023

 

Ziel dieser Teilstudie war die Übersetzung, Anpassung und psychometrische Überprüfung des englischsprachigen „Treatment Adherence Perception Questionnaire (TAPQ)“ ins Deutsche. Die Datenerhebung und Auswertung sind abgeschlossen. Die validierte Version – Fragebogen wahrgenommener Behandlungsadhärenz (FwB) – wird in den folgenden Studien eingesetzt.

2

TS2 – Partizipation in Online-Gesundheitsberatung zu Insomnie 
Laufzeit: 14.03.2025 – 14.06.2025

 

Diese Online-Interventionsstudie untersucht den Einfluss unterschiedlicher Ebenen von Partizipation im Rahmen einer digitalen Gesundheitsberatung zu Insomnie auf Gesundheitserleben und -verhalten bezüglich der empfohlenen Maßnahmen zur Schlafhygiene.

3

TS3 – Partizipation in Beratungsgesprächen zur Demenzprävention
Laufzeit: 28.01.2026 – 28.07.2026

 

In einer Laborsituation werden strukturierte Beratungsgespräche zur Demenzprävention durchgeführt. Auch hier wird die Partizipation gezielt variiert, um deren Wirkung auf das Gesundheitserleben und verhalten bezüglich der empfohlenen Maßnahmen zur geistigen Gesundheit zu untersuchen.

Projektleitung

Ronja Müller-Späth

Ronja Müller-Späth

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

In meiner Promotion widme ich mich den Auswirkungen verschiedener Partizipationsebenen innerhalb medizinischer Versorgung und beschäftige mich mit der Fragestellung, ob sich eine höhere Partizipation von Patient*innen in der Gestaltung ihrer eigenen Behandlung auf ihre Gesundheit sowie Behandlung