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Psychische Effekte der Partizipation von Menschen mit Demenz und deren Zu- und Angehörige in Forschungsvorhaben

Das Projekt untersucht, wie die aktive Beteiligung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen an Forschungsprozessen deren psychisches Erleben, Selbstwirksamkeit und Lebenszufriedenheit beeinflusst. Ziel ist es, wirksame und praxisnahe Methoden der Partizipation zu entwickeln, wissenschaftlich zu beschreiben und die Ergebnisse als Handreichung für zukünftige Projekte bereitzustellen.

PsychPart

Projektbeschreibung

Die Partizipation von an Demenz erkrankten Menschen ist ein zentraler Anspruch der Nationalen Demenzstrategie. Hierbei sollen Menschen mit Demenz nicht nur an Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen sondern auch in der Gestaltung, Begleitung und Implementation von Forschungsvorhaben beteiligt sein. Internationaler wissenschaftlicher Evidenz zufolge ist der Einbezug von Menschen mit gelebter Erfahrung mit einer höheren Wahrscheinlichkeit positive Forschungsergebnisse zu erreichen assoziiert. Weiterhin ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Forschungsergebnisse praktische Anwendung finden und nachhaltig in Maßnahmen der Gesundheitsfürsorge implementiert werden. Aus psychologischer Perspektive ist Partizipation jedoch nicht nur ein Mittel um Forschungsergebnisse durch persönliche Erfahrung von Menschen mit Demenz und deren Zugehörigen anzureichern und zu verbessern - sie kann darüber hinaus das Erleben und Verhalten der betroffenen Menschen positiv beeinflussen. Indem Partizipation auf förderliche Weise auf mentale Prozesse und Zustände eines Menschen einwirkt, kann sie damit als (psychologische) Intervention verstanden werden.In beiden Beiratsgremien werden Menschen mit Demenz und Zugehörige von Menschen mit Demenz als Ko-Forschende in das Agenda-Setting, die Entwicklung von Fragestellungen und die Beurteilung von aktuellen Forschungsgeschehen einbezogen. Weiterhin werden Methoden für einen gelingenden Beirat getestet und mit den Mitgliedern evaluiert.

Alles auf einen Blick

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    Laufzeit
    01.01.2024 - 28.02.2025 (Abgeschlossen)

     

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    Forschungsbereich
    Gesundheitsversorgung und Alternsforschung

  • users

    Projektbeteiligte
    Deutsche Alzheimer Gesellschaft Siegen e. V. (Stefanie Kremer, Brigitte Weber-Wilhelm); Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen Standort Rostock/Greifswald, DZNE (Prof. Dr. Jochen René Thyrian); Universität Siegen (Prof. Dr. Julia Haberstroh, Celina Sander, Ronja Müller-Späth, Katja Seidel)

  • Handshake

    Förderung
    Das Vorhaben wurde mit Mitteln der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gefördert

  • lightbulb

    Stichworte
    Partizipative Forschung, Demenz, Beiratsgremien, Psychologische Effekte, patient and public involvement

Projektteam

Julia Haberstroh

Prof. Dr. Julia Haberstroh

Professor*in

Ich leite die Professur für Psychologische Alternsforschung im Department Psychologie der Fakultät II. Meine wissenschaftlichen Schwerpunkte beinhalten: 

Ronja Müller-Späth

Ronja Müller-Späth

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

In meiner Promotion widme ich mich den Auswirkungen verschiedener Partizipationsebenen innerhalb medizinischer Versorgung und beschäftige mich mit der Fragestellung, ob sich eine höhere Partizipation von Patient*innen in der Gestaltung ihrer eigenen Behandlung auf ihre Gesundheit sowie Behandlung

Celina Sander

Celina Sander

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Psychologische Altersforschung bin ich verantwortlich für die Beiräte Menschen mit Demenz und Zugehörige von Menschen mit Demenz.