Psychische Effekte der Partizipation von Menschen mit Demenz und deren Zu- und Angehörige in Forschungsvorhaben
Das Projekt untersucht, wie die aktive Beteiligung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen an Forschungsprozessen deren psychisches Erleben, Selbstwirksamkeit und Lebenszufriedenheit beeinflusst. Ziel ist es, wirksame und praxisnahe Methoden der Partizipation zu entwickeln, wissenschaftlich zu beschreiben und die Ergebnisse als Handreichung für zukünftige Projekte bereitzustellen.
Projektbeschreibung
Die Partizipation von an Demenz erkrankten Menschen ist ein zentraler Anspruch der Nationalen Demenzstrategie. Hierbei sollen Menschen mit Demenz nicht nur an Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen sondern auch in der Gestaltung, Begleitung und Implementation von Forschungsvorhaben beteiligt sein. Internationaler wissenschaftlicher Evidenz zufolge ist der Einbezug von Menschen mit gelebter Erfahrung mit einer höheren Wahrscheinlichkeit positive Forschungsergebnisse zu erreichen assoziiert. Weiterhin ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Forschungsergebnisse praktische Anwendung finden und nachhaltig in Maßnahmen der Gesundheitsfürsorge implementiert werden. Aus psychologischer Perspektive ist Partizipation jedoch nicht nur ein Mittel um Forschungsergebnisse durch persönliche Erfahrung von Menschen mit Demenz und deren Zugehörigen anzureichern und zu verbessern - sie kann darüber hinaus das Erleben und Verhalten der betroffenen Menschen positiv beeinflussen. Indem Partizipation auf förderliche Weise auf mentale Prozesse und Zustände eines Menschen einwirkt, kann sie damit als (psychologische) Intervention verstanden werden.In beiden Beiratsgremien werden Menschen mit Demenz und Zugehörige von Menschen mit Demenz als Ko-Forschende in das Agenda-Setting, die Entwicklung von Fragestellungen und die Beurteilung von aktuellen Forschungsgeschehen einbezogen. Weiterhin werden Methoden für einen gelingenden Beirat getestet und mit den Mitgliedern evaluiert.