Dementia Care Management in der Routineversorgung am Beispiel der Region Siegen-Wittgenstein
Das Projekt thematisiert Dementia Care Management (DeCM) als eine Maßnahmenvariable der Nationalen Demenzstrategie. Basierend auf dem bereits positiv evaluierten DelpHi-Standard für die ambulanten Versorgung von Menschen mit Demenz wird die Entwicklung und Implementierung eines regionalen und sektorenübergreifenden DeCM-Modells für die Region Siegen-Wittgenstein (SW) untersucht. Einem partizipativen Forschungsansatz folgend, wirken in alle Phasen der Studie Praxisakteur:innen aus verschiedenen Versorgungssektoren sowie Menschen mit Demenz und deren Angehörige aus SW als Ko-Forscher:innen mit.
Projektbeschreibung
Demenz ist weltweit eine der Hauptursachen von Behinderung und Abhängigkeit bei älteren Menschen und zeigt sich durch die mit der Erkrankung einhergehenden Folgen auf wirtschaftlicher, sozialer und v. a. versorgungsbezogener Ebene. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die es in den kommenden Jahren zu meistern gilt.In RoutineDeCM wird Dementia Care Management (DeCM) seit Juli 2022 von Projektpartner:innen modellhaft in der Region Siegen Wittgenstein implementiert. Hierbei ermitteln spezifisch qualifizierte Fachpersonen computergestützt medizinische, pflegerische, psychosoziale (Versorgungs-)Bedarfe von MmD und ihren (pflegenden) Angehörigen im häuslichen Umfeld. Auf dieser Grundlage erstellen die Demenzlots:innen in Kooperation mit allen Beteiligten einen individuellen Versorgungsplan. Der Implementierungsprozess erfolgt partizipativ durch Forschende der Universität Siegen und des DZNE, in enger Zusammenarbeit mit Betroffenen, verschiedenen Versorgern und Kostenträgern aus unterschiedlichen Bereichen sowie den Entwicklern des Systems.
Link zum Hörbeitrag des Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz Südwestfalen.