Immer schon haben Komponisten musikalische Kleinformen geschrieben, zur einfachen Verwendung in geselliger Runde oder als übefreundliches Stückchen für den Hausgebrauch. Im 20. Jahrhundert avanciert die musikalische Miniatur jedoch zur hochentwickelten Kunstform – Komponisten wie Anton Webern gelingt es, komplexe Gefühlsvorgänge in eine einzige musikalische Geste zusammenzufassen und dadurch extrem verknappte Musik von außergewöhnlicher Ausdruckskraft zu schaffen. Dieser Tradition ging ein Seminar im Institut Musik nach, aus dem heraus sich dieses Konzert entwickelt hat - einerseits erklingen eindrucksvolle Beispiele aus der Musik der letzten 130 Jahre, andererseits erwarten uns Uraufführungen von Miniaturen, die die Studierenden selbst komponiert haben.