Tagung: Psychiatrie im Alltag – Implikationen für Soziale Arbeit
Das Zentrum für Planung und Entwicklung Sozialer Dienste (ZPE) und das Institut für Sozialpädagogik der Fakultät II der Universität Siegen veranstalten in Kooperation mit der Berliner Werkstatt für Sozialforschung am 10.07.2026 die interdisziplinäre Tagung „Psychiatrie im Alltag – Implikationen für Soziale Arbeit“ an der Universität in Siegen.
Gemeinsame Tagung des Zentrums für Planung und Entwicklung Sozialer Dienste (ZPE), des Instituts für Sozialpädagogik und der Berliner Werkstatt für Sozialforschung
Einhergehend mit dem Erfolg medizinorientierter Deutungsfolien für eine Vielzahl menschlicher Verhaltensweisen und lebensweltlicher Probleme, haben psychiatrische Diagnosen heute im Alltag an Bedeutung gewonnen und auch vielfach Eingang in die Praxen Sozialer Arbeit gefunden.
Psychiatrisches Wissen, welches in seiner Hervorbringung und seinen Implikationen nur bedingt anschlussfähig an das fachliche Reflexionswissen der Disziplin der Sozialen Arbeit und anderer sozial orientierter Professionen ist, stellt für professionelle Akteur:innen daher oft eine Herausforderung dar. Denn einerseits müssen sich Sozialarbeitende und andere Professionelle des psychosozialen Versorgungssystems, des Kinder-/Jugendhilfe- und Bildungssystems mit psychiatrischen Diagnosen inhaltlich auseinandersetzten – andererseits stellen sie mit eigenen an sozialen Kontexten orientierten Problematisierungskategorien (wie etwa Familiensystem, Peergroup oder Lebenswelt) andere Deutungen zur Verfügung, um auf soziale Probleme vielschichtig einzugehen.
In vielen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit stellt sich die Frage des Umgangs mit Diagnosen und anderen psychiatrischen Wissensordnungen. Diese können unter anderem im Kontext der konkreten Fallarbeiten mit ihrem Handlungsdruck und Bearbeitungsmöglichkeiten (Ressourcengenerierung, vorhandene Hilfesysteme, …) und vor dem Hintergrund der Umdeutung sozialer bzw. institutioneller Problemlagen in individuelle und individualisierte Zuschreibungen problematisiert werden. Für die Disziplin Soziale Arbeit stellt sich darüber hinaus aber auch aus professionstheoretischer Perspektive die Frage, wie sie das Verhältnis zu Psychiatrie und klinischer Psychologie beschreiben und definieren will. Dass sie sich dies konkret fragen muss liegt auch daran, dass Sozialarbeitende häufig in interdisziplinären Teams tätig sind und in vielen Kontexten mit Fachkräften aus Psychologie und Psychiatrie zusammenarbeiten.
Die geplante Tagung an der Universität Siegen will sowohl für die theoretische wie für die versorgungs- und handlungspraktische Ebene einen Diskursraum schaffen.
Neben der Diskussion, welche Bedeutungen – Chancen und Schwierigkeiten – psychiatrische Kategorien für fachfremde Disziplinen und institutionelle Settings heute haben, soll die Tagung die Möglichkeit eines interdisziplinären Austauschs bieten. Zentral soll es im multiperspektivischen Gespräch darum gehen, zu eruieren, welche Rollen Professionelle diverser Bereiche bei Diagnoseprozessen heute spielen, wie sie gemeinsam Einfluss nehmen auf die Perspektiven hilfesuchender Menschen und wie sie mit ihrer Arbeit Perspektiven auf und Gefühle von Inklusion und Teilhabe sichern können.
Alles auf einen Blick
Programm | Infos | Anmeldung | Keynotesprecher:innen
Freitag, 10. Juli 2026
| 9:30 | – Ankommen – |
| 10:00 | Begrüßung |
| 10:15 |
Ausgehend von der Beobachtung, dass psychiatrische und klinisch psychologische Diagnosen inzwischen in den gesellschaftlichen Alltag eingedrungen sind und sie heute – auch verstärkt in den Resonanzräumen der sozialen Medien – unsere Wahrnehmung und Beschreibung sozialer Problemlagen prägen, gehen wir in unserem Vortrag aus soziologischer Perspektive der Frage nach, was dies für die Soziale Arbeit in unterschiedlichen Feldern bedeutet. Nach einer kurzen Vorstellung klassischer soziologischer Perspektiven auf psychiatrische Diagnosen wollen wir anhand von empirischen Beispielen aus Interviews mit Soziarbeitenden auf Umgangsweisen, Schwierigkeiten und Paradoxien, die mit ihrer Nutzung einhergehen, eingehen und diese diskutieren. Prof. Dr. Ernst von Kardorff | Vertr.-Prof. Dr. Martin Harbusch |
| 11:00 |
Soziale Arbeit im Kontext der Psychiatrie steht vor der Aufgabe, die komplexen Lebenslagen von Menschen mit psychischen Erkrankungen innerhalb eines vielschichtigen Versorgungssystems zu erfassen und passgenaue Unterstützungsangebote bereitzustellen. Dies erfordert ein klares professionelles Selbstverständnis sowie eine enge Abstimmung mit zahlreichen Akteuren im Versorgungssystem. Der Beitrag zeigt auf, wie Soziale Arbeit in Zusammenwirken mit weiteren Disziplinen Teilhabe, Empowerment und Recovery stärken kann. Dabei werden insbesondere die Bedeutung von Beziehungsgestaltung, Sozialraumorientierung sowie niedrigschwelligen und verlässlichen Unterstützungsstrukturen beleuchtet. Abschließend wird der Fokus auf die Voraussetzungen einer gelingenden Umsetzung gelegt. Prof. Dr.'in Yvonne Kahl |
| 11:45 |
Kurze Statements Klaus Obert ist Doktor der Sozialwissenschaften und Diplom-Sozialpädagoge. Er studierte von 1972 bis 1978 Sozialpädagogik im Hauptfach sowie Psychologie und Soziologie im Nebenfach am Institut für Erziehungswissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann 1978 in der psychiatrischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Freudenstadt. Im Jahr 1981 folgte eine prägende Hospitation in den international renommierten Zentren für Seelische Gesundheit in Triest und Arezzo, die für ihre innovativen gemeindepsychiatrischen Ansätze bekannt sind. Ab 1982 war Klaus Obert in Stuttgart tätig, wo er maßgeblich am Aufbau und der Weiterentwicklung sozialpsychiatrischer Hilfen beteiligt war. Als Abteilungsleiter der Sucht- und Sozialpsychiatrischen Hilfen im Caritasverband für Stuttgart e.V. prägte er über Jahrzehnte die gemeindepsychiatrische Versorgung der Stadt. Zudem war er Sprecher des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Psychiatrie in Stuttgart – eine Aufgabe, die er bis zu seiner Altersberentung Ende 2021 innehatte. Über seine Leitungsfunktionen hinaus engagierte sich Klaus Obert bundesweit in der fachlichen Weiterentwicklung der Sozialpsychiatrie.
Andreas Jung arbeitet seit über zehn Jahren bei einem Träger der Eingliederungshilfe, dem Elisabeth Verein Oikos Sozial- und Teilhabezentrum Marburg, und berät dort die Teams. Seit 2018 ist er zudem an verschiedenen Standorten als EX‑IN‑Trainer tätig. Darüber hinaus ist er langjähriges Mitglied im Forschungsnetzwerk Wohnungslosigkeit und Gesundheit der Charité Berlin und wirkte im gemeinsamen Forschungsprojekt der Charité Berlin und der University of Oxford zur Einführung des neuen Diagnosesystems ICD‑11 mit. Aufgrund dieser vielfältigen Tätigkeiten versteht er sich nicht mehr ausschließlich als Peer-Mitarbeiter, sondern als Fachperson mit breiter professioneller Expertise. Kurzvorstellung:Katharina Stocks-Katz ist Diplom-Sozialpädagogin und Alumni der Universität Siegen. Nach langjähriger Tätigkeit im Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreis Siegen-Wittgenstein ist sie dort seit 2019 als Psychiatriekoordinatorin tätig. In dieser Funktion verantwortet Katharina Stocks-Katz unter anderem die Koordination des Gemeindepsychiatrischen Verbunds (GPV) im Kreis und ist damit die direkte Schnittstelle zwischen der kommunalen Verwaltung und den Akteuren des psychosozialen Hilfesystems. Elke Kröhner, B.A. Soziale Arbeit, Traumapädagogin/Traumafachberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie, ist seit 2010 in der Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischen Behinderungen tätig. Sie arbeitet im Kontext der Qualifizierten Assistenz und befindet sich derzeit im Masterstudium Soziale Arbeit.
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| 12:15 | Fragen an die Referent:innen |
| 12:45 | – Mittagspause – |
| 13:45 |
Arbeitsgruppen Sozialraumorientierung und psychische ErkrankungenDer Workshop vertieft die Bedeutung von Sozialraumorientierung für die Soziale Arbeit im Kontext psychischer Erkrankungen und setzt einen praxisnahen Fokus auf deren Umsetzung im beruflichen Alltag. Nach einem kurzen Input, der zentrale Grundlagen sowie ausgewählte Ansatzpunkte der Sozialraumorientierung in der Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen skizziert, arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen an konkreten Fragestellungen aus ihrer Praxis. Dabei werden auch Aspekte in den Blick genommen, die in der Umsetzung als herausfordernd oder hinderlich erscheinen. Gemeinsam wird reflektiert, wie mit diesen produktiv umgegangen werden kann. Ziel ist es, Handlungsspielräume zu erweitern, vorhandene Ansätze sichtbar zu machen und die Übertragbarkeit in unterschiedliche Arbeitskontexte zu diskutieren. Der Workshop bietet Raum für Austausch, gemeinsame Analyse und die Entwicklung konkreter Impulse für eine sozialraumorientierte Ausrichtung der Sozialen Arbeit. Der Workshop greift die Spannung zwischen psychiatrischer Diagnose, subjektiver Lebenswelt und gesellschaftlicher Beteiligung auf und diskutiert Perspektiven einer sozialpsychiatrischen Praxis, die individuelle Erfahrungen, soziale Lebenslagen und Teilhabemöglichkeiten konsequent in den Mittelpunkt stellt. Ausgangspunkt sind Ergebnisse der Münchner Studie Sichtbar, die Erfahrungen von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Kontext von sozialer Teilhabe, Stigmatisierung und institutioneller Unterstützung untersucht. Die Studie zeigt, dass psychiatrische Diagnosen von Betroffenen häufig ambivalent erlebt werden: Sie können Zugänge zu Hilfen eröffnen und entlastend wirken, zugleich aber soziale Zuschreibungen, Fremddefinitionen und Ausschlusserfahrungen verstärken. Deutlich wird zudem die zentrale Bedeutung sozialer Beziehungen, niedrigschwelliger Unterstützungsangebote und gemeindenaher Strukturen für Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit und Recovery-Prozesse. Daran anschließend werden Ergebnisse einer weiteren Studie vorgestellt, die die kommunale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie die Beteiligung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen untersucht. Im Fokus stehen Bedingungen und Herausforderungen diskriminierungsfreier Beteiligung sowie die Frage, wie recoveryorientierte und inklusive Hilfestrukturen im Gemeinwesen gestaltet werden können. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Workshop die Rolle von Sozialarbeitenden und anderen Professionellen innerhalb von Diagnose- und Hilfeprozessen sowie die Potenziale gemeindepsychiatrischer Ansätze für Anerkennung, Partizipation und soziale Inklusion. Dabei stehen unter anderem folgende Fragen im Mittelpunkt:
Medizinische Diagnosen haben in der Kinder- und Jugendhilfe eine ressourcenaktivierende und -zuschreibende Funktion, da sie zunehmend leitend sind bei der Zuweisung z.B. von Hilfen zur Erziehung, Schulbegleitungen oder anderer inklusionsbezogener Teilhabeansprüche in außerschulischen und schulischen Bildungsbereichen. Dabei gehen mit ihnen einerseits negative Zuschreibungen und potenzielle Stigmatisierungen einher und Logiken außerhalb medizinischer Deutungen können leicht verloren gehen, andererseits bewirken Diagnosen bei Betroffenen ebenso Entlastungen und können zur Wahrnehmung von Kontrolle führen. Die Ätiologie einzelner klinischer Störungsbilder wird in den Beschreibungen der einzelnen Klassifikationsmanuale jedoch nur unzureichend dargestellt. Mehr noch, die Ursachen diagnostizierbarer Störungsbilder werden gar unabhängig von der Beschreibung der Symptome untersucht. Der Workshop soll dazu dienen, für das Feld der Kinder- und Jugendhilfe zunächst über die positiven und negativen Aspekte von Diagnosen zu sprechen und ursächliche Faktoren und Sichtweisen auszutauschen. Anschließend soll der Frage nachgegangen werden, welche ergänzenden Perspektiven aus Sicht der Teilnehmenden der AG in der Entstehung pathologischer Auffälligkeiten zu einer Weiterentwicklung ätiologischer Erklärungen und somit zu einer potenziellen Weiterentwicklung einer umfassenderen Diagnostik führen können. Damit Teilhabe an Bildung in einer inklusiven Schule und im Unterricht gelingen kann, müssen (Schul-)Sozialarbeit, Integrationskräfte, FachlehrerInnen, FörderpädagogInnen und evtl. weitere psychologisch und pädagogisch oder auch medizinisch geschulte Fachkräfte zusammenarbeiten. Diese Situation stellt nach wie vor eine Herausforderung für viele Schulen dar und auch die systemübergreifende Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe läuft vielerorts nicht immer reibungslos. Eine gelingende Kommunikation über die unterschiedlichen disziplinären Perspektiven und Deutungsmuster hinweg und ein reflektiertes Rollenverständnis sind Schlüsselfaktoren, um z. B. Übergänge oder Zuweisungsprozess zum Wohle des Kindes oder Jugendlichen bestmöglich zu gestalten. Hinzu kommt, dass mittlerweile etwa 12 % des an Schulen tätigen Personals kein grundständiges Lehramtsstudium mehr absolviert hat, sondern über einen Quer- oder Seiteneinstieg (z. B. als Sozialpädagoge) in diesem Berufsfeld aktiv sind und „unterrichtsnahe“ Tätigkeiten übernehmen sollen (z. B. MPT-Kräfte). Dem passgenauen Onboarding dieser Personengruppe fällt eine zunehmend größere Bedeutung zu – dies gilt insbesondere für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Unterstützungs- und Entwicklungsbedarfen im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung. Der Impulsvortrag fokussiert Dynamiken multiprofessioneller Kooperation im immer komplexer werdenden Berufsfeld Schule und skizziert Herausforderungen im Zusammenhang mit Onboardingprozessen. Daniel Mays, Prof. Dr. phil., Sonderpädagoge, hat die Professur für Pädagogik im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg inne. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind die Themenkomplexe sozio-emotionale Entwicklung von (benachteiligten) Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen; entwicklungsproduktive Transitionsgestaltung sowie Multiprofessionelle Kooperation. Kontakt: daniel.mays@ph-freiburg.de Die Arbeitsgruppe wird mit einem kurzen Input zur Situation psychisch beeinträchtigter Menschen auf dem Arbeitsmarkt eingeleitet:
Kurz: die Inklusion der Zielgruppe auf dem Arbeitsmarkt im Sinne der Behindertenrechtskonvention Art. 27 ist äußerst unbefriedigend. Vor diesem Hintergrund soll es in der Arbeitsgruppe unter anderem um folgende Themen gehen:
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| 15:30 | – Kaffeepause – |
| 15:45 | Berichte aus den Arbeitsgruppen |
| 16:15 | Tagungsabschluss |
Tagungsort
Universität Siegen
Campus Unteres Schloss
– Seminarzentrum –
Obergraben 25, 57072 Siegen
Informationen zu Lageplan und Anfahrt finden Sie hier.
Parkplätze (gebührenpflichtig) befinden sich in unmittelbarer Nähe:
CONTIPARK Tiefgarage Unteres Schloss
Parkhaus Altstadt (Löhrtor)
Parkhaus Rathaus/Markt (Hinterstraße)
Übernachtungsmöglichkeiten im Raum Siegen finden Sie hier.
Die Teilnahme an der Tagung "Psychiatrie im Alltag – Implikationen für Soziale Arbeit" ist kostenlos, um eine Anmeldung wird jedoch gebeten.
Vertr.-Prof. Dr. Martin Harbusch
Vertr.-Prof. Dr. Martin Harbusch lehrt „Methoden der empirischen Bildungs- und Sozialforschung“ an der Fakultät II der Universität in Siegen hat die Position eines „Honorary Research Fellow“ an der University of Auckland inne. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Psychiatriesoziologie, Wissenssoziologie und qualitative Sozialforschung.
Prof. Dr.'in Yvonne Kahl
Prof. Dr.'in Yvonne Kahl ist Professorin für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Sozialraumorientierung an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf. Sie leitet die Weiterbildung ‚MAS Sozialpsychiatrie‘ sowie den Studiengang ‚M.A. Soziale Arbeit‘. Ihre Schwerpunkte liegen in der sozialpsychiatrischen Versorgung, Sozialraumorientierung sowie in Fragen von Teilhabe und Inklusion psychisch erkrankter Menschen.
Prof. Dr. Ernst von Kardorff
Prof. Dr. Ernst von Kardorff hatte von 1995 bis 2016 den Lehrstuhl für Soziologie der Rehabilitation, berufliche Rehabilitation und Rehabilitationsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin inne und arbeitet seit seiner Pensionierung als Projektleiter bei der Berliner Werkstatt für Sozialforschung (BWS). Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Methoden der qualitativen Sozialforschung, Analysen der Sozialpsychiatrie, berufliche Rehabilitation, soziale Unterstützungsnetze und Paradoxien im gesundheitlichen Versorgungssystem.