Refiguring James Joyce: Archival and Editorial Practice in Modernist Life Writing
Im Rahmen der Bollenbeck-Gastdozentur sowie des Siegener EFACIS-Centre for Irish Studies wird Jeffrey Drouin, Ph.D., von der University of Tulsa am 3. Juni über seine Arbeit als Herausgeber des Tagebuchs von Stanislaus Joyce, dem Bruder des irischen Schriftstellers James Joyce, berichten. Das bislang unveröffentlichte Tagebuch aus dem Nachlass der Familie Joyce wird die Art und Weise, wie wir James Joyce lesen und zukünftig lesen werden, voraussichtlich grundlegend verändern.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Veranstaltung in englischer Sprache
Jeffrey Drouin, Ph.D., ist Frances W. O’Hornett-Associate-Professor für Literatur, Herausgeber des „James Joyce Quarterly“ und Co-Direktor des Modernist Journals Project. Er beschäftigt sich mit dem Modernismus im transatlantischen Kontext und konzentriert sich dabei auf Romane, Zeitschriften, Avantgarde-Bewegungen, den Ersten Weltkrieg sowie literarische Reaktionen auf Kunst und Wissenschaft. Sein erstes Buch, James Joyce, Science, and Modernist Print Culture: ‚The Einstein of English Fiction interpretiert Ulysses und Finnegans Wake neu, einerseits anhand von Diskursen über die neue Physik in literarischen Zeitschriften, andererseits anhand von Arbeitsnotizen und Entwürfen aus Joyces Schaffensprozess. Derzeit schreibt Drouin an einem Buch über gotische Kirchenarchitektur in Marcel Prousts À la recherche du temps perdu und schließt ein Projekt im Bereich der Digital Humanities mit dem Titel „Ecclesiastical Proust Archive“ ab. Zu seinen weiteren aktuellen Veröffentlichungen gehören das Kapitel „(Digital) Archives“ in The Edinburgh Companion to First World War Periodicals (2022) sowie Artikel zu den Digital Humanities in den Bereichen Zeitschriftenforschung und Pädagogik. Derzeit ist er als Geschäftsführer der International James Joyce Foundation und als Vorstandsmitglied der Society for Textual Scholarship tätig. Seine Lehrveranstaltungen bewegen sich im Bereich des Modernismus, des Ersten Weltkriegs, der Zeitschriftenforschung, Archiv- und Texttheorie sowie der Digital Humanities.