Wie durch Kultur Räume geöffnet werden, zeigt die Berliner Raveszene. Ihr widerstrebt langwierige Planung und enge Vorschriften, stattdessen setzt sie auf Pioniergeist – in Bauruinen, auf Brachflächen und verlassenen Industriearealen. In ihrer Bachelorarbeit „Die illegale Raumpraxis der Berliner Rave-Kultur“ zeigen Charlotte Emmler, Julia Sohl und Gregor Bläsi wie eine spontane, kollektiv organisierten Kultur, verlassenen Orten durch Improvisation neues Leben einhaucht. Das Projekt zeichnet den architektonisch schöpferischer Prozess einer Szene nach, die eigenständig auslotet, wie die vorhandenen Räume in einer Stadt genutzt werden können.
Aus einer anderen Perspektive nähert sich Nicole Kreckel der Frage, wie Kultur Menschen zusammenbringt. In ihrer Arbeit mit dem Museum für Gegenwartskunst untersucht sie, wie Kunstvermittlung Räume für Austausch schaffen kann. Museen bieten den Rahmen – lebendig werden sie dort, wo Begegnungen entstehen und unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen. Wie „Care“ und „Partizipation“ zu dem Wunsch nach offenen Räumen beitragen sollen ist ein Kern in ihrer Forschungs- und Arbeitspraxis – wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!