Vortrag
Scham in Annie Ernaux' autosoziobiographischen Erzählungen
Distanzierung, (Selbst-)Objektivierung und 'Unbeschämbarkeit'
Sarah Carlotta Hechler widmet sich in ihrem Vortrag ausgewählten Erzählungen von Annie Ernaux, um am Wechsel der Perspektive zwischen erzähltem und erzählendem Ich Ernaux’ distanzierte Vermittlung der Scham zu veranschaulichen, die eine 'unbeschämbare' Dimension hat. Während in La honte (1997) der titelgebende Affekt als Indikator sozialer Ungleichheit fungiert, wird er in L’Événement (2000) und Mémoire de fille (2016) auch im Zusammenhang geschlechtlicher Herrschaftsverhältnisse betrachtet.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.