Von Tribbles, Klingonen, Warpantrieb und anderen galaktischen Rätseln
In der diesjährigen Rosenmontagsvorlesung an der Universität Siegen wirft Prof. Dr. Volker Michel einen wissenschaftlichen Blick auf interessante und zugleich amüsante Themen rund um die Serie Star Trek.
Geo-Mathematiker Prof. Dr. Volker Michel spricht über die wundersame Tribble-Vermehrung, die Geheimnisse der klingonischen Sprache, die Philosophie hinter Star Trek und befasst sich natürlich auch mit der Frage, wie denn die Antriebe der Enterprise real überhaupt funktionieren könnten. Bei der Rosenmontagsvorlesung, am 16. Februar, um 14.11 Uhr im Hörsaal D 114 am Emmy-Noether-Campus geht es mit Warpgeschwindigkeit ins StarTrek-Universum.
60 Jahre ist es her, dass die erste Star Trek-Serie um das Raumschiff Enterprise zunächst über die amerikanischen Bildschirme flimmerte. Seither hat sich rund um die zugehörige Science-Fiction-Welt eine weltweite Fangemeinde entwickelt, zu der vor allem auch viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehören. Doch was macht die Faszination der mittlerweile fünfzehn Serien und zehn Kinofilme aus? Warum fesseln die Abenteuer von Kirk, Spock, Picard, Sisko, Janeway, Archer, Pike und vielen anderen ein Millionenpublikum?
Star Trek liefert eine Utopie, die Vorstellung einer idealen Zukunft, in der es keine Kriege, keinen Hunger und keine Armut mehr auf der Erde gibt. Eine Welt, in der Rassismus und Hass verachtet werden. Vielleicht liegt das wachsende Interesse an Enterprise und Co. gerade daran, dass wir heute in der Realität so weit von dieser Vision entfernt zu sein scheinen wie schon lange nicht mehr.
Und warum begeistern sich so viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Star Trek? Dinge zu entdecken, „die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“, ist sicherlich Teil der DNA aller, die in der Forschung tätig sind. Aber es gibt noch mehr Gründe: Die Macher von Star Trek geben sich sehr viel Mühe, um den Elementen ihrer Serien einen möglichst fundierten wissenschaftlichen Hintergrund zu geben, auch wenn immer mal wieder etwas der Dramaturgie geopfert werden muss.
Außerdem wird beim Drehbuchschreiben außergewöhnlich viel Wert auf die logische Kontinuität der Geschichten gelegt – sonst hagelt es protestierende Fanpost.
Wer am Rosenmontag mit dabei sein möchte, wenn sich alles um Star Trek dreht, beamt sich am besten rechtzeitig in den Hörsaal. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.