wandertalk Nº14
Vom Atelier auf die Straße und zurück
wanderspace entwickelt und realisiert gemeinsam mit überregionalen Künstler:Innen und regionalen Akteur:Innen in Südwestfalen Kunstprojekte, die kulturelle Teilhabe ermöglichen. Kunst und künstlerische Strategien entfalten sich im öffentlichen Raum, sind Ausgangspunkt und Bezugspunkt von Begegnungen.
Für wandertalk Nº14 ist Markus Zimmermann zu Gast. Der Bildhauer lebt und arbeitet in Frankfurt und entwickelt eine künstlerische Praxis, die Skulptur als sozialen und räumlichen Prozess versteht. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie Kunst gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und gemeinschaftliche Erfahrungen schaffen kann. Dabei arbeitet Zimmermann sowohl als Einzelkünstler als auch in den Kollektiven ART ASHRAM und SUPERFILIALE.
Aktuell beschäftigt sich Zimmermann mit den sozialen und normierenden Strukturen des Sports. In Projekten wie „DIY Ping Pong“ entwickelt er alternative Formen des gemeinsamen Spiels, bei denen Kooperation, Improvisation und Freude wichtiger sind als Wettbewerb und Leistung. Seine Arbeiten verbinden Nachhaltigkeit, Partizipation und räumliches Denken mit einer offenen, gemeinschaftsorientierten Vorstellung von Bildhauerei.
Markus Zimmermann wurde 2010/11 mit dem ars viva-Preis ausgezeichnet. Seine Arbeiten waren unter anderem im Bonnefantenmuseum Maastricht, im Kunstmuseum Stuttgart, in der Kunsthalle zu Kiel sowie im KW Institute for Contemporary Art Berlin und im Centre Georges-Pompidou Paris zu sehen. 2022 realisierte er mit dem Kollektiv ART ASHRAM die partizipative Arbeit „Future-Fossils-Factory“ für die documenta fifteen in Kassel.