Musikpädagogik mit Tradition
An der Universität Siegen findet seit ihrer Gründung als Gesamthochschule 1972 Musiklehrkräftebildung statt. Zunächst wurden die Lehrämter Grund-, Haupt- und Realschule angeboten; seit einiger Zeit kann zusätzlich das Lehramt für Gymnasium studiert werden, auch als Großfach (Musik+Musik).
Gleichzeitig hat die Siegener Musikpädagogik traditionell starke Forschungsschwerpunkte, die die Stelleninhaberinnen und -inhaber jeweils unterschiedlich gesetzt haben.
Hier informieren wir über die Forschungsaktivitäten des Teams Musikpädagogik.
Musikpädagogik stellt sich vor
Forschung, Lehre und Begleitung
"Ein musikpädagogisch geleitetes Nachdenken über Musik ist zentral für unsere Arbeit sowohl in der Lehre als auch in der Forschung. Wir bearbeiten Themen aus der komparativen und historischen musikpädagogischen Forschung, begleiten Studierende in ihren Professionalisierungsprozessen und unterstützen jene, die bereits im Studium in der Schule Musikunterricht geben."
"Ausgehend von Musik als sozialer Praxis haben wir den Anspruch, Studierende in ihrer Entwicklung und ihrem vielschichtigen Kompetenzerwerb auf ihrem Weg zum Beruf als Musiklehrerin bzw. Musiklehrer zu begleiten – und zwar musikalisch-künstlerisch authentisch und wissenschaftlich informiert. Musikunterricht in der allgemeinbildenden Schule zu geben, Ensembles zu initiieren und zu leiten, all das geht zugleich mit der Pflicht einher, Schulentwicklung zu betreiben. Getragen von der Überzeugung, dass Musik essenziell für Schule als Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum ist, folgt daraus, dass Musiklehrerinnen und -lehrer wach, aufmerksam und neugierig auf Musik in all ihren Erscheinungsformen bleiben."
Unser Forschungsprofil
Musik lernen und lehren
Komparative musikpädagogische Forschung ist die Beobachtung, Beschreibung und Deutung der Voraussetzungen, Bedingungen und Möglichkeiten der Aneignung und Vermittlung von Musik in unterschiedlichen Kontexten. Voraussetzung dafür ist nicht nur das Verständnis von Musikunterricht als kulturellem Phänomen, sondern gleichfalls das Bewusstsein der Subjektbezogenheit des Betrachters. Komparative Musikpädagogik soll die Verwendung eigener Begriffe und Praktiken reflektieren helfen und gleichzeitig den Horizont für unterschiedliche Problemlösungsstrategien öffnen.
Gegenwärtige Themenschwerpunkte liegen in den Themenbereichen BNE (SDG), nationale Policies und Global Identities sowie dem sprachsensiblen Musikunterricht unter einem komparativen Paradigma.
Historische musikpädagogische Forschung blickt auf das musikbezogene Lehren und Lernen in der Vergangenheit, wobei die „Beschäftigung mit dem Vergangenen […] der kritischen Überprüfung des eigenen Standortes, dem Selbstverständnis, der Gegenwarts- und Zukunftsbewältigung“ (Kraemer, 2007, S. 331) dient.
Themenschwerpunkte liegen in der Fachgeschichtsschreibung, Erinnerungskultur sowie der Institutionengeschichte.
Unterrichtsforschung wird bei uns – wie an vielen anderen Standorten – unter bestimmten Fragestellungen bearbeitet.
Themenschwerpunkte sind das Sprechen über Musik, ein urteilssensibler Musikunterricht sowie Improvisationsmodelle.
Curriculumforschung findet bei uns sowohl unter einer komparativen als auch unter einer historischen Perspektive in vielfältiger Weise statt.
Forschungsschwerpunkte
- Komparative musikpädagogische Forschung
- Historische musikpädagogische Forschung
- Unterrichtsforschung
- Curriculumforschung