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Herzlich Willkommen am Lehrstuhl für Geotechnik

Der Lehrstuhl für Geotechnik beschäftigt sich mit Aufgaben aus der Boden- und Felsmechanik, dem Erd-, Grund- und Spezialtiefbau sowie der Ingenieurgeologie. 

Der Lehrstuhl kooperiert im Forschungsinstitut Wasser und Umwelt mit den Lehrstühlen für Hydromechanik und Wasserbau sowie Wasserwirtschaftliche Risikobewertung und Klimafolgenforschung. 

Geotechnik Header
Presse Levorest Kuhlmann

Klimafreundlicher bauen mit Pfählen

Geotechniker*innen der Universität Siegen entwickeln zusammen mit Bauunternehmen ein neues System für Pfahlgründungen. Das Ziel ist, bei den Pfählen Beton einzusparen und damit die CO2-Emission bei Bauvorhaben deutlich zu reduzieren.

 

Soll ein Gebäude errichtet werden, muss der Grund sicher, also tragfähig sein. Ist das nicht der Fall, können Pfähle helfen. Sie werden in die Erde gebracht, um hohe Lasten in tieferliegende Schichten zu übertragen. Wissenschaftler*innen des Lehrstuhls für Geotechnik an der Universität Siegen entwickeln zurzeit zusammen mit Bauunternehmen ein neues Pfahlsystem. Ziel des Projektes ist es, die Tragfähigkeit der einzelnen Pfähle zu erhöhen. Die Pfähle müssten dann nicht mehr so lang sein, wie bisher. So ließe sich Beton und damit CO2 einsparen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit insgesamt 1,5 Mio. Euro gefördert, davon gehen rund 407.000 Euro an die Universität Siegen.

„Beton ist im Bausektor einer der größten CO2-Treiber. Wenn es uns gelingt, kürzere Pfähle mit gleicher Tragfähigkeit zu entwickeln, könnten wir einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen und klimafreundlichen Bauen leisten“, sagt die Siegener Geotechnikerin Prof. Dr.-Ing. Kerstin Lesny. Erste Berechnungen am Beispiel eines fiktiven Bauvorhabens mit 1.000 Pfählen sind vielversprechend: Demnach könnten mit einem optimierten Pfahlsystem gegenüber herkömmlichen Systemen zwischen 20 und 50 Prozent CO2 eingespart werden.

Das Siegener Projekt setzt bei der Entwicklung des neuen Pfahlsystems bei einer bereits etablierten Bohrtechnik an: Bei so genannten Vollverdrängungsbohrpfählen wird eine spezielle Bohrschnecke bis zur benötigten Tiefe in das Erdreich geschraubt. Dann zieht sich die Bohrschnecke langsam wieder zurück. Gleichzeitig wird flüssiger Beton durch den hohlen Schaft in das Loch gepresst. Das Loch füllt sich mit Beton, bis der Bohrer ganz herausgezogen ist. Innerhalb kurzer Zeit entsteht so ein stabiler Betonpfahl im Boden. Durch das spezielle Einschrauben des Bohrwerkzeugs wird der Boden zur Seite gedrängt und verdichtet – die Tragfähigkeit des Pfahls steigt.

Um dieses Prinzip in kleinerem Maßstab zu untersuchen, wurde in der Versuchsgrube der Siegener Geotechniker*innen einiges an Technik aufgebaut: Auf dem Grund der Grube steht ein knapp zwei Meter hoher Tank, bis zum oberen Rand mit Versuchsboden gefüllt. Oberhalb des Versuchstanks: Eine Bohranlage, jedoch deutlich kleiner als entsprechende Originalanlagen, die auf Baustellen zum Einsatz kommen. Neben der Bohranlage liegen verschiedene Modell-Bohrwerkzeuge, allesamt im Maßstab 1 zu 10 im 3D-Drucker gefertigt. Es handelt sich um Systeme, die von den Projektpartnern Jacbo Pfahlgründungen und Otto Quast entwickelt wurden und in der Praxis bereits zum Einsatz kommen.

„Wie auf der Baustelle drehen wir die unterschiedlichen Bohrwerkzeuge in unseren Versuchstank ein. Anschließend prüfen wir die Tragfähigkeit der jeweils entstandenen Pfähle. Dazu bringen wir über einen Hydraulikzylinder am Pfahlkopf eine Last auf, die wir stufenweise steigern“, erklärt Projektmitarbeiter Johannes Kuhlmann vom Lehrstuhl für Geotechnik. Ein ausgeklügeltes Messkonzept registriert, welche Lasten die Pfähle tragen können und welche mechanischen Veränderungen sich jeweils im Boden ergeben.

Parallel zu den praktischen Versuchen entwickelt das Team eine numerische Berechnungsmethode, um am Computer unterschiedliche Pfahlsysteme simulieren zu können. „Auf der Grundlage der Simulationen und unserer Versuche im Tank können wir durch gezielte Modifikationen optimierte Pfahlvarianten modellieren“, sagt Kuhlmann. Die vielversprechendsten Kandidaten kommen anschließend erneut in den Praxis-Test: Zunächst in verkleinertem Maßstab in der Versuchsgrube im Uni-Labor. Als letzter Schritt erfolgt schließlich in enger Zusammenarbeit mit Jacbo Pfahlgründungen und Otto Quast ein Großversuch: Dann werden die entwickelten Pfähle in Originalgröße in den Boden gebracht und unter Realbedingungen nochmals auf ihre Tragfähigkeit geprüft.

„Wir freuen uns, unser Know-How in das Projekt einbringen zu können. Gleichzeitig hoffen wir natürlich, das im Rahmen des Projektes entwickelte System zukünftig nutzen und unsere Bauprojekte damit klimafreundlicher realisieren zu können“, sagen Philipp Dietrich von der Firma Otto Quast und Andreas Reinfeld von Jacbo Pfahlgründungen. Für beide ist die Zusammenarbeit mit dem Siegener Geotechnik-Lehrstuhl auch eine Art „Heimspiel“: Vor ihrer beruflichen Laufbahn in der Bauindustrie haben sie selbst hier studiert und jeweils ihren Abschluss im Bauingenieurwesen gemacht.

Hintergrund:
Das Verbundvorhaben „LeVoresT – Effizienzgesteigerte Leichtbau-Vollverdrängungsbohrpfähle als ressourcenoptimierte Tiefgründungselemente in der Bauwirtschaft“ ist im Dezember 2023 gestartet und läuft bis Ende November 2026. Projektpartner sind die Firmen Jacbo Pfahlgründungen GmbH und Otto Quast Bauunternehmen GmbH & Co. KG. Als assoziierte Partner sind die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, das Deutsche Institut für Bautechnik, die Goldbeck Nord GmbH, die Baugrund Dresden Ingenieurgesellschaft mbH sowie Dr. Ingo Hylla beteiligt.

 

Pfahl Versuchsgrube Levorest
fachsektionstage

Teilnahme an den Fachsektionstagen der DGGT in Würzburg

Die Fachsektionstage 2025 der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik (DGGT) in Würzburg starteten mit einem besonderen Highlight: der 75-Jahre-Jubiläumsfeier der DGGT im historischen Maschinenhaus im Bürgerbräu Würzburg. Während des fachlichen Teils der 5. Bodenmechanik-Tagung  leitete unsere Lehrstuhlinhaberin Kerstin Lesny, die Obfrau des DGGT-Arbeitskreises AK 2.15 „Zuverlässigkeitsbasierte Methoden in der Geotechnik“, die Session zum Thema „Statistik/Probabilistik“. Dort präsentierte auch unsere Mitarbeiterin Andra Ebener ihren Beitrag zum Thema „Statistische Analyse von Unsicherheiten bei der Ableitung von Schichtgrenzen auf Basis von Sondierergebnissen“. Zudem waren drei weitere Arbeitskreismitglieder mit Vorträgen an der Session beteiligt, inklusive einer Keynote Lecture unseres Kollegen Timo Schweckendiek von Deltares. Die Fachsektionstage boten damit eine hervorragende Plattform zum Austausch im Bereich der zuverlässigkeitsbasierten Methoden sowie um den nächsten Workshop des Arbeitskreises am 20. und 21. November zum Thema „Zuverlässigkeitsbasierte Bemessung in der Geotechnik am Beispiel von Stützbauwerken“ zu bewerben (weitere Infos hier)  
projekttreffen

Projekttreffen CableProtect

Am 25. September 2025 fand das 6. Projekttreffen des Verbundprojektes "CableProtect" statt, diesmal an der Uni Siegen. 

Unter Beteiligung des PTJ wurden die aktuellen Ergebnisse und Forschungsinhalte mit den Projektpartnern ESOS Wind GmbH und DST Duisburg ausgetauscht. 

isgsr

Teilnahme an der ISGSR in Oslo vom 25. bis 28. August 2025

Prof. Dr. -Ing. habil. Kerstin Lesny und die wiss. Mitarbeiterin Andra Ebener haben an der 9th International Symposium for Geotechnical Safety and Risk (ISGSR) teilgenommen, die in Oslo stattfand. 

Als Mitglied des GEOSNet (geotechnical safety network) war Prof. Lesny als Chair für die Keynote Lecture von Prof. Dariusz Lydzba mit dem Titel „'Numerical safety assessment of the dams of the "Zelazny Most" tailings pond'“ eingebunden.  Unsere Mitarbeiterin Andra Ebener stellte in der Session "Reliability- and risk-based code developments II" den gemeinsamen Beitrag mit dem Titel "Understanding the concept of safety and reliability introduced by the 2nd generation Eurocode 7" vor. Hierbei ging es um die Einführung des zuverlässigkeitsbasierten Konzepts zum Nachweis von geotechnischen Bauwerken als Alternative zum bisher gängigen Teilsicherheitskonzepts. Die Präsentation und die anschließende Diskussion boten eine wichtige Plattform, um die wissenschaftliche Community über die praktische Anwendung dieser neuen Normen zu informieren und die daraus resultierenden Implikationen für die Ingenieurpraxis zu diskutieren. 

Neben den Vorträgen gab es die Möglichkeit zur Weiterbildung. Unsere Mitarbeiterin nahm am Short Course "An Introduction to Bayesian Data Analysis" teil. Bayessche Methoden werden zunehmend in der geotechnischen Forschung eingesetzt, um Unsicherheiten besser zu modellieren und Risikobewertungen präziser durchzuführen.

Das International Symposium for Geotechnical Safety and Risk (ISGSR) ist eine Reihe internationaler Konferenzen, die sich alle zwei Jahre mit Themen der Geotechnik, einschließlich geotechnischer Gefahren, Risiko- und Unsicherheitsbewertung, zugehöriger Methoden und deren praktischer Anwendung befasst. Die Konferenz bringt Forscher und Praktiker aus Industrie, Wissenschaft und Regierung zusammen, um die neuesten Entwicklungen und Innovationen in diesem Bereich vorzustellen. 

Die Schwerpunkte des ISGSR sind Geogefahren (Behandlung von Gefahren wie Hangrutschungen, Dämmen, Tsunamis, Schneelawinen, Erdbeben und umweltbezogenen Gefahren), Risiko- und Unsicherheitsbewertung (Diskussion von probabilistischen und risikobasierten Methoden in der Geotechnik, der Quantifizierung von Unsicherheiten und der Entwicklung von Zuverlässigkeitsstandards), Digitale Technologien ( Einsatz digitaler Boden- und Felddatenbanken, maschinelles Lernen und digitale Zwillinge für geotechnische Forschung und Praxis) und praktische Anwendungen wie Best Practices und Anwendungen von Risikoanalysen in Offshore-Projekten und anderen Bereichen der Geo-Engineering.

Unser Forschungsprofil

Unser Lehrstuhl befasst sich mit der Sicherheit und Zuverlässigkeit geotechnischer Bauwerke. Im Kontext der zweiten Generation des Eurocode 7 untersuchen wir die Anwendung probabilistischer Methoden auf praxisnahe ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Offshore-Geotechnik, insbesondere in der Simulation von Sedimentumlagerungen sowie der Modellierung der Boden-Bauwerk-Interaktion in der dynamischen Strukturanalyse. Ergänzend bearbeiten wir geotechnische Fragestellungen zu On- und Offshore-Windenergieanlagen sowie Freifeld-Photovoltaikanlagen.

Forschungsarbeiten zum Tragverhalten von Vollverdrängungsbohrpfählen und zur biologisch basierten Baugrundverbesserung leisten einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz im Grund- und Spezialtiefbau. In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Wasser und Umwelt werden zudem geotechnische Aspekte des Wasser- und Hochwasserschutzes behandelt.

Die Mitglieder unseres Lehrstuhls engagieren sich aktiv in Fachgremien, Ausschüssen und Arbeitskreisen.

 

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Unsere Projekte

Mehr zu unseren Forschungsprojekten finden Sie hier.

 

Forschungsschwerpunkte

  • Sicherheit und Zuverlässigkeit geotechnischer Bauwerke
  • Geotechnische Aspekte von Windenergie- und Freifeld-PV Anlagen
  • Offshore-Geotechnik
  • Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der Geotechnik

 

Preprint
2026

Probabilistic Soil Stratification from CPT Data using Gaussian Mixture Models and Inverse Transformation Sampling for Slope Reliability Assessment

Conference paper
2025

Understanding the concept of safety and reliability introduced by the 2nd generation Eurocode 7

Conference paper
2025

Bestimmung charakteristischer Werte nach Anhang A des EN 1997-1: Methoden und Anwendung unter Berücksichtigung ergänzender Guidelines

Journal article
2025

Improving Hydrological Modelling With Topkapi Through Irrigation and Open‐Channel Flow in Semi‐Arid Agricultural Catchments

Arbeitskreis 2.15 der DGGT "Zuverlässigkeitsbasierte Methoden in der Geotechnik"

Der Vorstand des DGGT (Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V.) hat im Frühjahr 2022 die Gründung eines neuen DGGT-Arbeitskreises mit dem Titel "Zuverlässigkeitsbasierte Methoden in der Geotechnik" beschlossen, der mittlerweile bei der Fachsektion "Erd- und Grundbau" angesiedelt wurde.

Probabilistische bzw. zuverlässigkeitsbasierte Ansätze in der Geotechnik haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und werden mit dem gerade in Überarbeitung befindlichen Eurocode 7 zuverlässigkeitsbasierte Methoden zukünftig gleichrangig zu Standardbemessungsverfahren zugelassen.

Ziel des neuen Arbeitskreises ist es, die probabilistischen Methoden in der Geotechnik anwenderbezogen aufzubereiten und dazu Empfehlungen und Handlungsanweisungen zu erarbeiten.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Homepage der DGGT

Am 20. und 21.11.2025 bot die DGGT-Akademie und der AK 2.15 des DGGT e.V. in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik Stuttgart einen Workshop zum Thema "Zuverlässigkeitsbasierte Bemessung in der Geotechnik am Beispiel von Stützbauwerken" an. 

Der Workshop wurde als praxisnaher Short Course abgehalten, bei dem die Teilnehmenden unter Anleitung selbstständig zuverlässigkeitsbasierte Methoden mit Hilfe geeigneter Software anwendeten.

Ziel war es, theoretisches Wissen direkt auf ingenieurpraktische Fragestellungen anzuwenden. Einführende Vorträge erläuterten die Philosophie und theoretischen Hintergründe der zuverlässigkeitsbasierten Methoden.

Anhand des Nachweises einer Schwergewichtsmauer auf Gleiten und Grundbruch und der Ermittlung der Einbindetiefe einer biegeweichen Verbauwand wurde die Anwendung der Monte-Carlo-Simulation (MCS) und der First Order Reliability Methode (FORM) als probabilistische Verfahren vermittelt und der Bezug zu einer Bemessung nach dem bekannten Teilsicherheitskonzept hergestellt.

Nähere Infos entnehmen Sie bitte dem Flyer.  

Am 19. und 20.11.2024 veranstalteten die BAM und der DGGT AK 2.15 gemeinsam mit der DGGT Akademie in Berlin einen Workshop zur Einführung in die zuverlässigkeitsbasierte Bemessung.

Am 1. Tag bestand in einem Short Course die Möglichkeit, die Grundlagen der Zuverlässigkeitsanalyse zu erlernen, wobei unter Anleitung Aufgaben am PC bearbeitet werden konnte.
Der 2. Tag bot eine spannende Hybrid-Vortragsveranstaltung zur Sicherheitsphilosophie nach neuem EC7 und Anwendungsbeispiele aus der Wissenschaft. Nähere Infos finden Sie im Flyer

Am 14.11.2023 veranstaltete der DGGT-Arbeitskreis 2.15 „Zuverlässigkeitsbasierte Methoden in der Geotechnik“ einen halbtägigen Workshop zum Thema „Wie sicher sind unsere Bauwerke?“ Der Workshop war mit 120 TeilnehmerInnen online und vor Ort ein voller Erfolg. Nach den interessanten Fachvorträgen, die inbesondere die Anwendungsbeispiele aufgezeigt haben, wurde in einer spannenden Diskussion teils kontrovers die Anwendung zuverlässigkeitsbasierter Methoden diskutiert. Der Workshop knüpfte an das erste Strukturpapier des AK 2.15 an, welches in der GEOTECHNIK (Heft 3, 2023) erschienen ist. Den detaillierten Ablauf samt Vorträgen finden Sie im Programm.

Im Folgenden stellen wir den TeilnehmerInnen des Workshops die Vorträge und das Strukturpapier passwortgeschützt zur Verfügung:

Zur Variabilität von Baugrundeigenschaften in einer zunehmend datenzentierten Geotechnik (J. Sorgatz, BAW)

Statistische Verfahren zur Ermittlung charakteristischer Werte (E. Tafur, DB Engineering & Consulting)

Anwendungsbeispiele aus den Niederlanden (T. Schweckendick, Deltares)

Datengeschütztes probabilistisches Bemessungskonzept für Pfahlgründungen von Freileitungsmasten (W. Betz, Eracons) 

Strukturpapier des AK 2.15 (P. Arnold, GuD) 

 

Collage DGGT Workshop 1
Kerstin Lesny

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Kerstin Lesny

Professor*in
Johannes Kuhlmann

Johannes Kuhlmann M.Sc.

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Andra Ebener

Andra Milena Ebener M.Sc.

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Olaf Bublitz

Dipl.-Ing. (FH) Olaf Bublitz

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Shervin Samadi

Shervin Samadi

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Nico Thoma

Nico Thoma

Mitarbeiter*in Technik und Verwaltung

Weitere Informationen

Wir unterstützten Sie gerne und bieten als Sachverständige für Geotechnik im Sinne von DIN 1054 und DIN 4020 Beratung und Begleitung bei geotechnischen Fragestellungen an. Geotechnische Untersuchungen und Berechnungen, die Entwicklung von besonderen Versuchseinrichtungen oder skalierten Modellversuchen können projektorientiert umgesetzt werden. Darüber hinaus ist die Begleitung und gutachterliche Aus- und Bewertung von Bauaufgaben auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern möglich. Das bodenmechanische Labor verfügt über eine umfangreiche Einrichtung zur Durchführung bodenmechanischer Laborversuche, u. a. gemäß der Normenreihe DIN EN ISO 17892, sowie den aktuell gültigen deutschen Industrienormen. Hierzu zählen Versuche zur Klassifizierung von Böden, erdbauliche Versuche sowie Versuche zum Formänderungs- und Festigkeitsverhalten wie Kompressions- und Scherversuche bis hin zu Triaxialversuchen auch für große Probendurchmesser. 

Für die geotechnische Erkundung im Feld stehen Rammsondierungsgeräte (DPL, DPM und DPH) zur Verfügung. Direkte Aufschlüsse können als Kleinbohrungen ausgeführt werden. Weiterhin können statische und dynamische Plattendruckversuche, alle Verfahren der in-situ-Dichteuntersuchungen und Dichteprüfungen mit der Isotopensonde durchgeführt werden. Für großmaßstäbliche Versuche und Versuche des Erdbaus steht eine Versuchsgrube, ein Erddruckkasten sowie eine Freihalle zur Verfügung. 

Ansprechpartner für sämtliche Anfragen: Kerstin Lesny Olaf Bublitz 

Aktuelle und zukünftige Herausforderungen - vom Vier-Augen-Prinzip zur KI

09. und 10. März 2023

Die klimabedingt zu erwartende Zunahme von Extremwetterereignissen stellt die bebaute Umwelt vor erhebliche Herausforderungen und erfordert die Entwicklung geeigneter Anpassungsstrategien. Der Geomesstechnik kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn verknüpft mit der mathematisch-mechanischen Modellbildung liefert, sie die Grundlage für die Bewertung möglicher geomechanischer Risiken und für die daraus abzuleitenden Planungsmaßnahmen. In diesem Symposium haben rund 70 Teilnehmer aktuelle Entwicklungen, die Möglichkeiten und Grenzen der Geomesstechnik in einem interdisziplinären und thematisch breit angelegten Kontext ausgelotet. Zusätzlich wurde im Rahmen dieses Programms die Ehrendoktorwürde an Herrn Em.o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Dr. h.c. mult. Heinz Brandl verliehen. Wir danken allen TeilnehmerInnen für zwei spannende Tage! Unser besonderer Dank gilt der Familie Brandl. 

Programm 

 

Proceedings

Der Tagungsband ist in der Schriftenreihe des Forschungsinstituts Wasser und Umwelt veröffentlicht und unter Opus Siegen online abrufbar.

Den Presseartikel zur Verleihung der Ehrenpromotion finden Sie hier.  

 

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Der Lehrstuhl für Geotechnik der Universität Siegen führt regelmäßig Fachexkursionen mit abwechslungsreichen Themenschwerpunkten aus dem Bereich der Geotechnik durch. Die Exkursionen werden hauptsächlich im Rahmen der Lehrveranstaltungen und oft in Zusammenarbeit mit Ingenieurverbänden oder Partnerunternehmen aus der Bauwirtschaft angeboten. Sie richten sich primär an die teilnehmenden Studierenden. Die Teilnahme externer Personen ist bei entsprechender Kapazität möglich. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt  mit uns auf. 

 

Baustellenexkursion zur Kläranlage Netphen im Juli 2023

Baustellenexkursion nach Siershahn im November 2022

Baustellenexkursion zum Landeskroner Weiher im Januar 2025

Baustellenexkursion nach Ferndorf im Februar 2025

Kontakt

Universität Siegen   
Fak IV- Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät                                                                                                                          
Department Bauingenieurwesen
Forschungsinstitut Wasser und Umwelt
Lehrstuhl für Geotechnik
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Kerstin Lesny
Paul-Bonatz-Str. 9-11/Gebäudeteil B
57076 Siegen
Tel: +49 271-740-2176
E-Mail: geotechnik(at)uni-siegen.de 

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