Herzlich Willkommen am Lehrstuhl für Geotechnik
Der Lehrstuhl für Geotechnik beschäftigt sich mit Aufgaben aus der Boden- und Felsmechanik, dem Erd-, Grund- und Spezialtiefbau sowie der Ingenieurgeologie.
Der Lehrstuhl kooperiert im Forschungsinstitut Wasser und Umwelt mit den Lehrstühlen für Hydromechanik und Wasserbau sowie Wasserwirtschaftliche Risikobewertung und Klimafolgenforschung.
Unser Forschungsprofil
Unser Lehrstuhl befasst sich mit der Sicherheit und Zuverlässigkeit geotechnischer Bauwerke. Im Kontext der zweiten Generation des Eurocode 7 untersuchen wir die Anwendung probabilistischer Methoden auf praxisnahe ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Offshore-Geotechnik, insbesondere in der Simulation von Sedimentumlagerungen sowie der Modellierung der Boden-Bauwerk-Interaktion in der dynamischen Strukturanalyse. Ergänzend bearbeiten wir geotechnische Fragestellungen zu On- und Offshore-Windenergieanlagen sowie Freifeld-Photovoltaikanlagen.
Forschungsarbeiten zum Tragverhalten von Vollverdrängungsbohrpfählen und zur biologisch basierten Baugrundverbesserung leisten einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz im Grund- und Spezialtiefbau. In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Wasser und Umwelt werden zudem geotechnische Aspekte des Wasser- und Hochwasserschutzes behandelt.
Die Mitglieder unseres Lehrstuhls engagieren sich aktiv in Fachgremien, Ausschüssen und Arbeitskreisen.
- DIN-Arbeitsausschuss Sicherheit im Erd- und Grundbau (stellv. Leitung Prof.'in Dr.-Ing. Kerstin Lesny)
- DGGT AK 2.15 Zuverlässigkeitsbasierte Methoden in der Geotechnik (Obfrau Prof.'in Dr. Kerstin Lesny)
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ISSMGE TC205 Safety and Serviceability
Unsere Projekte
Mehr zu unseren Forschungsprojekten finden Sie hier.
Forschungsschwerpunkte
- Sicherheit und Zuverlässigkeit geotechnischer Bauwerke
- Geotechnische Aspekte von Windenergie- und Freifeld-PV Anlagen
- Offshore-Geotechnik
- Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der Geotechnik
Publikationen
Probabilistic Soil Stratification from CPT Data using Gaussian Mixture Models and Inverse Transformation Sampling for Slope Reliability Assessment
Probabilistic Soil Stratification from CPT Data using Gaussian Mixture Models and Inverse Transformation Sampling for Slope Reliability Assessment
Understanding the concept of safety and reliability introduced by the 2nd generation Eurocode 7
Understanding the concept of safety and reliability introduced by the 2nd generation Eurocode 7
Bestimmung charakteristischer Werte nach Anhang A des EN 1997-1: Methoden und Anwendung unter Berücksichtigung ergänzender Guidelines
Bestimmung charakteristischer Werte nach Anhang A des EN 1997-1: Methoden und Anwendung unter Berücksichtigung ergänzender Guidelines
Improving Hydrological Modelling With Topkapi Through Irrigation and Open‐Channel Flow in Semi‐Arid Agricultural Catchments
Improving Hydrological Modelling With Topkapi Through Irrigation and Open‐Channel Flow in Semi‐Arid Agricultural Catchments
Arbeitskreis 2.15 der DGGT "Zuverlässigkeitsbasierte Methoden in der Geotechnik"
Der Vorstand des DGGT (Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V.) hat im Frühjahr 2022 die Gründung eines neuen DGGT-Arbeitskreises mit dem Titel "Zuverlässigkeitsbasierte Methoden in der Geotechnik" beschlossen, der mittlerweile bei der Fachsektion "Erd- und Grundbau" angesiedelt wurde.
Probabilistische bzw. zuverlässigkeitsbasierte Ansätze in der Geotechnik haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und werden mit dem gerade in Überarbeitung befindlichen Eurocode 7 zuverlässigkeitsbasierte Methoden zukünftig gleichrangig zu Standardbemessungsverfahren zugelassen.
Ziel des neuen Arbeitskreises ist es, die probabilistischen Methoden in der Geotechnik anwenderbezogen aufzubereiten und dazu Empfehlungen und Handlungsanweisungen zu erarbeiten.
Detaillierte Informationen finden Sie auf der Homepage der DGGT.
Am 20. und 21.11.2025 bot die DGGT-Akademie und der AK 2.15 des DGGT e.V. in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik Stuttgart einen Workshop zum Thema "Zuverlässigkeitsbasierte Bemessung in der Geotechnik am Beispiel von Stützbauwerken" an.
Der Workshop wurde als praxisnaher Short Course abgehalten, bei dem die Teilnehmenden unter Anleitung selbstständig zuverlässigkeitsbasierte Methoden mit Hilfe geeigneter Software anwendeten.
Ziel war es, theoretisches Wissen direkt auf ingenieurpraktische Fragestellungen anzuwenden. Einführende Vorträge erläuterten die Philosophie und theoretischen Hintergründe der zuverlässigkeitsbasierten Methoden.
Anhand des Nachweises einer Schwergewichtsmauer auf Gleiten und Grundbruch und der Ermittlung der Einbindetiefe einer biegeweichen Verbauwand wurde die Anwendung der Monte-Carlo-Simulation (MCS) und der First Order Reliability Methode (FORM) als probabilistische Verfahren vermittelt und der Bezug zu einer Bemessung nach dem bekannten Teilsicherheitskonzept hergestellt.
Nähere Infos entnehmen Sie bitte dem Flyer.
Am 19. und 20.11.2024 veranstalteten die BAM und der DGGT AK 2.15 gemeinsam mit der DGGT Akademie in Berlin einen Workshop zur Einführung in die zuverlässigkeitsbasierte Bemessung.
Am 1. Tag bestand in einem Short Course die Möglichkeit, die Grundlagen der Zuverlässigkeitsanalyse zu erlernen, wobei unter Anleitung Aufgaben am PC bearbeitet werden konnte.
Der 2. Tag bot eine spannende Hybrid-Vortragsveranstaltung zur Sicherheitsphilosophie nach neuem EC7 und Anwendungsbeispiele aus der Wissenschaft. Nähere Infos finden Sie im Flyer.
Am 14.11.2023 veranstaltete der DGGT-Arbeitskreis 2.15 „Zuverlässigkeitsbasierte Methoden in der Geotechnik“ einen halbtägigen Workshop zum Thema „Wie sicher sind unsere Bauwerke?“ Der Workshop war mit 120 TeilnehmerInnen online und vor Ort ein voller Erfolg. Nach den interessanten Fachvorträgen, die inbesondere die Anwendungsbeispiele aufgezeigt haben, wurde in einer spannenden Diskussion teils kontrovers die Anwendung zuverlässigkeitsbasierter Methoden diskutiert. Der Workshop knüpfte an das erste Strukturpapier des AK 2.15 an, welches in der GEOTECHNIK (Heft 3, 2023) erschienen ist. Den detaillierten Ablauf samt Vorträgen finden Sie im Programm.
Im Folgenden stellen wir den TeilnehmerInnen des Workshops die Vorträge und das Strukturpapier passwortgeschützt zur Verfügung:
Anwendungsbeispiele aus den Niederlanden (T. Schweckendick, Deltares)
Weitere Informationen
Wir unterstützten Sie gerne und bieten als Sachverständige für Geotechnik im Sinne von DIN 1054 und DIN 4020 Beratung und Begleitung bei geotechnischen Fragestellungen an. Geotechnische Untersuchungen und Berechnungen, die Entwicklung von besonderen Versuchseinrichtungen oder skalierten Modellversuchen können projektorientiert umgesetzt werden. Darüber hinaus ist die Begleitung und gutachterliche Aus- und Bewertung von Bauaufgaben auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern möglich. Das bodenmechanische Labor verfügt über eine umfangreiche Einrichtung zur Durchführung bodenmechanischer Laborversuche, u. a. gemäß der Normenreihe DIN EN ISO 17892, sowie den aktuell gültigen deutschen Industrienormen. Hierzu zählen Versuche zur Klassifizierung von Böden, erdbauliche Versuche sowie Versuche zum Formänderungs- und Festigkeitsverhalten wie Kompressions- und Scherversuche bis hin zu Triaxialversuchen auch für große Probendurchmesser.
Für die geotechnische Erkundung im Feld stehen Rammsondierungsgeräte (DPL, DPM und DPH) zur Verfügung. Direkte Aufschlüsse können als Kleinbohrungen ausgeführt werden. Weiterhin können statische und dynamische Plattendruckversuche, alle Verfahren der in-situ-Dichteuntersuchungen und Dichteprüfungen mit der Isotopensonde durchgeführt werden. Für großmaßstäbliche Versuche und Versuche des Erdbaus steht eine Versuchsgrube, ein Erddruckkasten sowie eine Freihalle zur Verfügung.
Aktuelle und zukünftige Herausforderungen - vom Vier-Augen-Prinzip zur KI
09. und 10. März 2023
Die klimabedingt zu erwartende Zunahme von Extremwetterereignissen stellt die bebaute Umwelt vor erhebliche Herausforderungen und erfordert die Entwicklung geeigneter Anpassungsstrategien. Der Geomesstechnik kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn verknüpft mit der mathematisch-mechanischen Modellbildung liefert, sie die Grundlage für die Bewertung möglicher geomechanischer Risiken und für die daraus abzuleitenden Planungsmaßnahmen. In diesem Symposium haben rund 70 Teilnehmer aktuelle Entwicklungen, die Möglichkeiten und Grenzen der Geomesstechnik in einem interdisziplinären und thematisch breit angelegten Kontext ausgelotet. Zusätzlich wurde im Rahmen dieses Programms die Ehrendoktorwürde an Herrn Em.o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Dr. h.c. mult. Heinz Brandl verliehen. Wir danken allen TeilnehmerInnen für zwei spannende Tage! Unser besonderer Dank gilt der Familie Brandl.
Proceedings
Der Tagungsband ist in der Schriftenreihe des Forschungsinstituts Wasser und Umwelt veröffentlicht und unter Opus Siegen online abrufbar.
Den Presseartikel zur Verleihung der Ehrenpromotion finden Sie hier.
Der Lehrstuhl für Geotechnik der Universität Siegen führt regelmäßig Fachexkursionen mit abwechslungsreichen Themenschwerpunkten aus dem Bereich der Geotechnik durch. Die Exkursionen werden hauptsächlich im Rahmen der Lehrveranstaltungen und oft in Zusammenarbeit mit Ingenieurverbänden oder Partnerunternehmen aus der Bauwirtschaft angeboten. Sie richten sich primär an die teilnehmenden Studierenden. Die Teilnahme externer Personen ist bei entsprechender Kapazität möglich. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Baustellenexkursion zur Kläranlage Netphen im Juli 2023
Baustellenexkursion nach Siershahn im November 2022