Coscine
Coscine (Collaborative Scientific Integration Environment) ist eine Plattform für das Forschungsdatenmanagement (FDM). Sie unterstützt Forschende dabei, ihre Daten strukturiert zu speichern, zu organisieren, zu teilen und zu archivieren – orientiert an den FAIR-Prinzipien (auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar).
Warum Coscine?
Coscine eignet sich besonders für kollaborative Forschungsprojekte und den Umgang mit größeren Datenmengen sowie für Vorhaben, bei denen ein strukturiertes und nachvollziehbares Datenmanagement erforderlich ist.
Eigenschaften von Coscine
- Strukturierte Speicherung und Organisation von Forschungsdaten in Projekten
- Beschreibung von Daten durch flexible Metadatenschemata
- Projektmitglieder – auch aus verschiedenen Einrichtungen – können eingeladen und mit Rollen sowie Zugriffsrechten ausgestattet werden.
- Archivierung von Forschungsdaten für bis zu 10 Jahre nach Projektende
- Integration verschiedener Speichertypen (z. B. Web- und S3-Speicher)
- Unterstützung FAIRer Datenpraktiken
Was kann Coscine nicht?
- Keine klassische Cloud-Speicherlösung für beliebige Dateien und kein Ersatz für lokale Laufwerke oder einfache Sharing-Dienste
- Keine direkte Veröffentlichung von Forschungsdaten (keine DOI-Vergabe). Über Coscine können lediglich Anfragen an externe Publikationsdienste gestellt werden.
- Keine klassische Langzeitarchivierung über 10 Jahre hinaus
Wie erhalten Forschende Zugang bzw. Speicherressourcen in Coscine?
Forschende der Universität Siegen können sich über den institutionellen Login (SSO) bei Coscine anmelden.
Alle neu erstellten Projekte in Coscine erhalten automatisch 100 GB Web-Speicherplatz, sofern die Anmeldung via institutionellen Account erfolgt oder eine Verknüpfung der Accounts stattgefunden hat.
Die Speicherung erfolgt über DataStorage.nrw, eine sichere und redundante Infrastruktur in NRW.
Speicherplatz für größere Datenmengen kann von Forschenden selbst beantragt werden:
- Zunächst wird ein Projekt in Coscine angelegt.
- Anschließend können innerhalb des Projekts passende Speicherressourcen (Resources) beantragt werden.
- Je nach Ressourcentyp ist dafür eine kurze Beschreibung erforderlich, z. B. zu Datenart, Umfang und Nutzung (s. unten "Leitlinien zur Nutzung von Coscine-Speicherressourcen").
- Der Antrag wird geprüft. Die Prüfung erfolgt anhand definierter Kriterien (z. B. Projektbeschreibung, Datenvolumen, Nutzungskonzept).
- Nach der Bewilligung wird die Ressource im Projekt freigeschaltet und kann direkt genutzt werden.
Ziel ist eine transparente und bedarfsgerechte Zuteilung von Ressourcen.
Die zugrunde liegenden Kriterien sind öffentlich dokumentiert (s. Selection Policy und Begutachtungsleitlinien).