Diversity-Tag
Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt beteiligen wir uns seit 2019 mit Aktionen und Veranstaltungen zu jährlich wechselnden Schwerpunktthemen am Deutschen Diversity-Tag, um ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Chancengerechtigkeit, demokratische Werte und gegen Diskriminierung zu setzen.
Der Tag schafft Aufmerksamkeit für Diskriminierungsrisiken im Hochschulalltag (z.B. aufgrund von Geschlechtszugehörigkeit, Herkunft, Behinderung, sexueller Identität uvm.) und macht Barrieren sichtbar, die sonst oft übersehen werden. Durch Aktionen, Workshops und Vorträge werden Studierende und Mitarbeitende informiert, gestärkt und in die Lage versetzt, Diskriminierung zu erkennen, anzusprechen und bestehende Unterstützungsmöglichkeiten zu nutzen. Der Tag bietet zudem Raum, Diversitäts-Akteur*innen zu vernetzen, bestehende Angebote sichtbarer zu machen und gemeinsam neue Ideen für eine diversitätssensiblere Hochschule zu entwickeln.
Der Deutsche Diversity-Tag (DDT) ist ein bundesweiter Aktionstag, der die Vielfalt in der Arbeitswelt sichtbar macht. Er wird seit 2012 jährlich von der Charta der Vielfalt e. V. initiiert und findet in Unternehmen und Institutionen statt. Der Tag bietet eine Plattform, um das Engagement für Diversity und eine wertschätzende, vorurteilsfreie Arbeitskultur öffentlich zu zeigen.
Vergangene Termine
Gemeinsam gegen Anti-Schwarzen Rassismus
Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Universität Siegen mit einem Thementag am bundesweiten 13. Deutschen Diversity-Tag (27. Mai). Unter dem Motto #AntiSchwarzerRassismus setzen wir ein Zeichen für Vielfalt und entwickeln gemeinsam Unterstützungsstrukturen gegen Anti-Schwarzen Rassismus an der Universität Siegen.
Hochschulen sind nicht nur Orte der Bildung, sondern auch gesellschaftliche Räume, in denen Machtverhältnisse, Diskriminierung und Ungleichheiten reproduziert oder durchbrochen werden können. Sie sind somit nicht frei von rassistischen Strukturen und Praktiken. Rassismus im Hochschulkontext äußert sich sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene - z.B. in Form von diskriminierenden Kommentaren, ungleichen Zugangsmöglichkeiten oder mangelnder Repräsentation marginalisierter Gruppen. Insbesondere Schwarze Studierende und People of Colour (BIPOC) berichten von Mikroaggressionen in Seminaren, rassistischen Zuschreibungen durch Lehrpersonal und einem ständigen Gefühl des Andersseins. Strukturell spiegelt sich Rassismus u.a. in einem eurozentrischen Curriculum, in Auswahlverfahren oder Unterrepräsentation nicht-weißer Wissenschaftler*innen in Lehre und Forschung wider. Das heißt, dass Rassismus z.B. in Verfahrensvorschriften und alltäglichen Routinen vorhanden ist, auch wenn Menschen nicht rassistisch sein bzw. handeln wollen.
Studien wie der Afrozensus 2020 oder Erhebungen der Europäischen Grundrechteagentur zeigen deutlich, dass viele Menschen mit afrikanischer Herkunft in Deutschland auch im Bildungsbereich regelmäßig Diskriminierung erfahren. Dies beeinträchtigt nicht nur das individuelle Wohlbefinden durch erhöhten Stress, Unzufriedenheit und psychische Belastungen wie Angstzustände und Depressionen, sondern auch Studienerfolg, Bildungsgerechtigkeit und wissenschaftliche Qualität. Auch Schwarze, afrikanische und afrodiasporische Lehrkräfte sind mit Rassismus konfrontiert, sowohl von Studierenden als auch im Kollegium. Diese Erfahrungen führen häufig zu Isolation und beruflicher Benachteiligung.
Genau hier setzen wir an und fragen:
Wie äußert sich Anti-Schwarzer Rassismus im Hochschulkontext? Welche Erfahrungen machen Betroffene und was kann jede*r Einzelne sowie die Institution als Ganzes tun, um ein diskriminierungssensibles Umfeld sowie rassismuskritische Strukturen zu schaffen? Welche nächsten Schritte sind im Speziellen an der Universität Siegen einzuleiten, um die erzielten Erkenntnisse in ganz konkrete Unterstützungsangebote und Maßnahmen zu überführen?
Diesen und weiteren Fragen wollen wir am Diversity Tag in einem interaktiven Format zum Schwerpunktthema #AntiSchwarzerRassismus gemeinsam nachgehen. Denn: Eine rassismuskritische Hochschule ist nicht nur gerechter - sie ist auch zukunftfähiger, innovativer und attraktiver für alle!
Mit fachlichem Input von den Expert*innen Josephine Apraku (Keynote), Dr.' Nathalie Eleyth (Uni Bochum) und Dr.' Rahab Njeri (Uni Köln), Raum für intensiven Austausch sowie konkreten Handlungsmöglichkeiten möchten wir Studierende, Lehrende und Mitarbeitende zu Reflexion und Veränderung anregen.
Die inhaltliche Ausgestaltung und Organisation des Diversity Tages übernehmen in diesem Jahr neben der Referentin für Diversity Policies hauptsächlich drei engagierte Lehrende der Universität Siegen: Marie Ofori, Jasmin Mouissi und Emmanuel Ndahayo. Sie organisierten bereits im Februar 2025 eine Kick-Off-Veranstaltung, in deren Rahmen sich interessierte Kolleg*innen und zentrale Ansprechpersonen erstmalig zum Thema austauschten. Anlässlich des Diversity Tags sollen nun alle Hochschulangehörige sowie externe Gäste für das Thema sensibilisiert werden (Programmablauf siehe unten). Da es sich um ein Weiterbildungsangebot handelt, ist es Beschäftigten der Universität nach Rücksprache mit ihren jeweiligen Vorgesetzten gestattet, an den Vorträgen während der Arbeitszeit teilzunehmen, sofern keine dienstlichen Interessen dagegensprechen.
Wir freuen uns über zahlreiche interessierte Gäste und einen gewinnbringenden Austausch!
Katharina Miketta (Referentin für Diversity Policies)
Programm
10:00: Begrüßung
10:20: Anti-Schwarzem Rassismus im Hochschulkontext begegnen (Keynote) | Josephine Apraku
11:20: Rassismuskritik an der Hochschule - Erfahrungen und Impulse | Dr.' Nathalie Eleyth | Ruhr-Universität Bochum
Kurze Pause
12:00: Afrozensus
12:30: Let's talk about Rassismuskritik im Hochschulkontext |Dr.' Rahab Njeri | Universität zu Köln
Kurze Pause
13:10: Diskussion: Wie geht's weiter an der Uni Siegen?
Die Universität Siegen erhebt ihre Stimme gegen Diskriminierung und Machtmissbrauch
Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Universität Siegen mit einer Veranstaltungsreihe am bundesweiten 12. Deutschen Diversity-Tag (28. Mai) und erhebt damit unter dem Motto #WirSindAnti ihre Stimme erneut gegen Diskriminierung und Machtmissbrauch im Hochschulkontext.
Bei der geplanten Veranstaltungsreihe handelt es sich um einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen der bereits im Jahr 2023 ins Leben gerufenen hochschulweiten Kampagne #WirSindAnti, womit sich die Universität Siegen gegen jedwede Form von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ausspricht. Während im letzten Jahr Diskriminierungserfahrungen von Studierenden mittels einer anonymen digitalen Umfrage sichtbar gemacht wurden, wird die Kampagne in diesem Jahr durch die zusätzliche Thematisierung von Machtmissbrauch im Hochschulkontext erweitert. Die Kampagne steht dabei in einem größeren Zusammenhang des Aufbaus eines systematischen Schutzes vor Diskriminierung und Machtmissbrauch an der Universität Siegen.
Machtmissbrauch an Universitäten beruht auf dem Ausnutzen strukturell gefestigter, (professoraler) Privilegien von finanzieller Sicherheit, Entscheidungsgewalt und Wissenshierarchien. Das kann viele Formen annehmen, z.B. Erniedrigungen oder Demütigung in Veranstaltungen, gezielte Überlastung von Mitarbeitenden, Mobbing, Stalking und physische, teils sexualisierte Gewalt im akademischen Setting. Eng verbunden ist Machtmissbrauch dabei mit verschiedenen Formen von Diskriminierung, weil Wissenschaft und Lehre immer noch von patriarchalen und weißen Perspektiven geprägt sind. Der Wissenschaftsbetrieb ist somit mit seinen Hierarchien, seinen prekären Arbeitsbedingungen und Abhängigkeiten besonders anfällig für Machtmissbrauch. Dies wurde unlängst deutlich durch eine vermehrte öffentlichkeitswirksame Thematisierung mehrerer Fälle von Machtmissbrauch an deutschen Hochschulen in der Presse (z.B. HU Berlin taz, Uni Erfurt taz, Uni Göttingen taz, Uni Köln FuL, Hochschule Gelsenkirchen wa, Tatort Uni ZDF). Dabei handelt es sich um ein Spektrum von Sachverhalten, die vom Verdacht auf sexuelle Nötigung über Vorwürfe von Diskriminierung bis hin zu Berichten über Aneignung von Autor*innenschaft oder Übertragung sachfremder Aufgaben reichen. Zudem zeigt sich, dass es sich bei Machtmissbrauch in der Wissenschaft nicht ausschließlich um individuelles Fehlverhalten handelt, sondern um ein systemimmanentes, strukturelles Problem. Wie diese bekannt gewordenen Fälle verdeutlichen, haben Machtmissbrauch und Diskriminierung weitreichende Auswirkungen für die Betroffenen. Die Bewältigung solcher Erfahrungen kostet Zeit und viel Kraft, wodurch sich die Benachteiligung noch verstärkt. Im worst case wird die Hochschule verlassen oder die wissenschaftliche Karriere aufgegeben.
In einer gemeinsamen Erklärung der Landesrektor*innenkonferenzen haben die Hochschulen in NRW im vergangenen Jahr auf das Thema reagiert und jegliche Form von Machtmissbrauch aufs Schärfste verurteilt. Sie verpflichten sich dazu, jedem Hinweis darauf entschlossen nachzugehen sowie entsprechende Vorfälle konsequent zu ahnden. Die Selbstverpflichtung sieht unter anderem vor, dass die Hochschulen ihre Mitglieder für das Thema sensibilisieren und Angebote schaffen, um zu informieren, zu beraten und weiterzubilden.
Genau an diesem Punkt setzt die Veranstaltungsreihe #WirSindAnti – ANTI Diskriminierung und Machtmissbrauch an. Durch insgesamt vier Vorträge einschlägiger Expert*innen auf diesem Gebiet soll der hochschulweite Diskurs eröffnet werden. Ziel ist es, alle Hochschulmitglieder für die Thematik zu sensibilisieren und eine breite Awareness zu schaffen. Nach jedem Vortrag wird es Raum für Fragen und Diskussion mit den Vortragenden geben. Was können Betroffene oder Zeug*innen in Konfliktfällen tun und an wen können sie sich wenden? Welche zusätzlichen Angebote, Beratungsstrukturen und strukturellen Veränderungen im akademischen System sind nötig? Welche Sanktionsmöglichkeiten gibt es und welche präventiven Maßnahmen können Hochschulen ergreifen, um Fälle von Diskriminierung und Machtmissbrauch zu verhindern?
Die Organisation der Diversity-Tage übernimmt in diesem Jahr neben der Referentin für Diversity Policies die Arbeitsgruppe Diversity-Kultur in der Personalentwicklung. Da es sich um ein Weiterbildungsangebot handelt, ist es Beschäftigten der Universität nach Rücksprache mit ihren jeweiligen Vorgesetzten gestattet, an den Vorträgen während der Arbeitszeit teilzunehmen, sofern keine dienstlichen Interessen dagegensprechen. Wir freuen uns über zahlreiche interessierte Gäste und einen gewinnbringenden Austausch!
Prof.‘ Dr.‘ Petra M. Vogel (Prorektorin für Nachwuchs, Diversity und Internationales), Katharina Miketta (Referentin für Diversity Policies) und die AG Diversity-Kultur in der Personalentwicklung
Hier finden Sie das Programm, die Webex-Zugänge, weiterführende Infos und die Möglichkeit zum Austausch:
Diversity-Tag 2023 zum Thema Antidiskriminierung im Hochschulkontext
(10.05.2023) Ab dem 23. Mai ist es wieder so weit. Die Universität Siegen zeigt auch im Jahr 2023 Flagge für Vielfalt und beteiligt sich am 11. Deutschen Diversity-Tag.
Mit der Kampagne #WirSindAnti – ANTI-Diskriminierung trägt die Universität Siegen in diesem Jahr dazu bei, für das Thema (Anti-)Diskriminierung im Hochschulkontext zu sensibilisieren sowie ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu setzen.
Die Kampagne, durch welche Diskriminierungserfahrungen von Studierenden sichtbar gemacht und vermittelt werden sollen, steht dabei in einem größeren Zusammenhang des Aufbaus eines systematischen Diskriminierungsschutzes sowie der Förderung und Herstellung von Chancengerechtigkeit. Die Umsetzung übernimmt in diesem Jahr neben der Referentin für Diversity Policies die Arbeitsgruppe Diversity in Studium und Lehre mit tatkräftiger Unterstützung der Stabsstelle Presse, Kommunikation und Medien sowie des Walter-Krämer AStA der Uni Siegen.
„Die Studierendenbefragung in Deutschland“, eine Kooperation der Arbeitsgruppe Hochschulforschung der Universität Konstanz mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und dem Deutschen Studierendenwerk (DSW), kommt zu dem Ergebnis, dass Hochschulen keine diskriminierungsfreien Orte sind. Etwa ein Viertel der befragten Studierenden gaben an, im Rahmen des Studiums schon einmal selbst Diskriminierung erfahren zu haben, und fast die Hälfte hat Diskriminierung anderer beobachtet (vgl. DZHW BRIEF 2022). Die Studie zeigt ebenfalls, dass Diskriminierung große Auswirkung auf die Studienzufriedenheit hat: Je mehr herabsetzende Erlebnisse die Studierenden gemacht haben, desto weniger zufrieden sind sie mit der Atmosphäre in ihrem Studiengang – insbesondere im Gegensatz zu Studierenden ohne Diskriminierungserfahrung. Zudem sind sie deutlich stärker gestresst, was wiederum zu psychischen Beeinträchtigungen führen kann.
Für die Umsetzung eines effektiven Diskriminierungsschutzes und den Aufbau bedarfsgerechter Angebote und Beratungsstrukturen ist es in einem ersten Schritt notwendig zu eruieren, welche Erfahrungen Studierende diesbezüglich im universitären Alltag machen. „Nur durch die Sichtbarmachung und die anschließende Vermittlung haben wir die Chance, für die Thematik zu sensibilisieren und daran zu arbeiten, die Situation in Zukunft zu verbessern“, so Katharina Miketta, Referentin für Diversity Policies.
Genau an diesem Punkt setzt die Anti-Diskriminierungskampagne #WirSindAnti an und startet am 23. Mai mit der Versendung des digitalen Fragenkatalogs zur anonymen Erhebung von Diskriminierungserfahrungen Studierender über den studentischen Postverteiler der Universität. „Vier Wochen haben die Studierenden dann Zeit, uns anonym von erlebten Situationen und Erfahrungen zu berichten, in denen sie sich im Studienalltag bereits diskriminiert oder ungleichwertig behandelt gefühlt haben“, erläutert Miketta. „Wir hoffen sehr, dass unsere Studierenden uns einen Einblick in diese Blackbox gewähren, denn bisher wissen wir noch viel zu wenig über konkrete Diskriminierungserfahrungen.“ Die AG Diversity in Studium und Lehre, der sowohl Lehrende & Mitarbeiter*innen aus dem Wissenschaftsmanagement als auch Studierende angehören, wertet die Umfrage im Anschluss an den Befragungszeitraum aus und bereitet die Erfahrungsberichte in verallgemeinerter Form so auf, dass sie der Hochschulöffentlichkeit ohne Rückschlüsse auf konkrete Personen präsentiert werden können.
Diversity-Tag & IDAHOBIT* 2022
(11.02.2022) Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt zeigt die Universität Siegen erneut #FlaggeFürVielfalt und beteiligt sich mit einem Programm zum Schwerpunktthema Geschlechtliche Vielfalt am 10. bundesweiten Diversity-Tag (31. Mai). Gleichzeitig leistet die Uni Siegen hiermit ihren Beitrag zum IDAHOBIT*, der jährlich am 17.5. begangen wird.
Grußwort
Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt und als zertifizierte diversitätsgerechte Hochschule zeigt die Universität Siegen erneut #FlaggeFürVielfalt und beteiligt sich mit einem Programm zum Schwerpunktthema Geschlechtliche Vielfalt am 10. bundesweiten Diversity-Tag (31. Mai). Gleichzeitig leistet die Uni Siegen hiermit ihren Beitrag zum Internationalen Tag gegen Inter-, Homo-, Bi- und Transphobie (kurz: IDAHOBIT*), der jährlich am 17. Mai begangen wird.
Ziel des diesjährigen Programms ist es, unter dem Motto #TINklUSiv - Trans*, Inter*, Non-Binary das Thema Gender Diversity im Hochschulkontext sichtbarer zu machen, zu stärken und für die Bedarfe von Betroffenen zu sensibilisieren. Ausgehend vom Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 10. Oktober 2017 wurde in Deutschland zum 18. Dezember 2018 das Personenstandsgesetz (PStG) geändert. Es gibt somit nun vier Optionen zur Erfassung des Geschlechts: männlich, weiblich, divers, keine Eintragung. Der Beschluss des BVerfG stärkt das Recht auf Schutz der geschlechtlichen Selbstbestimmung und ist daher auch für trans* Personen und Menschen, die sich als nicht-binär identifizieren, wegweisend. Geschlechtervielfalt ist Realität an und in Hochschulen. Als öffentlich-rechtliche Organisationen tragen Hochschulen die gleichstellungs- und diversitätspolitische Verantwortung, Bedingungen zu schaffen, die es allen ihren Angehörigen ermöglichen, möglichst diskriminierungsfrei zu arbeiten, zu studieren und miteinander zu interagieren (vgl. Handlungsempfehlungen der BuKoF 2022, S. 1).
An der Universität Siegen nimmt sich die im Jahr 2020 gegründete AG Geschlechtliche Vielfalt genau dieser Aufgabe des Abbaus von diskriminierenden Strukturen sowie der Stärkung von Chancengleichheit an und konnte Anfang des Jahres mit der Einrichtung einer ersten Unisex-Toilette im Erdgeschoss des NA-Gebäudes (neben dem Senatssaal) am Campus Adolf-Reichwein-Str. einen ersten kleinen Erfolg verzeichnen. Seitdem wurden auch an vielen weiteren Campus-Standorten Toiletten für Alle eingerichtet (H-B 6420; PB-A 003_004; ENC-A 092; US-D 084). Über den Bereich bauliche Infrastruktur hinaus ist die Arbeitsgruppe mit der Entwicklung von konkreten Maßnahmen in den Bereichen Name & Geschlechtseintrag, Geschlechtseintrag in digitalen Erfassungssystemen sowie Sprache & Ansprache befasst.
Im vorliegenden Programm finden Sie spannende Angebote, die die AG Geschlechtliche Vielfalt für Sie zusammengestellt hat. Die Aktionen richten sich generell an alle interessierten Hochschulmitglieder sowie z.T. auch an Bürger*innen der Region und externe Gäste. Beschäftigten der Universität ist es bei Interesse nach Rücksprache mit ihren jeweiligen Vorgesetzten gestattet, an Angeboten während der Arbeitszeit teilzunehmen, sofern keine dienstlichen Interessen dagegensprechen.
Die Verbindung aus Diversity-Tag und IDAHOBIT* wird in diesem Jahr neben der Referentin für Diversity Policies von der bereits erwähnten AG Geschlechtliche Vielfalt organisiert und vom Gleichstellungsbüro, dem Gestu_S , dem Graduiertenkolleg Folgen sozialer Hilfen, dem AStA und queer@uni finanziell unterstützt.
Wir freuen uns auf zahlreiche, vielfältige und interessierte Gäste und einen interessanten Austausch!
Prof. Dr. Alexandra Nonnenmacher (Prorektorin für Bildung), Katharina Miketta (Referentin für Diversity Policies) und die AG Geschlechtliche Vielfalt
Programm:
Dienstag, 31. Mai
Geschlechtliche Vielfalt an der Universität – Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen
Ein Vortrag für die Hochschulöffentlichkeit und interessierte Bürger*innen von Né Fink
Termin: 31.05.2022, 18:00 - 19:30 Uhr s.t. Ort: Online via Zoom – Anmelden können Sie sich HIER!
In diesem Online-Vortrag werden Begriffe, die oft in Zusammenhang mit geschlechtlicher Vielfalt auftauchen, wie inter*, trans*, divers und abinär erklärt. Welche Erfahrungen machen eigentlich trans* und abinäre Personen im Kontext Hochschule? Was für Herausforderungen und Chancen ergeben sich durch geschlechtliche Vielfalt? Neben diesen Fragen wird es im Vortrag auch darum gehen, welche strukturellen Bedingungen die Diskriminierung von trans* und abinären Studierenden verstärken oder abschwächen und wie in persönlichen Begegnungen im universitären Alltag (Schriftverkehr, persönlicher Kontakt, Lehre) ein selbstverständlicher Umgang mit dem Thema geschlechtliche Vielfalt möglich ist. Am Ende des Vortrags wird es Zeit für Austausch und Fragen geben.
Referent: Né Fink ist systemischer Berater und als Trainer für geschlechtliche Vielfalt selbständig. Xe (Pronomen) hat zwei Jahre lang das Projekt „Unterstützung von trans* Studierenden“ an der Georg-August-Universität Göttingen koordiniert. Durch Beratungsgespräche mit Studierenden und Consultinggesprächen mit Angestellten verschiedener Universitäten hat xe Einblicke in die Situation von vielen trans* und abinären Studierenden und Mitarbeiter*innen, sowie die alltäglichen Probleme in deren Alltag an der Hochschule bekommen. Ehrenamtlich engagiert sich Né Fink in der Trans*- und Angehörigen-Beratung.
Donnerstag, 02. Juni
„Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund“
Eine Lesung von Jayrôme C. Robinet für alle interessierten Hochschulangehörigen und Bürger*innen der Region
Termin: 02.06.2022 16:00 – 18:00 Uhr s.t. Ort: Online via Zoom – Anmelden können Sie sich HIER!
Was macht eine Frau zu einer Frau, einen Mann zu einem Mann? Nach einer Geschlechtsangleichung hat Jayrôme C. Robinet den direkten Vergleich. Mit Witz und Leichtigkeit erzählt er seine persönliche Geschichte und zeigt, wie sehr unser Verhalten von Vorurteilen geprägt ist – aufrüttelnd, ehrlich, hochpolitisch. Jayrôme hat früher als weiße Französin gelebt. Dann zieht er nach Berlin, beginnt Testosteron zu nehmen und erlebt eine zweite Pubertät. Ihm wächst ein dunkler Bart – und plötzlich wird er auf der Straße auf Arabisch angesprochen. Ob im Café, in der Umkleide oder bei der Passkontrolle, er merkt, dass sich nicht nur seine Identität, sondern vor allem das Verhalten seiner Umwelt ihm gegenüber radikal geändert hat. Er kann vergleichen: Wie werde ich als Mann, wie als Frau behandelt? Und was bedeutet es, wenn sich nicht nur das Geschlecht ändert, sondern augenscheinlich auch Herkunft
und Alter? Mitreißend erzählt er von seinem queeren Alltag und deckt auf, wie irrsinnig gesellschaftliche Wahrnehmungen und Zuordnungen oft sind.
Autor: Jayrôme C. Robinet, geboren 1977 in Frankreich, ist Lyriker, Spoken-Word-Künstler und Übersetzer. Zuletzt erschien von ihm Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht (2015). Jayrôme C. Robinet wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Er unterrichtet an der Alice Salomon Hochschule und lebt in Berlin.
Freitag, 03. Juni
„Geschlechtliche Vielfalt im Arbeitsalltag – praxisnah vermittelt“
Ein Workshop für Mitarbeiter*innen in Wissenschaft sowie in Technik und Verwaltung
Der Workshop ist mit 4 Arbeitseinheiten anrechenbar auf das Zertifikatsprogramm „Professionelle Lehr-kompetenz für die Hochschullehre“ (Basismodul).
Termin: 03.06.2022, 09:00 - 13:00 Uhr s.t. Ort: Online via Zoom – Bitte melden Sie sich bis zum 20. Mai verbindlich an unter: diversity@uni-siegen.de Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig vor Workshopbeginn.
Geschlechtliche Vielfalt wird auch an den Hochschulen immer sichtbarer. Studierende und Lehrende outen sich als trans* oder inter*, nutzen Neo-Pronomen, machen eine soziale, rechtliche oder/und medizinische Transition. Geschlechtliche Vielfalt, unter anderem die sprachliche Inklusion (Anrede, Formulare) dieser im Arbeitsalltag, wird jedoch noch oft als Herausforderung erlebt. Wie können Mitarbeitende in Wissenschaft und Verwaltung geschlechtliche Vielfalt in ihrem Arbeitsalltag mitdenken? Was braucht es, um das Thema als Querschnitt im Arbeitsalltag zu integrieren? In diesem digitalen Workshop werden Grundlagen zum Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt vermittelt und Unsicherheiten diesbezüglich geklärt. Begriffe, die oft im Zusammenhang mit geschlechtlicher Diversität auftauchen (u.a. inter*, trans*, non-binary) werden definiert. Der Trainer führt beispielhaft in die Lebensrealitäten sogenannter geschlechtlicher Minderheiten ein und gibt praktische Tipps für einen respektvollen, unbefangenen Umgang im Arbeitsalltag.
Arbeitsformen: Impulsvorträge; Aufstellungen; Einzel- und Gruppenarbeit; Diskussion; Übungen
Trainer: Né Fink ist als Trainer und Berater im Bereich geschlechtliche Vielfalt tätig. Xe (Pronomen) hat zwei Jahre das Pilotprojekt „Unterstützung von trans* Studierenden“ an der Universität Göttingen koordiniert. Né Fink hat einen Master in „Gender and Ethnicity“ und ist systemischer Berater. Xe hat zudem langjährige Erfahrung in der Trans*- und Angehörigen-Beratung.
Haben sie Fragen, benötigen Sie Hilfe oder Unterstützung, um an den Angeboten teilnehmen zu können? Dann melden Sie sich im Vorfeld gern unter: diversity@uni-siegen.de
Hinweis Datenschutz
Wir weisen Sie darauf hin, dass keine Fotos von den digitalen Angeboten gemacht werden dürfen! Materialien werden auf Rückfrage ausschließlich von den Veranstaltenden selbst weitergegeben. Bitte beachten Sie zudem den Code of Conduct für digitale Veranstaltungen an der Universität Siegen!
#TINklUSiv Trans*, Inter*, Non-Binary - Gender Diversity at the University of Siegen (Download Flyer EN)
Digitale Diversity-Woche 2021 #SeeTheUnseen (17. bis 21. Mai)
(24.02.2021) Hier finden Sie das Programm mit zahlreichen Aktionen der Digitalen Diversity-Woche #SeeTheUnseen - Psychische Gesundheit in Studium, Lehre und Arbeitsalltag an der (digitalen) Universität Siegen. Gerahmt wird die Diversity-Woche durch eine uniweite Challenge (siehe separate Ausschreibung). Have fun!
Grußwort
Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt zeigt die Universität Siegen – der Corona-Pandemie zum Trotz − auch im Jahr 2021 erneut #FlaggeFürVielfalt und beteiligt sich mit einem vielfältigen digitalen Programm am 9. bundesweiten Diversity-Tag.
Unter dem Motto #SeeTheUnseen wird über eine Woche hinweg durch vielfältige Aktionen zum Thema Psychische Gesundheit im virtuellen Raum gemeinsam das Unsichtbare sichtbar gemacht.
Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung von Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und sozialer Teilhabe. Beeinträchtigungen des psychischen Wohlbefindens sind für Außenstehende zumeist unsichtbar und werden nach wie vor stark tabuisiert. Dabei bilden psychische Erkrankungen gemäß der Studie beeinträchtigt studieren – best 2 des Deutschen Studentenwerks mit 53 % sogar die größte Gruppe unter den gesundheitlich beeinträchtigten Studierenden. Zudem ist die Zahl der Krankmeldungen aufgrund von psychischen Problemen in den letzten Jahren stark angestiegen. Sie stellen mittlerweile die dritthäufigste Ursache für krankheitsbedingte Ausfälle am Arbeitsplatz dar. Nicht selten entstehen psychische Beeinträchtigungen sogar durch Stress, Leistungsdruck oder Versagensängste im Studium oder am Arbeitsplatz − insbesondere unter den für alle Menschen neuartigen Bedingungen der Corona-Pandemie. Die damit einhergehenden Herausforderungen wie z.B. Isolation und Einsamkeit, familiärer Stress und Überforderung aufgrund von Vereinbarkeitsproblematiken verursacht durch gleichzeitig zu leistendem Homeoffice, Homeschooling und Care-Arbeit, Existenz- & Zukunftsängste sowie die Sorge um die eigene Gesundheit sowie um die nahestehender Personen stellen Geist und Seele auf eine harte, in der Form noch nie da gewesene Belastungsprobe. All dies ist Grund genug, sich dem facettenreichen Thema Psychische Gesundheit im Rahmen der diesjährigen Diversity-Woche verstärkt zuzuwenden, um damit einen Beitrag dazu zu leisten, das Unsichtbare sichtbar zu machen.
Im vorliegenden Programm finden Sie zahlreiche digitale Angebote, Workshops, Trainings und Vorträge. Die Aktionen richten sich generell an alle interessierten Hochschulmitglieder sowie teilweise auch an Bürger*innen der Region und externe Gäste. Beschäftigten der Universität ist es bei Interesse nach Rücksprache mit ihren jeweiligen Vorgesetzten
gestattet, an einzelnen Angeboten während der Arbeitszeit teilzunehmen, sofern keine dienstlichen Interessen dagegensprechen.
Wir freuen uns auf zahlreiche, vielfältige und interessierte Gäste und wünschen Ihnen viel Spaß, Abwechslung vom Alltag und Entspannung!
Gez. Prof. Dr. Alexandra Nonnenmacher (Prorektorin für Bildung), Katharina Miketta (Referentin für Diversity Policies) und das Orga-Team der Diversity-Woche 2021
Programm
Montag, 17. Mai IDAHOBIT* 2021
Den Auftakt in die diesjährige Diversity-Woche bildet der IDAHOBIT*. Diese Abkürzung steht für den International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia. Das Sternchen markiert an dieser Stelle alle von Diskriminierung betroffenen, geschlechtlich marginalisierten Personen, die sich nicht dezidiert zu den genannten Personengruppen zugehörig fühlen. Der IDAHOBIT* wird jedes Jahr am 17. Mai begangen und thematisiert die Diskriminierung, denen Menschen täglich und weltweit ausgesetzt sind, deren Geschlechtsidentität vom binären System abweicht oder deren sexuelle Orientierung nicht der Heteronormativität entspricht. Auch diese Prozesse der Stigmatisierung verlaufen häufig für Dritte unsichtbar und beeinträchtigen die (psychische) Gesundheit der von Ausgrenzungserfahrungen Betroffenen. Behalten Sie die Gleichstellungs-Website im Auge, um zu erfahren, welche Informationen wir rund um den Aktionstag für Interessierte bereistellen, um für mehr Sichtbarkeit der Thematik zu sorgen!
Dienstag, 18. Mai
Gelassen bleiben trotz Stress - Effektive Stressbewältigung im Lehralltag mit Fokus auf Zeit- und Aufgabenmanagement
In diesem praxisorientierten Workshop des Zentrums zur Förderung der Hochschullehre, durchgeführt von Dr. Peggy Fischer, lernen Lehrende durch einen bewussten Umgang mit der verfügbaren Zeit dem alltäglichen Stress zu begegnen. Zudem lernen Sie neben hilfreichen Tools und Techniken der Selbstorganisation auch ausgleichende Methoden zur psychischen Entspannung kennen. Motto: "Work smarter, not harder!"
Zeit: Dienstag, 18.05. und Mittwoch, 19.05.2021 jeweils 09:00 Uhr zzgl. optionaler Lehrberatung Termin n.V.
Ort: ONLINE (Zugangsdaten werden nach anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben)
Es stehen max. 12 Plätze zur Verfügung Bitte melden Sie sich bis zum 17.05. verbindlich an unter: hochschuldidaktik@zfh.uni-siegen.de
Achtsamkeitsworkshop - Wissenschaftliches Schreiben
Lösen Schreibaufgaben im Rahmen Ihres Studiums (z.B. Hausarbeit, Forschungsbericht oder Abschlussarbeit) bei Ihnen Unbehagen und Hemmungen aus? Fühlen Sie sich bereits bei dem Gedanken daran, einen längeren wissenschaftlichen Text zu schreiben, hilflos und überfordert? Vielleicht hat sich dies angesichts des Arbeitens im Homeoffice als Folge der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch verschärft? Egal, ob Sie noch am Anfang Ihres Studiums stehen oder Sie sich bereits mitten in Ihrer Abschlussarbeit befinden: Sonja Sälzer und Ute Reimers (Lehrende der Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt Schreibberatung) möchten in diesem Workshop mit Ihnen zusammen das wissenschaftliche Schreiben durch konkrete Achtsamkeitsübungen entmystifizieren. Die neu gewonnenen Erkenntnisse und Übungen aus diesem Workshop können Sie dann auch in zukünftigen Situationen strategisch einsetzen und einer neuen Schreibaufgabe endlich mit mehr Zuversicht und Selbstbewusstsein begegnen.
Zeit: Dienstag 18.05. 09:00 - 10:30 Uhr
Ort: ONLINE (Zugangsdaten werden nach Anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben) Bitte melden sie sich bis zum 11.5 verbindlich an unter: reimers@anglistik.uni-siegen.de
Psychisches Gleichgewicht in Beruf und Alltag
Psychische Belastungsfaktoren resultieren meist aus vier möglichen Quellen am Arbeitsplatz: der Arbeitsaufgabe, der Arbeitsorganisation, der Arbeitsumgebung und den sozialen Beziehungen.
Der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Universität Siegen berät Sie als Beschäftigte in individuell vereinbarten Einzelgesprächen gerne zu speziellen Maßnahmen, die helfen, den psychischen Belastungen im Beruf und Alltag entgegenzuwirken und Ihre Resilienz dauerhaft zu stärken.
Zeit: Dienstag, 18.5. 10:00 - 13:00 Uhr
Ort: ONLINE (Zugangsdaten werden nach Anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben) Bitte melden Sie sich bis zum 14.05. verbindlich an unter: sabine.troester-mueller@zv.uni-siegen.de
Psychisch fit durchs Grundschullehramt
Als neuer Lebensabschnitt bringt das Studium vom Immatrikulieren bis zur bestandenen Masterarbeit viele Herausforderungen mit sich, die nicht immer spielend leicht gemeistert werden können. Als OASE-Lernwerkstatt wollen wir über das gesamte Studium hinweg − insbesondere auch während der belastenden Zeit der Corona-Pandemie − unterstützend und beratend verfügbar sein und werden an diesem Tag digital unsere Türen öffnen. Fühlt Euch herzlich eingeladen unsere studienbegleitenden und -unterstützenden Angebote sowie uns als Team kennenzulernen. Wir freuen uns!
Zeit: Dienstag, 18.05. 13:00 - 15:30 Uhr Ort: ONLINE Die Zugangsdaten sind auf unserer Homepage einsehbar: https://www.bildung.uni-siegen.de/grundschule/oase/
Selbstregulation im Homeoffice
Während der Corona-Krise finden Arbeit und Studium für viele vornehmlich im Homeoffice statt. Zeitgleich sind Freizeitmöglichkeiten stark eingeschränkt. In diesem Fachvortrag von Prof.‘ Dr.‘ Marie Hennecke geht es um die Frage, wie damit umzugehen ist, dass dadurch immer mehr die Grenzen zwischen Pflichterfüllung in Arbeit, Studium und Freizeit verschwimmen und es zunehmend schwerer fällt, die eigene Freizeit genussvoll zu gestalten und zu erleben.
Prof.‘ Dr.‘ Alexandra Nonnenmacher, Prorektorin für Bildung, wird im Rahmen dieses psychologischen Fachvortrags die Diversity-Woche 2021 offiziell mit einem Grußwort des Rektorats eröffnen.
Zeit: Dienstag, 18.05. Beginn 18 Uhr s.t.
Ort: ONLINE (Zugangsdaten werden nach Anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben) Für die Anmeldung klicken Sie bitte bis zum 14.5. hier: LINK Registrierung! Sie erhalten dann in Kürze die Zugangsdaten.
Mittwoch, 19. Mai
Entspannung - Wie geht das?
Stress kennt und erlebt jede*r. Nimmt er jedoch Überhand, macht er krank. Ein probates Gegenmittel lautet Entspannung. Leider ist dieser Begriff in unserer modernen Welt häufig ein Fremdwort geworden oder wird als die Zeit vor dem Fernseher fehlinterpretiert. Das Gute ist: Aktive Entspannung kann man erlernen und sie hilft, in stressigen Situationen gelassener zu bleiben und körperlich-emotionale Erregung abzubauen.
Sie bekommen bei diesem Kurzvortrag von Alexandra Ragaller (Zentrale Betriebseinheit Sport und Bewegung) & Micha Sommer (Kreissportbund Siegen-Wittgenstein) einen Überblick über die Entstehung und Wirkung von Stress und erfahren, wie Sie durch Entspannungsübungen stressresistenter werden können. Wenn Sie möchten, können Sie direkt im Anschluss ein Entspannungsverfahren ausprobieren. Melden Sie sich in diesem Fall auch für den PMR-Workshop an.
Zeit: Mittwoch, 19.05.2021 10:15 - 10:45 Uhr
Ort: ONLINE (Zugangsdaten werden nach Anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben) Bitte melden Sie sich bis zum 18.05. verbindlich an unter: https://buchung.sport.uni-siegen.de/angebote/SoSe_2021/_Entspannung_-_Wie_geht_das_.html
Einstieg in die Progressive Muskelentspannung (PMR)
Die Progressive Muskelrelaxation (PMR) ist ein von den Krankenkassen anerkanntes Verfahren zur Entspannung und Stressreduktion. In diesem Workshop erhalten Sie von Alexandra Ragaller (Zentrale Betriebseinheit Sport und Bewegung) & Micha Sommer (Kreissportbund Siegen-Wittgenstein) zunächst einen kurzen Überblick, was PMR ist und wie es eingesetzt wird. Im Anschluss werden wir gemeinsam mit allen Teilnehmer*innen eine erste Einheit zur Progressiven Muskelrelaxation durchführen.
Sie benötigen: Einen weichen Untergrund oder eine Matte; ein Kissen oder Handtuch, das Sie unter Ihren Kopf legen können; und wenn Sie leicht frieren auch eine leichte Wolldecke.
Zeit: Mittwoch, 19.05.2021 11:00 - 11:45 Uhr
Ort: ONLINE max. 40 Teilnehmer*innen (Zugangsdaten werden nach Anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben) Bitte melden Sie sich bis zum 18.05. verbindlich an unter: https://buchung.sport.uni-siegen.de/angebote/SoSe_2021/_Einstieg_in_die_Progressive_Muskelrelaxation__PMR_.html
Digitales Museum zum Thema Psychische Gesundheit
Was haben Gleichstellung und Inklusion mit psychischer Gesundheit zu tun? Welche Angebote gibt es an der Uni Siegen? Und wie wirken sich Homeoffice und Lockdown auf den universitären Alltag von Menschen mit Behinderung, chronisch kranken Personen, geschlechtlich Marginalisierten und Familien aus? Das Gleichstellungsbüro, das Familienservicebüro, FraMeS und das Servicebüro Inklusive Uni Siegen gehen diesen Fragen in Form eines virtuellen Museums nach, das ganztägig und zeitunabhängig besucht werden kann. Zudem findet von 12 bis 14 Uhr ein offener Austausch über das Gesehene statt, in dessen Rahmen Interessierte den Akteur*innen all ihre Fragen stellen können.
Zeit: Mittwoch, 19.05.2021, offener Austausch von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Ort: Online (Zugangsdaten werden nach Anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben) Bitte melden Sie sich bis zum 16. Mai verbindlich an unter projekte.gleichstellung@uni-siegen.de
Donnerstag, 20. Mai
Psychische Gesundheit in der "Corontäne"
Das Onlinesemester stellt uns alle vor eine ungewohnte Situation. Psychische Krisen können entstehen, wenn die eigene Handlungsfähigkeit − wie z.B. im Lockdown − stark eingeschränkt ist. In diesem Workshop werden Frau Dipl. Psychologin Emine Selvi von der psychologischen Beratung und Dr. Sonja Weber-Menges vom Servicebüro Inklusive Universität Siegen mit Ihnen gemeinsam die unterschiedlichen Belastungen besprechen. Um diese zu verstehen, wird Frau Dipl. Psychologin Selvi ein psychologisches Konzept darstellen. Wir werden auf Stress-Bewältigung, Selbst- und Zeitmanagement zu sprechen kommen, da diese Kompetenzen und Fähigkeiten angesichts der aktuellen Lage besonders bedeutsam sind. Außerdem erhalten Sie 10 Strategien mit Übungen zur Bewältigung Ihres Alltags und des Studiums in diesen „Corona- Zeiten“ an die Hand.
Zeit: Donnerstag, 20.05. 10:00 - 12:00 Uhr
Ort: ONLINE (Zugangsdaten werden nach Anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben) Bitte melden Sie sich bis zum 14.5. verbindlich an unter: service-inklusion@uni-siegen.de
Studieren mit psychischen Belastungen an der Uni Siegen
Wie sieht es aus mit Wertschätzung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen an unserer Hochschule? Finden sie hier ein Umfeld vor, in dem sie gleichberechtigt mit anderen ohne Barrieren studieren können? In der Veranstaltung von Prof. Dr. Albrecht Rohrmann (Sozialpädagogik) geht es um die Anforderung an und die Erfahrung mit Inklusion in der Hochschule auf der Grundlage von fachlichen Inputs und Erfahrungsberichten von Studierenden.
Zeit: Donnerstag, 20.05. 14:00 - 16:00 Uhr
Ort: ONLINE (Zugangsdaten werden nach Anmeldung kurz vor der Veranstaltung bekannt gegeben) Bitte melden Sie sich bis zum 18.5. verbindlich an unter: https://umfragen.uni-siegen.de/index.php/215944?lang=de
Freitag, 21. Mai
"Alles wird gut! Lösungswege für den Umgang mit Belastungen in der Promotionsphase"
Die Zeit der Promotion ist gekennzeichnet durch hohe Arbeitsanforderungen mit unkonkreten Handlungsanweisungen und einer unsicheren Zukunftsplanung. Der Workshop des House of Young Talents – durchgeführt von Michaela Klucken − klärt über Stressoren auf und gibt Methoden an die Hand, die Ihr Stressniveau senken und die Zeit der Promotion erleichtern werden.
Zeit: Freitag, 21.05. 10:00 - 14:00 Uhr
Ort: ONLINE (Zugangsdaten werden nach Anmeldung von den Veranstaltenden bekannt gegeben)
Es stehen 15 Plätze zur Verfügung. bitte melden Sie sich bei Interesse möglichst frühzeitig verbindlich an unter: www.uni-siegen.de/hyt/anmeldung/
Haben sie Fragen, benötigen Sie Hilfe oder Unterstützung, um an den Angeboten teilnehmen zu können? Dann melden Sie sich im Vorfeld unter: diversity@uni-siegen.de
Rahmenprogramm
Gerahmt wird die Diversity-Woche durch eine uniweite Challenge (siehe separate Ausschreibung)
Hinweis Datenschutz:
Wir weisen Sie darauf hin, dass keine Fotos von den digitalen Angeboten gemacht werden dürfen! Materialien werden auf Rückfrage ausschließlich von den Veranstaltenden selbst weitergegeben. Bitte beachten Sie zudem den von den Veranstalter*innen versendeten Code of Conduct für digitale Veranstaltungen im Rahmen der Diversity-Woche 2021!
Diversity-Tag 2019 an der Universität Siegen #WirSindAnti
(24.07.2019) Die Universität Siegen feierte am 28. Mai den deutschlandweiten Diversity-Tag. Im Mittelpunkt stand das Thema Anti-Diskriminierung.
Was haben die Psychologische Beratung der Uni Siegen, die Rechtsberatung für Geflüchtete und die Gruppe Arbeiterkind.de gemeinsam? Sie alle stehen für Vielfalt und kämpfen für Chancengerechtigkeit und ein respektvolles Miteinander. Zusammen mit weiteren studentischen Initiativen und universitären Einrichtungen feierten sie am Dienstag, 28. Mai, den 7. Deutschen Diversity-Tag. Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt zeigte die Universität Siegen beim bundesweiten Aktionstag einmal mehr „Flagge für Vielfalt“. Unter dem Motto #WirSindAnti veranstaltete die Uni in der Haardter-Berg-Schule einen Vielfalts-Markt der Möglichkeiten rund um das Schwerpunktthema „Anti-Diskriminierung“. „Ich freue mich, dass sich so viele Beschäftigte aus der Universität und anderen Institutionen so aktiv am Diversity-Tag beteiligt haben und auf diesem Weg zum Ausdruck bringen, dass ihnen dieses Thema besonders wichtig ist“, sagte Ulf Richter, Kanzler der Uni Siegen. „Die grundgesetzlich verbürgte Freiheit von Forschung und Lehre verpflichtet uns als Universität, Diskriminierungen jeder Art entschieden entgegen zu treten.“
Die Themenpalette der mehr als 20 Stände war breit gefächert. „Wir kämpfen für mehr Chancengleichheit für Studierende“, erklärte Elisa Knitsch, Studentin und Mitglied bei Arbeiterkind.de. Wer als erstes in der Familie studiere, habe es nicht immer leicht. Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um über Themen wie Studienfinanzierung und Studienwahl zu reden und um sich über ihre Geschichten und Erfahrungen auszutauschen. Beim Diversity-Tag spielten sie mit den BesucherInnen das Rollenspiel „Spiel des Lebens“. Damit zeigten sie, wie sehr persönliche Startvoraussetzungen – zum Beispiel der Beruf der Eltern oder die Herkunft und Hautfarbe – den Lebensweg beeinflussen können.
Am Stand der Refugee Law Clinic informierten die Studentinnen Swantje Liesendahl und Signe Kessler über ein recht junges Angebot: Studierende aus allen Fachdisziplinen beraten Geflüchtete bei rechtlichen Fragen und unterstützen bei Behördengängen und Vertragsabschlüssen. Studierende aus den Sprachwissenschaften helfen zum Beispiel bei Übersetzungen, Studierende aus dem Wirtschaftsrecht übernehmen vertragliche Angelegenheiten.
Gemeinsam mit dem Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Uni Siegen stellte sich „Engagement Global“ als Anlaufstelle für die Vielfalt des entwicklungspolitischen Engagements vor. Das Unternehmen fungiert als Ansprechpartnerin für Studierende, die sich weltweit engagieren wollen und gestaltet gemeinsam Projekte mit der Stadt Siegen und der Universität Siegen.
Das Servicebüro Inklusive Uni und die Psychologische Beratung der Uni teilten sich einen Stand. Sie starteten eine sogenannte stumme Diskussion rund um das Thema psychische Krankheiten. Welche Erfahrung haben Sie mit psychischen Krankheiten gemacht? Welche Vorurteile haben Sie und wie sähe eine Welt ohne Stigmatisierung aus? BesucherInnen des Diversity-Tags konnten ihre Antworten und Meinungen als Post-Its an eine Wand kleben.
Das Gleichstellungs- und Familienservicebüro informierte zum Thema Lohnlücke, der Verein Schlau Siegen berichtete über seine Aufklärungsarbeit zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Auch das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein und die Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung vom Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen nahmen teil. „Ich bin begeistert von der Vielfalt der Angebote beim Diversity-Tag“, sagte Professorin Dr. Dagmar Abendroth-Timmer, Rektoratsbeauftragte für das Ressort Bildungswege und Diversity. „Es ist toll zu sehen, wie die Besucher*innen unsere Angebote kennenlernen, wie sich aber auch die verschiedenen Player innerhalb und außerhalb der Uni beim Diversity-Tag vernetzen können.“
Besucher*innen des Diversity-Tags konnten mittels eines Fragebogens anonym von eigenen Diskriminierungserfahrungen berichten und Wünsche äußern, wie die Hochschule damit umgehen sollte. „Es gibt Diskriminierung an der Uni – das wissen wir“, sagte Katharina Miketta, Referentin im Prorektorat für Bildungswege
und Diversity, Organisatorin des Diversity-Tags. „Durch die Fragebögen möchten wir herausfinden, wie genau diese Diskriminierung aussieht, wo und durch wen sie auftritt und wer betroffen ist. Ziel ist es, anhand der gesammelten Erfahrungen Wege zu finden, Betroffene zu unterstützen, aber vor allem jegliche Art von Diskriminierung schon im Vorfeld zu unterbinden.“
Unter dem Motto „Die Uni is(s)t bunt!“ gab es in der Mensa des Studierendenwerks Siegen drei Lieblingsgerichte von Mensa-MitarbeiterInnen mit internationalem Background. Am Abend präsentierte „Panoptikum – das studentische Kino“ im blauen Hörsaal die Oscar-gekrönte Kriminalkomödie BlacKkKlansman (US 2018).