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Alte Geschichte

Historisches Seminar

Die Alte Geschichte befasst sich mit der griechischen und römischen Antike und spannt einen chronologischen Bogen vom 2. Jahrtausend vor Christus bis in die Mitte des 1. Jahrtausends nach Christus. Griechische und römische Expansionsunternehmen beschränkten sich nicht auf den Mittelmeerraum, so dass die geographische Spanne des Untersuchungsgebietes vom Indus bis nach Irland reicht. Die thematische Vielfalt ist beträchtlich: vom Troiamythos bis zu den christlichen Heiligenlegenden; von der griechischen Tyrannis über die athenische Demokratie zu Alexander dem Großen; von der römischen Republik über Caesar zu den römischen Kaisern; Staatsmodelle bei Platon, Cicero und Augustinus - und nicht zuletzt eine facettenreiche Trinkkultur.

Rom Forum Romanum

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Forschungsprofil

Alte Geschichte ist wesentlich europäische Geschichte. Ihr geographisches Zentrum ist der Mittelmeerraum, die typische Organisationsform antiker Gesellschaften in diesem Raum ist der Stadtstaat. Antike Philosophie, politisches Denken, religiöse Konzepte und Rechtsvorstellungen sind in mehrfacher Hinsicht Grundlage europäischer Identität und Kultur. Damit leiset die Alte Geschichte, vor allem griechische und römische Geschichte, einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis moderner Konzepte des Politischen, des Rechts sowie sozialer und kultureller Bedingungen von Moderne. 


Unsere Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte beginnt mit Homer und reicht weit über die Christianisierung des Mittelmeerraumes hinaus. Demzufolge gilt die Forschung der Alten Geschichte auch den neuen Strukturen christlicher Spätantike bis in die Karolingerzeit. Wir betreiben die Erforschung der Alten Welt aus einem unmittelbaren Interesse an ihr selbst, an grundsätzlichen Bedingungen von Gesellschaft und Kultur sowie eben an den Voraussetzungen von Moderne und europäischer Kultur und Identität. 


Wir untersuchen vor allem populäre Kommunikationskulturen (Graffiti), Räume und ihren kommunikativen Zusammenhang (v. a. Inschriften, Münzen und archäologische Befunde), kulturelle Transformationen (antikes Christentum und seine Beziehung zu paganen Kulten und Ideen) und soziale Bedingungen politischer Phänomene (Stadt als politischer Organismus). 


Voraussetzung für jede ambitionierte moderne Fragestellung ist neben der Beachtung archäologischer Befunde die philologisch, epigraphisch und numismatisch orientierte Quellenarbeit samt ihren methodischen Verfeinerungen. Althistoriker haben ein Instrumentarium entwickelt, das unterschiedliche Quellen und Quellengattungen aus ihrem Kontext heraus verstehen läßt. Das beinhaltet die Analyse semantischer Zusammenhänge ebenso wie die präzise Auseinandersetzung mit Texten und ihren Sprachen. Fragen der Medialität, der Diskursivität, der Rezeption und Kommunikation begleiten unsere Arbeit.

Forschungsschwerpunkte

 

Prof. Dr. Ulrich Huttner

  • Frühes Christentum in Kleinasien

  • Antike Graffiti

  • Griechische Inschriften nördlich der Alpen

 

PD Dr. Jürgen Strothmann

  • Karolingische Staatlichkeit

  • Merowingische Monetarmünzen

  • Civitates in Gallien (1. Jh. v. Chr. – 8. Jh. n. Chr.)

  • Der Alpenraum zwischen Antike und Mittelalter

 

Neueste Publikationen

Ulrich Huttner: Early Christianity in the Cities of the Lower Maeander Valley: Religious authorities between Ignatius and Apollo. Leiden / Boston 2025.

Das Team

Ulrich Huttner

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Huttner

Professor*in
Jürgen Strothmann

Dr. Jürgen Strothmann

Akademische*r Rat*Rätin