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Klimaschutz mit System: Hochschulen in Nordrhein-Westfalen erfassen ihren CO2-Ausstoß erstmals landesweit gemeinsam

Leistungsfähige Hochschulen sind ein echter Standortfaktor – Mehr Energieeffizienz hilft dem Klima und spart Geld. 

Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen machen erfolgreichen Klimaschutz jetzt messbar. 14 Universitäten und 16 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben zusammen mit der Landesregierung erstmals eine gemeinsame Bilanz für ihren CO2-Ausstoß vorgestellt. Die Bilanz zeigt, dass die Anstrengungen zum Klimaschutz in NRW wirken: Zwischen 2019 und 2021 sanken die Emissionen beim Stromverbrauch durch die Nutzung von Ökostrom um 28 Prozent. Insgesamt emittierten die 30 öffentlich-rechtlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen 2021 rund 441.000 Tonnen CO2-Äquivalente – etwa so viel wie eine Stadt mit 40.000 Einwohnern. 

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Mit der gemeinsamen CO₂-Bilanz machen unsere Hochschulen Klimaschutz erstmals systematisch messbar – transparent, datenbasiert und im gemeinsamen Handeln. Damit werden gezielte Maßnahmen gestärkt. Leistungsfähige Hochschulen sind gezielter Standortfaktor und zentraler Motor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und einen zukunftsfesten Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen.“

Wissenschaftsministerin Brandes: „Forschung ist der beste Klimaschutz. Unsere Hochschulen bilden die Forscherinnen und Forscher von morgen aus, die Möglichkeiten entwickeln, wie wir das Klima noch besser schützen können. Gleichzeitig leisten unsere Hochschulen schon jetzt große Anstrengungen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, wie die Daten des Bilanzierungsberichts eindrucksvoll belegen. Diese Transparenz ist die Voraussetzung dafür, dass die einzelnen Hochschulen nun individuelle Maßnahmen für mehr Energieeffizienz entwickeln. Das hilft dem Klima und spart Geld.“ 

Simone Probst, Sprecherin der Konferenz der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten und Markus Hinsenkamp, Sprecher der Konferenz der Kanzlerinnen und Kanzler der Hochschulen für angewandte Wissenschaften: „Der vorliegende Bericht zeigt, dass sich die Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und ihren Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leisten. Dabei ist die erste einheitliche und standardisierte THG-Bilanz auch Ausdruck des hohen Engagements in den Hochschulen und der guten Kooperation mit den beteiligten Ministerien. Wir sehen der weiteren Zusammenarbeit auf dem Weg zur Klimaneutralität mit Freude entgegen und stellen uns der Herausforderung, den hohen Anforderungen an einen klimaneutralen Campus gerecht zu werden.“

Nordrhein-Westfalen gehört zu den ersten Bundesländern, in denen sämtliche Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften nach einheitlichen Standards jährliche Treibhausgas-Bilanzen gemeinsam erarbeitet haben und veröffentlichen.

Die gemeinsame Treibhausgas-Bilanz nach einheitlichen Standards geht auf eine Initiative der Landesregierung zurück. Künftig ist ein jährliches Monitoring geplant. Die Bilanzen für 2022 und 2023 sind bereits in Arbeit.

Studiengang DBHS

Uni Siegen beim Klimaschutz gut aufgestellt

Auch Universität Siegen hat für den Bericht Daten zur Verfügung gestellt – sie zeigen, dass die Universität einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz leistet. Der größte Anteil der Emissionen entfällt an der Universität Siegen – wie bei anderen Hochschulen auch – auf den Energieverbrauch der Gebäude.

Die Universität Siegen hat ihre Gebäudetechnik konsequent automatisiert. Das zentrale Raumbuchungssystem ist mit der Steuerung der Heizung verbunden. Räume werden automatisch und bedarfsgenau beheizt, nur wenn und solange sie gebucht sind. Das Ergebnis ist ein hocheffizienter Einsatz von Erdgas, der den Energieverbrauch auf das tatsächlich Notwendige reduziert und so einen messbaren Beitrag zur Senkung des CO₂-Ausstoßes leistet.

Zur weiteren Effizienzsteigerung setzt die Universität Siegen seit Jahren auf Kraft-Wärme-Kopplung: Sowohl am Hauptstandort Adolf-Reichwein-Straße als auch im Rechenzentrum NDC wird Erdgas so genutzt, dass Strom und Wärme gemeinsam erzeugt werden – eine der effizientesten verfügbaren Technologien für fossile Energieträger. Der Verzicht auf Heizöl zugunsten von Erdgas reduziert den CO₂-Ausstoß zusätzlich. Ergänzt wird dies durch den konsequenten Ausbau von Photovoltaikanlagen. Die Universität setzt außerdem zu 100 Prozent auf Ökostrom.

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