Direkt zum Inhalt
Direkt zum Inhalt

Psychologie in Aktion: DGPs Summer School bringt junge Wissenschaftler*innen nach Siegen

Über 70 Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen diskutierten an der Universität Siegen über gesellschaftliche Verantwortung psychologischer Forschung. Die dreitägige Summer School der Deutschen Gesellschaft für Psychologie setzte Impulse für Wissenschaft, Politik und Praxis.

Mehr als 70 Studierende, Promovierende und Postdocs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Vertreter*innen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) kamen zur Summer School nach Siegen.

Mehr als 70 Studierende, Promovierende und Postdocs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Vertreter*innen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) kamen zur Summer School nach Siegen.

Wie kann psychologische Forschung dazu beitragen, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen? Welche Verantwortung tragen Psycholog*innen in Politik, Bildung, Gesundheit und Gesellschaft? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die diesjährige Summer School der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) jetzt an der Universität Siegen. Unter dem Motto „Psychologie in Aktion: Translation, Verantwortung und Wirkung in Zeiten des Epochenbruchs“ kamen mehr als 70 Studierende, Promovierende und Postdocs aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Österreich und der Schweiz in Siegen zusammen. Gemeinsam bringen sie unter anderem ein Publikationsprojekt auf den Weg.

Begrüßt wurden die Forscher*innen zum Auftakt vom Siegener Bürgermeister Tristan Vitt. „Die psychische Gesundheit ist ein wichtiges Thema und entscheidend dafür, wie sich unsere Gesellschaft zukünftig entwickelt. Ich freue mich deshalb sehr, dass Sie hier in Siegen psychologische Forschung betreiben“, sagte Vitt.

Die Übernahme von Verantwortung angesichts gesellschaftlicher Krisenzeiten sei eine wesentliche Mission der Psychologie, betonte die Präsidentin der DGPs, Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier in ihrer Eröffnungsrede: „Angesichts der multiplen Krisen unserer Zeit hat die Psychologie viel beizutragen. Wir sollten allerdings nicht nur von der Seitenlinie kommentieren, sondern mit unserer wissenschaftlichen Expertise dort mitgestalten, wo die Zukunft unserer Gesellschaft entschieden wird. Die Frage ist: Wie kommen wir aufs Feld – und wie können wir mitkicken?“

Drei Tage lang diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam mit renommierten Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Psychologie darüber, wie Erkenntnisse aus der Forschung den Weg in die Praxis finden können. Vorträge, Workshops und Diskussionsformate boten vielfältige Gelegenheiten, aktuelle Forschung kennenzulernen, eigene Ideen einzubringen und sich fachlich zu vernetzen. Ein Highlight war die Podiumsdiskussion „Verantwortung übernehmen – kann, soll, muss Psychologie politischer werden?“. Wissenschaftler*innen diskutierten mit Vertreter*innen aus Politik und Praxis über die Rolle der Psychologie in gesellschaftlichen Transformationsprozessen und darüber, wie sich wissenschaftliche Expertise stärker in politische Entscheidungsprozesse einbringen lässt.

Die Summer School blieb nicht beim fachlichen Austausch. Ausgehend von der Veranstaltung wurde ein englischsprachiges „Topical Issue“ der Zeitschrift für Psychologie zum Thema „Psychologie in Aktion: Translation und Verantwortung in Krisenzeiten“ initiiert. Wissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland sind eingeladen, Beiträge einzureichen (weitere Informationen unter: https://doi.org/10.1027/2151-2604/a000627). Darüber hinaus arbeiten die Teilnehmenden der Summer School gemeinsam an einem wissenschaftlichen Beitrag für diese Sonderausgabe – ein Vorhaben, das bereits in mehreren gemeinsamen Arbeitssitzungen in Siegen vorbereitet wurde.

Die Tagung in Siegen bot zudem den Rahmen für ein Treffen der Leitungen der DGPs-Fachgruppen mit dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Dabei wurden aktuelle wissenschaftspolitische Entwicklungen und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Fachgesellschaft diskutiert.

Organisiert wurde die Summer School von Dr. Matthias Sperl von der Universität Siegen gemeinsam mit Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier und Luisa Baumgärtner, Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Studierende in der DGPs“. Sperl zog abschließend ein optimistisches Fazit: „Die Summer School hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und junge Wissenschaftler*innen gemeinsam Verantwortung für die Zukunft der Psychologie und unserer Gesellschaft übernehmen.“

Ansprechpartner

Matthias Sperl

AOR Dr. Matthias Sperl

Akademischer Oberrat
Icon Nachricht

Kontakt Pressestelle

Stabsstelle für Presse, Kommunikation und Marketing

  • Icon Mail

    presse@uni-siegen.de

  • Icon Kartennadel

    Adolf-Reichwein-Straße 2a

    Gebäude AVZ (Gebäudeteil AR-NA)

    57068 Siegen

Studierende in der Stadt