Sommerfest der Sozialwissenschaften 2026
Sommerfest der Sozialwissenschaften 2026 mit Verleihung der Tim-Spier-Studienpreise
Die Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler der Universität Siegen feierten am 8. Juli 2026 ihr Sommerfest. Im Rahmen eines festlichen Programms wurden die beste Bachelor- und die beiden besten Masterarbeiten des vergangenen Jahres mit dem Tim-Spier-Studienpreis der Sozialwissenschaften prämiert.
Kurz vor dem Ende der Vorlesungszeit des Sommersemesters hat das sozialwissenschaftliche Seminar zum Sommerfest der Sozialwissenschaften eingeladen. Der Seminarsprecher Prof. Dr. Wolfgang Bergem begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste im LEO im ehemaligen Bistro auf dem Adolf-Reichwein-Campus und würdigte die Leistungen, die im Bereich wissenschaftlicher Abschlussarbeiten im Seminar für Sozialwissenschaften erbracht werden. In seiner Ansprache thematisierte der Politikwissenschaftler zum einen die Bedeutung der Erkenntnisse speziell junger Forscher:innen für die Entwicklung der Wissenschaft, die eher disruptive Neuerungen in der Wissenschaft brächten, während Forschende mit höherem akademischem Alter eher bestehendes Wissen neu kombinierten. Zum anderen verwies er auf die bestehenden Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit sowie der etablierten Arbeitsweise von Universitäten und Forschungseinrichtungen angesichts aktueller politischer Entwicklungen und Szenarien sowie auch auf konkrete Angriffe auf einzelne Wissenschaftler:innen. Im Blick auf gegenwärtige Gefährdungen plädierte er für eine präventive Stärkung der Resilienz des Wissenschaftssystems.
In kurzen Berichten gab es Einblicke in ausgewählte Aktivitäten des Seminars für Sozialwissenschaften. So informierte Dr. Juliette Monvoisin über die finanzielle Unterstützung eines geplanten Sammelbandes zum Thema (Post-)Migration und Erfolg – Perspektiven jenseits defizitärer Narrative aus den Seminarmitteln zur Förderung von Wissenschaftler:innen in der Qualifikationsphase. Max Barnewitz erhellte die maßgebliche Beteiligung von Mitgliedern des Seminars an der Vortragsreihe Forum Siegen, die die Fragen, die in Politik, Wirtschaft und Kultur von Bedeutung sind, in die Stadtgesellschaft bringt, erörtert und diskutiert. Steffen Pelzel berichtete über die Aufgaben und laufenden Aktivitäten des Zentrums für politische und soziologische Bildung am Seminar für Sozialwissenschaften (POLIS), einem Zusammenschluss von Lehrenden und Studierenden des Lehramts Sozialwissenschaften zum Austausch über Fragen und Gegenstände sozialwissenschaftlicher Bildung.
Der Höhepunkt bei dem Sommerfest war die Verleihung der Tim-Spier-Studienpreise der Sozialwissenschaften. Der Preis für die beste Bachelorarbeit ging in diesem Jahr an Ramona Heidt, die in ihrer BA-Arbeit das Thema Evangelikale Männlichkeiten* – Konstruktionen von Männlichkeiten* in Männer*gruppen evangelikaler Freikirchen untersucht hat. Der Preis für die beste Masterarbeit wurde zweifach vergeben: Zum einen wurde die Schrift von Claudia Nargang ausgezeichnet, die der Themenstellung Zwischen Fremdzuschreibung und Selbstverständnis: Zur Pluralität und Hybridität jüdischer Identität(en) im Erinnerungskontext nachgegangen ist, und zum anderen wurde die Untersuchung von Tutku Zengin aus dem internationalen Studiengang „Roads to Democracies. Historical and Contemporary Perspectives on Politics and Culture“ mit dem Preis gewürdigt, die ihre Thesis dem Thema Reform UK, Populism, and the UK 2024 General Election: Identifying Ideological Trends in Social Media Communication gewidmet hat. Mitglieder der Bewertungskommission für den Tim-Spier-Studienpreis waren in diesem Jahr Prof. Dr. Philip Manow, Prof. Dr. Alexander Wohnig, Jessica Kuhlmann und Marius Hüsch.
Für den musikalischen Rahmen sorgten Lutz Wehnert am Piano und Kai Bette am Saxophon, die als vorzüglich harmonierendes Duo das Festprogramm virtuos interpunktierten. Bis in den späteren Abend hinein konnten die Gäste das Sommerfest auf der LEO-Wiese bei kühlen Getränken und Snacks vom Grill ausklingen lassen.