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Studierende glänzen bei UN-Wettbewerb in New York

Studierende der Universität Siegen überzeugten mit exzellenter Leistung bei der National Model United Nations (NMUN) in New York. Als Vertretung Italiens erreichte die Delegation erneut die höchste Auszeichnung und behauptete sich erfolgreich im internationalen Teilnehmerfeld.

MUN-Delegation am Campus AR mit Litty und Merzendorfer

Die Delegation der Universität Siegen vertrat bei der Simulation der Vereinten Nationen in New York diesmal Italien. Die Studierenden erhielten für ihre Leistungen die höchste Auszeichnung. Dazu gratulierten Kanzlerin Iris Litty und Prorektor Prof. Dr. Hans Michael Merzendorfer. 

Italien, Mitglied der G7 und mit exzellenten internationalen Beziehungen, wurde der Universität Siegen in diesem Jahr bei der National Model United Nations (NMUN) zugeteilt, der weltweit größten Simulation der Vereinten Nationen. Bei diesem renommierten akademischen Völkerrechtswettbewerb kommen jährlich mehr als 4.000 Studierende aus aller Welt für fünf Tage in New York zusammen, um als Delegierte der Vereinten Nationen in einer Simulationskonferenz zu agieren.

Die Universität Siegen wurde gemeinsam mit den Universitäten Tübingen und Heidelberg als eine von nur drei deutschen Delegationen mit der Auszeichnung „Outstanding Delegation“ geehrt. Diese würdigt die besten Delegationen der gesamten Konferenz. Im überwiegend nordamerikanischen Teilnehmerfeld gelang es der Universität Siegen, die seit 2009 an der NMUN teilnimmt, damit erneut, einen Spitzenplatz zu erreichen.

Für die 20 Siegener Studierenden ist dies ein großer Erfolg. Unter der Betreuung von MUN Koordinator Gerrit Pursch hatten sie sich über mehrere Monate intensiv darauf vorbereitet, die Positionen Italiens in den verschiedenen Komitees zu vertreten.

Auch auf individueller Ebene wurden Mitglieder der Delegation ausgezeichnet. In der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) überzeugten Gurleen Kaur (Lehramt-Studium Englisch und Sozialwissenschaften) und Gökçe Doğa Tütenk (Bachelor-Studium Psychologie). Das Positionspapier des Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) von Sarila Ngakhusi (Master-Studium Human-Computer Interaction) und Kirill Perstenkov (Master-Studium Economic Policy) wurde ebenfalls ausgezeichnet.

Einen besonderen Erfolg erzielten Rabea Richter (Master-Studium Digital Public Health) und Friederike Wolff (Bachelor-Studium Europäische Wirtschaftskommunikation) in der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (CND). Sie wurden als „Outstanding Delegates“ ausgezeichnet.

Ayça Akçakoca (Doktorandin am Lehrstuhl Kontextuale Ökonomik und Ökonomische Bildung) und Chase Bezonsky (Master-Studium Roads to Democracies) wurden beide seitens der Konferenzorganisation mit dem Vorsitz eines Komitees bedacht.

NMUN ermöglicht es den Studierenden, sich mit globalen Themen aus der Perspektive des ihnen zugewiesenen Landes auseinanderzusetzen. Das sei eine einzigartige Erfahrung gewesen, betonen die Studierenden rückblickend. „Wir haben uns mehrfach bewusst aus unserer Komfortzone herausgewagt, durch intensive Diskussionen mit anderen Delegierten, und alles gegeben. Ich bin sehr stolz, dass wir am Ende auch ausgezeichnet wurden für das, was wir als Delegierte und als gesamte Delegation gemeinsam erreicht haben", so Rabea Richter.

Neben fachlichen Kenntnissen fördert die Teilnahme an der NMUN auch persönliche Kompetenzen. Die Studierenden lernen nicht nur, vor großem Publikum zu sprechen, Verhandlungen zu führen, Positionen überzeugend zu vertreten, sondern werden auch befähigt gemeinsame Lösungen für komplexe internationale Herausforderungen zu entwickeln.

„Als angehende Lehrerin nehme ich aus der Arbeit im UNESCO Komitee vor allem mit, wie wichtig es ist, jungen Menschen Räume für Mitbestimmung, Diskussion und Perspektivwechsel zu geben. Genau solche Erfahrungen stärken kritisches Denken und Empathie“, resümiert Gurleen Kaur.

Nach ihrer Rückkehr trafen sich Kanzlerin Iris Litty und Prorektor Prof. Dr. Hans Michael Merzendorfer mit den Studierenden zu einem Erfahrungsaustausch und gratulierten der Delegation zu ihrem herausragenden Erfolg.  Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Bedeutung von Kompromissbereitschaft und multilateraler Zusammenarbeit, Jugend-Empowerment sowie der Beitrag des Model United Nations (MUN) Programms der Universität Siegen zur akademischen Bildung, zur Förderung demokratischer Kompetenzen und zur beruflichen Qualifikation von Studierenden für den Arbeitsmarkt von morgen.

Wer sich für das gesamtuniversitäre Model United Nations (MUN) Programm interessiert, ist herzlich eingeladen, an den ganzjährig stattfindenden Aktivitäten teilzunehmen. Die universitätseigene UN-Simulation SiegMUN für Schüler*innen und Studierende findet in diesem Jahr vom 25. bis 28. November statt.

Videopreis für Kurzfilm

Sören Bloscheck von Campus TV der Uni Siegen begleitete die Studierenden und fertigte den Kurzfilm über die diesjährige NMUN NY Teilnahme an. Sein Beitrag wurde seitens NMUN mit dem Videopreis ausgezeichnet.

Weiterführende Links

MUN Siegen

Kurzfilm 

 

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