Wolfgang-Popp-Preis für Psychologie-Student Niklas Pütz
Das Zentrum für Gender Studies (Gestu_S) der Universität Siegen hat den Wolfgang-Popp-Preis 2025 für herausragende Abschlussarbeiten auf dem Gebiet der Geschlechterforschung an Niklas Pütz verliehen. Der Psychologie-Student (Fakultät II) wurde für seine Masterarbeit „Entwicklung und Evaluation von geschlechtsspezifischen Items zur Erfassung von ADHS bei Frauen“ ausgezeichnet.
Die innovative Arbeit zur Diagnostik von ADHS stellt einen eigenständigen Beitrag im Feld der Gender Studies und Psychologie dar. Ausgangspunkt der Forschungsleistung von Niklas Pütz ist die Beobachtung, dass obwohl es seit 20 Jahren erste Studien zur geschlechtsspezifischen Symptomatik von ADHS gibt, die Diagnosetools zur Bestimmung der Krankheit nicht verändert worden sind. Somit leistet die Arbeit einen ersten wichtigen Beitrag dazu, eine geschlechtergerechte Diagnostik zu entwickeln.
Nach einer Laudatio von PD Dr. Kristian Kleinke, der die außergewöhnliche Forschungsleistung von Niklas Pütz würdigte, überbrachte Stiftungsrat Bernhard Nolz Niklas Pütz die Glückwünsche der August-von-Platen-Stiftung, die den Wolfgang-Popp-Preis finanziell unterstützt.
Dr. Uta Fenske, Gestu_S-Koordinatorin, übergab die Urkunde mit dem Preisgeld von 1.000 Euro an Niklas Pütz, der seine Arbeit vorstellte. Die Preisverleihung fand im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Gestu_S statt und bot noch Möglichkeit zum weiteren Austausch.
Auf die Shortlist und damit in die Finalrunde zum Wolfgang-Popp-Preis 2025 schaffte es die Arbeit von Eva Obier (Fakultät I, Literatur, Kultur, Medien) mit dem Titel „Eine feministische Buchgeschichte - Svende Merian: Der Tod des Märchenprinzen und seine Rezeption“.
Der Wolfgang-Popp-Preis erinnert an den Literaturwissenschaftler Wolfgang Popp, der zu den frühen Impulsgebern der Geschlechterforschung in Deutschland zählt.