ZIMT erweitert Speicherplatz für Mitarbeitende
Das Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIMT) der Universität Siegen bietet ab sofort deutlich mehr Speicherplatz für Mitarbeitende an. Durch ein neues Network Attached Storage (NAS)-System werden sowohl persönliche Netzlaufwerke für Einzelpersonen als auch Gruppenlaufwerke, beispielsweise von Projektteams oder Stabsstellen, erheblich erweitert. Ermöglicht wurde die Erneuerung des bestehenden Systems an der Uni Siegen durch eine finanzielle Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Höhe von 1,65 Mio. Euro.
Speichergrößen im Überblick
Nach der Bereitstellung der neuen Hardware 2024 sowie der Datenmigration der ZIMT-Dienste im vergangenen Jahr, erfolgte 2025 die Übertragung aller Nutzerdaten der Netzlaufwerke auf das erneuerte NAS-System.
Persönliche Laufwerke für Einzelpersonen wurden dabei automatisch von 20 auf 100 Gigabyte aufgestockt, Gruppen- bzw. Funktionslaufwerke verfügen nun standardmäßig über 500 statt 100 Gigabyte Speicherplatz. Beide Versionen können über die Seite des ZIMT kostenlos beantragt und genutzt werden. Teams, die größere Speicherkapazitäten benötigen, können erweiterte Gruppenlaufwerke beantragen – pro begonnenem Terabyte Speicherplatz fallen dafür Gebühren in Höhe von 30 Euro pro Semester an. Bei besonders großen Projekten empfiehlt das ZIMT eine vorherige Beratung, um die optimale Speicherlösung für jede Gruppe zu finden.
Insgesamt stehen dem ZIMT nun für die Speicherung und Sicherung von Nutzerdaten ca. 2,8 Petabyte NAS-Speicher zur Verfügung. Durch die moderne Scale-out-Architektur des Systems ist die Speicherkapazität nun flexibel erweiterbar – so lässt sich der verfügbare Platz und die Leistungsfähigkeit kurzfristig an einen steigenden Bedarf anpassen. „Mit dem zusätzlichen Speicherplatz gehen wir gezielt auf die Bedarfe der Mitarbeitenden ein und möchten auf diese Weise Lehre, Forschung und Verwaltung unterstützen. Besonders in den letzten Jahren sind viele Arbeiten datenintensiver geworden und benötigen ausreichenden und sicheren Speicherplatz“, erklärt Stefan Junk vom ZIMT.
Ausfallsicherheit durch Nutzung des INCYTE-Gebäudes
Die Daten werden im aktuellen System über insgesamt 406 Festplatten auf 29 Server verteilt, die sich an zwei unterschiedlichen Standorten befinden – dadurch sind die Daten unterbrechungsfrei gegen den Ausfall mehrerer Festplatten oder sogar ganzer Serversysteme geschützt. Als neuer zweiter Standort dient das INCYTE-Gebäude – dort werden ab sofort Replikationen aller Daten abgelegt. Das dient der Vorsorge für einen Katastrophenfall, bei dem das Datacenter (NDC-Gebäude) am Campus Hölderlinstraße als Hauptstandort ausfallen könnte, oder auch zur zeitweisen Verlagerung des Systems zu Wartungszwecken.
Schutz für sensible Daten
Die lokale Speicherung auf Servern dient außerdem dazu, sensible Forschungs- und Verwaltungsdaten, die die Universität nicht verlassen dürfen, sicher abzulegen. Ein Backup der Daten durch Mitarbeitende ist in der Regel nicht notwendig, da im neuen NAS-System standardmäßig neben der Replikation aller Daten auch Wiederherstellungspunkte für versehentlich oder böswillig gelöschte Daten angelegt werden.
Der Zugang zu den Speichern bleibt unverändert: Mitarbeitende können sich wie gewohnt über das Uni-Netz oder über eine VPN-Verbindung auf ihren Gruppen- oder Einzellaufwerken anmelden.
Bei Fragen zu den Speicherdiensten steht der Support-Desk des ZIMT per E-Mail zur Verfügung. Weitere Informationen zur Beantragung der Laufwerke gibt es auf der ZIMT-Website.