Zukunft des selbstbestimmten Wohnens: GAiST-Team der Uni Siegen präsentiert KI-Lösungen auf der SmartLivingNEXT-Konferenz 2026
Zukunft des selbstbestimmten Wohnens: GAiST-Team der Uni Siegen präsentiert KI-Lösungen auf der SmartLivingNEXT-Konferenz 2026
Der Startschuss für den Realbetrieb ist gefallen: Am 19. Mai 2026 versammelten sich über 150 Expertinnen und Experten aus Politik, Forschung und Wirtschaft im Forum Digitale Technologien in Berlin zur SmartLivingNEXT-Konferenz. Im Zentrum der Diskussion stand der Übergang von herstellerübergreifenden, föderierten Datenräumen aus der Forschung in die Praxis. Für unser Siegener Projektteam der Arbeitsgruppe Medizinische Informatik und Graphbasierte Systeme (MIGS) unter der Leitung von Prof. Dr. Kai Hahn und Dr. Christian Weber ein perfekter Rahmen, um die neuesten Meilensteine unseres Satellitenprojekts GAiST („Glücklich Altern mit Smart Living Technologie“) zusammen mit unseren Partnern vorzustellen.
Smarte Assistenz trifft auf medizinische Informatik
Das primäre Ziel von GAiST ist es, älteren Menschen ein sicheres und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und Pflegekräfte im Alltag spürbar zu entlasten. Als wissenschaftlicher Partner konzentriert sich die Universität Siegen dabei intensiv auf die medizinische Datenauswertung. In den Senioren-Wohneinheiten erfassen unsere Partner OFFIS und escos über Ambient Assisted Living (AAL)-Sensorik alltägliche Aktivitätsmuster, während parallel dazu zertifizierte Wearables wichtige Vitalparameter (wie Herzfrequenz und EKG-Signale) aufzeichnen.
Der wissenschaftliche Kern der Arbeit in Siegen und Oldenburg liegt in der KI-gestützten Korrelation: Wir untersuchen tiefgehend, wie sich Umgebungsmuster und Vitalwerte vor kritischen Ereignissen – wie etwa Stürzen – verändern, um behandelnden Ärztinnen und Ärzten präzisere, präventive Diagnosen zu ermöglichen.
Live-Demonstration im föderierten Datenraum Auf der gut besuchten Demonstratoren-Ausstellung in Berlin konnten wir zeigen, wie diese sensiblen Prozesse in der Praxis funktionieren. Die technologische Basis bildet die offene und sichere Architektur des SmartLivingNEXT Dataspace. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Konferenz rückt der Markt und der operative Alltag ein großes Stück näher. Wir freuen uns darauf, dass die im Projekt entwickelten KI-Systeme und semantischen Architekturen nun gemeinsam im starken SmartLivingNEXT-Verbund weiter in die Praxis überführt werden.