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Logo des Projekts Fusion

Fusion - Transformation des ländlich-industrialisierten Raumes als Handlungsfeld der Universität Siegen

 

Herausforderungen

Die Hochschulregion Siegen im Dreiländereck Südwestfalen und den beiden südlich angrenzenden hessischen und rheinland-pfälzischen Landkreisen ist eine hoch industrialisierte und dennoch ländlich geprägte Region, die sich in den kommenden Jahren mit enormen gesellschaftlich relevanten Herausforderungen auseinandersetzen muss. Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischer Wandel werden es erforderlich machen, dass diese Region einen tiefgreifenden Transformationsprozess durchlaufen wird. Darüberhinaus ist die Zukunft ländlich-industrialisierter Regionen von großer Bedeutung für die wirtschaftliche, soziale und ökologische Prosperität und die politische Stabilität liberaler Demokratien. Wenn den in ländlichen Regionen lebenden Menschen keine Perspektive auf eine auch zukünftig gute Lebensqualität geboten wird, neigen liberale Demokratien zur Destabilisierung. Autoritäre, populistische oder gar rechtsextreme Bewegungen gewinnen Anhänger und politischen Einfluss (siehe z.B. USA, ehemalige DDR, Polen, Ungarn oder Slowenien).

Der Lehrstuhl "Menschenzentrierte Informationssysteme" ist im Teilvorhaben 2 beteiligt. Das Teilvorhaben 2, "Arbeit und Digitales", konzentriert sich auf die Herausforderungen der Industrie, KMUs und Handwerk der Region.


Zielsetzung & Methode


Grundsätzliches Ziel von Fusion ist die stärkere Vernetzung in die Region (z.B. Kommunen, Industrie) und innerhalb der Universität, um Herausforderungen der Region anzusprechen und um somit eine Transformation der Universität und der Region anzustoßen und die Wissenskoproduktion noch weiter zu vertiefen. Wissenskoproduktion bedeutet hier zum einen die Beschäftigung mit Forschungsfragen mit unmittelbarem Bezug und Nutzwert für die Region sowie daraus rückgekoppelt folgenden Innovationsimpulsen für wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung, und zum anderen, dass diese Forschungsfragen transdisziplinär eng vernetzt mit regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Zivilgesellschaft bearbeitet werden. 

Das Teilvorhaben 2, "Arbeit und Digitales", hat drei Ziele: Integration neuer Fertigungsmöglichkeiten für den Werkzeugbau (z.B. additive Fertigung), Entwicklung von Geschäftsmodellinnovationen und Smart Services exemplarisch für den Werkzeugbau und Unterstützung von Fachkräften im immer komplexer werdenden Technologie- und Arbeitsprozess mittels XR-Technologien (Augmented Reality und Virtual Reality). Letzteres Ziel wird vom Lehrstuhl "Menschenzentrierte Informationssysteme" bearbeitet, wobei der Ansatz der menschenzentrierten Entwicklung von Software eingesetzt und das in der aktuellen Forschung wenig betrachtete Handwerk im Fokus steht.


Erwarteter Impact / Transfer


Die Kooperation zwischen Region und Universität soll beispielhaft Lösungen für die Zukunft des ländlich-industrialisierten Raumes aufzeigen, welche in andere ländlich-industrialisierte Regionen übertragen werden können.

Für das Teilvorhaben 2, "Arbeit und Digitales", und dem Ziel der Fachkräfteunterstützung werden mehrere XR-Prototypen mit dem Handwerk und der Industrie entwickelt sowie getestet. Dies unterstützt die Forschung im Bereich des Handwerk und der XR-Technologien und führt zu Handlungsempfehlungen von Technologieeinsatz für andere Handwerke und ländlich-industrialisierte Regionen. 

Alles auf einen Blick

  • Icon Kalender

    Laufzeit
    01.01.2023 - 31.12.2027 (Laufend)

  • Icon Tag

    Partner
    5 Fakultäten der Universitäte Siegen mit insgesamt 17 Lehrstühlen, jedes Teilvorhaben hat eigene assoziierte nicht-universitäre Partner (keine Projektpartner, die im Antrag genannt werden)
    Beteiligtes Teilvorhaben: "Arbeit und Digitales" - Unterstützung von Fachkräften

  • Icon Abzeichen Euro

    Finanzierung
    "Innovative Hochschule" (BMBF)

Das Projektteam

Grüger

Diana Grüger M.Sc.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin