Erweiterung der Prozessgrenzen des klassischen Rotationszugbiegens durch Implementierung eines inkrementellen Biegefeatures (iRDB)
Im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) wird das Projekt zusammen mit der Transfluid Maschinenbau GmbH durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung eines inkrementellen Biegefeatures für das Rotationszugbiegen (iRDB), um dessen Prozessgrenzen zu erweitern und auch große Biegeradien wirtschaftlich fertigen zu können.
Projektbeschreibung
Die zunehmende Komplexität dünnwandiger Biegebauteile bzgl. geforderter Merkmale (große & kleine Biegeradien, S-Schlag, kurze Radienübergänge, Biegeebenenwechsel) fordern eine stetige Verkettung und Weiterentwicklung der Fertigungsverfahren. Mit dem Rotationszugbiegen lassen sich diese Merkmale theoretisch mit nur einer Maschine abbilden. Das Verfahren ist für große Biegeradien aufgrund des benötigten Maschinenbauraums und der hohen Werkzeugkosten jedoch nicht wirtschaftlich. Ziel des Projektes ist die Erforschung und Entwicklung eines inkrementellen Biegefeatures beim Rotationszubiegen (iRDB) zur Erweiterung der Prozessgrenzen.
Alles auf einen Blick
Forschungsmethoden & Vorgehen
Definition
Die technischen Anforderungen an das Maschinenkonzept und die benötigte Kinematik werden im ersten Schritt definiert.
Prozesssimulation
Eine numerische Prozesssimulation zur Ableitung des Lastkollektivs an der Maschine sowie einer Sensitivitätsanalyse umformrelevanter Prozessgrößen werden durchgeführt. Handlungsempfehlungen zur geeigneten Wahl der Inkrementgröße werden ermittelt.
Benchmarkbauteile & Digitaler Zwilling
Nach der Entwicklung und Inbetriebnahme der Prototypenmaschine werden Benchmarkbauteile mittels inkrementeller Biegung hergestellt und mit dem Digitalen Zwilling aus der Prozesssimulation abgeglichen.