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Kinematisches werkzeuggebundenes Profilbiegen durch Transformer-Werkzeuge II

In diesem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekt 509709804 werden Methoden zur Auflösung und Verstellung der Werkzeugwirkflächen von Biegewerkzeugen sowie Modellierungsmethoden für den algorithmischen Entwurf beweglicher Leichtbau-Stabwerkstrukturen erforscht. Das übergeordnete Ziel ist die Flexibilisierung formgebundener Biegeverfahren hin zu teilweise kinematischen Verfahren. 

Biegewerkzeug mit topologieroptimierter Stabwerkstruktur

Projektbeschreibung

Werkzeuggebundene Profilbiegeverfahren sind durch die festgelegte Werkzeuggeometrie hinsichtlich der herstellbaren Bauteilgeometrien begrenzt. Im Projekt werden daher flexible Biegewerkzeuge untersucht, deren Werkzeugwirkflächen während des Umformprozesses durch aktiv verstellbare Segmente angepasst werden können. Dadurch soll eine teilkinematische Gestaltgebung ermöglicht und der erforderliche Werkzeugaufwand reduziert werden.

 

Hierzu werden die Zusammenhänge zwischen der Segmentkinematik, den Umformmechanismen und den Bauteileigenschaften untersucht. Gleichzeitig werden lasttragende Stabwerkstrukturen entwickelt, die die erforderlichen Bewegungen der Werkzeugsegmente ermöglichen und die Umformkräfte aufnehmen. Die umformtechnischen Anforderungen werden mit Methoden zur algorithmischen Auslegung der Stabwerkstrukturen gekoppelt. Die entwickelten Ansätze werden anhand additiv gefertigter Demonstratoren von Transformer-Werkzeugen umgesetzt und experimentell untersucht.

 

Schwerpunkte des Projekts:

  • Flexible Werkzeugwirkflächen: In-process-Verstellung segmentierter Biegewerkzeuge
  • Umformtechnik: Untersuchung von Segmentkinematik, Umformmechanismen und Bauteileigenschaften
  • Stabwerkstrukturen: Algorithmische Auslegung beweglicher, lasttragender Leichtbaustrukturen
  • Transformer-Werkzeuge: Kopplung von Umformtechnik und Strukturauslegung sowie Umsetzung additiv gefertigter Demonstratoren

Alles auf einen Blick

  • Icon Kalender

    Laufzeit
    01.01.2023 - 28.02.2027 (Laufend)

  • Icon Tag

    Forschungsbereich
    Produktionstechnik

  • Icon Abzeichen Euro

    Finanzierung
    Deutsche Forschungsgemeinschaft: 568.000€

 

Forschungsfragen & Forschungsziele

Fragen & Ziele des Forschungsprojektes Transformer 2

Forschungsmethoden & Vorgehen

1

Analyse der Umform­mechanismen

Die Auswirkungen segmentierter Werkzeugwirkflächen auf das Biegen geschlossener Profile werden untersucht. Dabei werden insbesondere die Zusammenhänge zwischen Werkzeugsegmentierung, Umformmechanismen und resultierenden Bauteileigenschaften betrachtet.

2

Untersuchung der Segmentkinematik

Die Werkzeugsegmente werden als aktiv verstellbare Elemente untersucht. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche Segmentbewegungen die Werkzeugwirkfläche während des Umformprozesses verändern und die Bauteilgeometrie beeinflussen.

3

Algorithmische Strukturauslegung

Die lasttragende Werkzeugstruktur wird mithilfe gemischt-ganzzahliger Programmierung ausgelegt. Dabei werden geeignete Stabwerkstrukturen unter Berücksichtigung ihrer Tragfähigkeit und kinematischen Eigenschaften ermittelt.

4

Kopplung von Umformung und Struktur

Die umformtechnischen Anforderungen an die Werkzeugsegmente werden mit der algorithmischen Strukturauslegung gekoppelt. Die entwickelten Methoden werden anschließend in additiv gefertigten Transformer-Werkzeugen umgesetzt und experimentell untersucht.

Das Projektteam

apostolos

Apostolos Aslanidis M.Sc.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Profilfoto

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel

Leiter
Prof. Dr. Ulf Lorenz

Univ.-Prof. Dr. Ulf Lorenz

Professor

Fördermittelgeber & Kooperationspartner

Das Projekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Ziel des Forschungsprojektes ist die Flexibilisierung von werkzeuggebundenen hin zu teilweise kinematischen Biegeverfahren durch segmentierte und veränderliche Werkzeuge. 

Weiterführende Links

Link DFG 509709804