Forschungsprofil
Die Germanistische Mediävistik beschäftigt sich mit der Literatur und der Sprache des Mittelalters. Unser Gegenstand erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte. Er reicht von den allerersten Texten in deutscher Sprache, Manuskripten, die in den Klöstern des 8. Jahrhunderts entstanden, bis zu den Fastnachtsspielen, gedruckten Prosaromanen und Schriften der Reformationszeit im 16. Jahrhundert. Wir beschäftigen uns nicht nur mit den Texten selbst, ihrer Analyse und Deutung, sondern auch mit ihren kulturellen Kontexten und ihrer Gebrauchsfunktion.
Ein Schwerpunkt der Mediävistik ist die sogenannte höfische Literatur um 1200, die an den Adelshöfen der Staufer, Welfen, Babenberger u.a. entstand: Verserzählungen wie der Parzival Wolframs von Eschenbach, strophische Versepen wie das Nibelungenlied oder die Liebeslyrik wie die Lieder Walthers von der Vogelweide.
Forschungsschwerpunkte
- Literatur und Kultur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
- Theatergeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit / Schwerpunkt Hans Sachs
- Das populäre Mittelalter in Fantasy-Medien
- Komik und Lachen in Literatur und Kultur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
- Schlaraffenlandtexte (1300-1800)
- Text- und kulturwissenschaftliche Theorien und Methoden, insbes. Performativitätsforschung
Aktuelle Lehrveranstaltungen der Mediävistik
Sommersemester 2026
PD Dr. Christian Seebald:
Dr. Theresa Specht:
- Einführung in das Mittelhochdeutsche
- Wenn Geld an Bäumen wächst - Natur und Gesellschaft in der frühneuzeitlichen Schlaraffenlanddichtung
Univ.-Prof. Dr. Hans Rudolf Velten:
- Hans Sachs: Tyrannendramen
- Heinrich von dem Türlin: Diu Crône
- Natur in mittelalterlicher Dichtung
- Neomediävale Elemente der Romantasy
- Mediävistisches Kolloquium (gem. mit PD Dr. Christian Seebald)