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Prof. Dr. Evelyn Buyken

Erforscht, wie Musik, Sound, Lärm und Stille Kultur prägen – machtkritisch und alltagsnah.

Prof. Dr. Evelyn Buyken hält eine Rede

Meine Professur heißt: 
Musikwissenschaft / Sound Studies (Fakultät II)

Darum geht es in meiner Forschung: 
Ich beschäftige mich mit dem, was klingt: mit Musik, Sound, Krach, Lärm, Stille. Mich interessiert, was die Klänge und Musiken machen, wo sie herkommen, in welchen Kulturen, Regionen, Milieus sie auf welche Art und Weise Bedeutung bekommen, und welche Rolle sie spielen, um Kultur, Menschsein, Miteinander-Sein besser zu verstehen. 

Das fasziniert mich besonders an meinem Forschungsgebiet:
Klänge können komplex organisiert sein (z. B. Kompositionen, Improvisationen, Performances). Klänge bestimmen und gestalten aber auch unseren Alltag, unsere Wahrnehmung, unser Zusammenleben. Als besonders reizvoll empfinde ich die Bandbreite zwischen historisch-gegenwärtigen Forschungen über Musik, über ihre Akteur*innen und Praktiken und der alltäglichen, situativen, materialisierten, verkörperten Verankerung in unserem Alltag. 

Ich bin an die Universität Siegen gekommen, weil …
ich meine Forschung in einem universitären Kontext verankern möchte. Besonders schätze ich die Arbeit an fachlichen Grenzen – und die produktiven Momente, in denen diese verschwimmen. Der Blick anderer Disziplinen auf meine Forschungsansätze und Methoden ist für mich ein großer Gewinn. Am meisten aber inspiriert mich die vielfältige, kritisch-denkende und zugleich pragmatisch-weitsichtige Studierendenschaft in Siegen.

Meine interessantesten Stationen zuvor waren:
Das Junge Kolleg der Nordrheinwestfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, die Hochschule für Musik und Tanz Köln, Forschungsaufenthalte in Wien, Rom und Oslo, zahlreiche Konzertbühnen, Tanz-Studios und vor allem viele Klangerkundungen im urbanen Raum. 

Studierende lernen in meinen Veranstaltungen z.B.
…kritisch über Musiken, Klänge und ihre Manifestationen in Geschichte und Gegenwart zu reflektieren. Sie begreifen historische Phänomene als gegenwärtig relevant, insbesondere in Verbindung mit machtkritischen und gendersensiblen Perspektiven. Sie lernen in einem safe space ihre Komfortzone immer wieder zu verlassen und out-of-the-box zu denken. 

In meiner Freizeit mache ich gern: 
Zeit mit meiner Familie verbringen, das Chaos wertschätzen, nachbarschaftliches Engagement pflegen und vor allem viel Musik. Insbesondere mache ich als professionelle Cellistin gern selbst Musik.