Brückenmonitoring BridgeLab
Messkonzepte entwickeln. Systeme umsetzen. Daten verstehen.
Als Wahlpflichtmodul im Masterstudium Bauingenieurwesen richtet sich BridgeLab insbesondere an Studierende des Konstruktiven Ingenieurbaus. Das Modul verbindet anwendungsorientiertes Lernen mit aktuellen Themen an der Schnittstelle von Brückenbau und Monitoring.
Was erwartet Sie im Modul?
Im BridgeLab verbinden Sie ingenieurwissenschaftliche Grundlagen, praktische Laborarbeit und eigenständige Projektarbeit. Sie planen Messkampagnen, bauen eigene Messsysteme auf und analysieren reale Daten aus dem Brückenmonitoring.
Zu Beginn gibt es eine Einführung in das Brückenmonitoring in drei Terminen. Anschließend folgt eine Laborphase, in der Sie ein Messsystem aufbauen, an kleinen Versuchsständen Daten erzeugen und diese auswerten. In der Projektphase entwickeln Sie dann eigenständig ein Monitoringprojekt, nehmen an einer Exkursion teil, werten reale Monitoringdaten aus und präsentieren Ihre Ergebnisse.
Prüfungsform
Die Prüfung erfolgt bereits im Semester, in der letzten Vorlesungswoche, und setzt sich aus drei gleich gewichteten Bestandteilen zusammen:
- schriftliche Ausarbeitung
- Präsentation des Monitoringkonzepts
- mündliche Prüfung
BridgeLab richtet sich an alle, die Interesse an Brückenbau, Messtechnik, Datenanalyse und praxisnaher Ingenieurarbeit haben und ein aktuelles Themenfeld des Bauingenieurwesens aktiv kennenlernen möchten.
Ablauf des Lehrmoduls BridgeLab
Modulbeschreibung
Masterstudiengang Bauingenieurwesen
- Die/der Studierende kennt typische Schäden an Brückenbauwerken und ist in der Lage, den Monitoringbedarf zu bewerten
- Die/der Studierende versteht Sensorik, Komponentenauswahl und Signalverarbeitung und kann ein einfaches Messsystem aufbauen und betreiben
- Die/der Studierende ist in der Lage, ein Monitoringkonzept aufzustellen
- Die/der Studierende kann Monitoringdaten auswerten, darstellen und bewerten
- Instandhaltung von Brücken
- Typische Schäden an Brücken und deren Ursachen
- Grundlagen der Zustandsbewertung nach DIN 1076
- Monitoring als strategisches Werkzeug
- Sensorik im Bauwerksmonitoring, Grundlagen der physikalischen Messprinzipien
- Messsystemkomponenten und Signalverarbeitung
- Aufbau und Inbetriebnahme von Messketten (Theorie und praktische Anwendung, Aufbau eines Messsystems, Durchführung von Versuchen)
- Verarbeitung und Visualisierung von Monitoringdaten sowie deren Interpretation im Kontext (Theorie und praktische Anwendung)
- Formal
- Voraussetzung für die Teilnahme an der Prüfungsleistung ist das Bestehen der Studienleistung in diesem Modul.
-
Inhaltlich
Kenntnisse auf folgenden Gebieten sollten (z.B. aus einem Bachelor-Studium) vorhanden sein:
- Stabstatik: Ermittlung von Schnittgrößen, Spannungen, Verformungen
- Datenauswertung (Tabellenkalkulation, Excel)
- Querschnittsbemessung und Stabilitätsbemessung im Stahlbau
Diese Kenntnisse werden z.B. im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen bzw. Bauingenieurwesen Duales Studium der Universität Siegen im Rahmen der folgenden Module vermittelt:
- 4BAUBA102 „Bauinformatik“
- 4BAUBA106 „Baumechanik I – Starrkörperstatik“
- 4BAUBA106 „Baumechanik II/III – Elastostatik/Dynamik“
- 4BAUBA304 „Stahlbau I“
- 4BAUBA305 „Stahlbau II“
Kontakt
Verantwortlicher Dozent / Vorlesungen:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Daniel Pak
Kontakt
Übungsleiter / Klausuren:
Sebastian Korte M.Sc.
Doktorand