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Subjektives Wohlbefinden von Eltern und Kinderlosen in der mittleren und späten Lebensphase: Vorteile und Kosten für das Wohlbefinden von Elternschaft in Deutschland und Europa

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektbeschreibung

Dieses Projekt untersucht den Zusammenhang zwischen Elternschaft und subjektivem Wohlbefinden im mittleren und späten Lebensalter. Da erwachsene Kinder oft ihre Eltern im hohen Alter pflegen und unterstützen, argumentieren Familiensoziologen häufig, dass Eltern ein höheres subjektives Wohlbefinden erfahren als Nicht-Eltern. Andere Forschende weisen jedoch darauf hin, dass angespannte Eltern-Kind-Beziehungen das subjektive Wohlbefinden älterer Eltern beeinträchtigen können. Bisherige Untersuchungen zu diesem Zusammenhang haben zu inkonsistenten Ergebnissen geführt und sind in vielerlei Hinsicht begrenzt. Dieses Projekt zielt darauf ab, neue Erkenntnisse über die Unterschiede im Wohlbefinden zwischen Eltern und kinderlosen Personen in Deutschland und Europa zu gewinnen, indem nationale (SOEP, DEAS) und internationale (SHARE, ESS) repräsentative Datensätze untersucht werden.
Das Projekt gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil wird die Multidimensionalität des subjektiven Wohlbefindens berücksichtigt. Hier werden wir untersuchen, inwiefern Elternschaft mit positiven und negativen Aspekten des subjektiven Wohlbefindens zusammenhängt und ob sich positive und negative Effekte hinsichtlich der Gesamtwirkung der Elternschaft auf das subjektive Wohlbefinden gegenseitig aufheben. 
Der zweite Teil des Projekts konzentriert sich auf die Heterogenität des Zusammenhangs zwischen Elternstatus und subjektivem Wohlbefinden. Hier untersuchen wir, ob dieser Zusammenhang durch Merkmale der Eltern-Kind-Beziehung und wichtige Ereignisse im Leben erwachsener Kinder und Eltern im hohen Alter vermittelt und moderiert wird.

Im dritten Teil des Projekts wird analysiert, inwieweit die Differenz des subjektiven Wohlbefindens zwischen Eltern und Nicht-Eltern durch kontextuelle Faktoren beeinflusst wird. Dabei geht es um die Frage, ob unterschiedliche institutionelle Unterstützungsangebote für ältere Menschen und unterschiedliche gesellschaftliche Normen in Bezug auf Elternschaft den Zusammenhang zwischen Elternschaft und subjektivem Wohlbefinden beeinflussen.

 

 

 

Alles auf einen Blick

  • Icon Kalender

    Laufzeit
    01.10.2021 - 30.09.2026

  • Icon Tag

    Forschungbereich
    Soziologie

  • Icon Abzeichen Euro

    Finanzierung
    Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Veröffentlichungen

  • Tolkamp, M., & Pollmann-Schult, M. (2025). Widowhood and loneliness: Do close relations with adult children alleviate loneliness among widowed parents? Aging & Mental Health,  29(12), 2227-2237.

    https://doi.org/10.1080/13607863.2025.2512214
  • Pollmann-Schult, M. (2025). Parenthood and life satisfaction in older age: Examining the moderating role of social norms and economic vulnerability. European Journal of Ageing, 22(1), 16. https://doi.org/10.1007/s10433-025-00853-1
  • Tolkamp, M., & Pollmann-Schult, M. (2024). Subjective Well-Being of Parents and Childless People in Older Age in Germany. Applied Research in Quality of Life, 19(6), 3335–3356. https://doi.org/10.1007/s11482-024-10376-z

Teilnahme an Konferenzen

Familiensektion DGS-Kongress 2025, Duisburg: “Lebenszufriedenheit und (Enkel)kinderlosigkeit im hohen Alter: Sind soziale Teilhabe, Wertschätzung und wahrgenommene Anomie mit geringerer Lebenszufriedenheit verbunden?” September 2025 

ECSR 2024 Konferenz, Barcelona, Session: The Role of Social Networks & Support: “Widowhood and Subsequent Loneliness: The Role of Children”, September 2023 (Vortragssprache Englisch)

Herbsttagung der DGS Sektion Familiensoziologie 2023, Köln: “Einsamkeit und Eltern-Kind-Beziehungen im Zuge von Verwitwung”, Dezember 2023 

ECSR 2023 Konferenz, Prag, Session: Ageing and Well-being: “Parenthood, childlessness and subjective well-being in older age”, September 2023 (Vortragssprache Englisch)

Konferenz der International Society for Quality-of-Life Studies 2023, Rotterdam, “Parenthood, childlessness and subjective well-being in older age”, Poster

Man in front of academic poster

DEAS Nutzerworkshop 2023 – DZA, Berlin: “Elternschaft, Kinderlosigkeit und subjektives Wohlbefinden im hohen Alter”, Juni 2023 

Das Projektteam

Matthias Pollmann-Schult

Univ.-Prof. Dr. Matthias Pollmann-Schult

Professor*in
Portrait Maximilian Tolkamp

Maximilian Tolkamp

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in