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Promovierende an der Professur Digital Public Health

Promovierende_Digital_Public_Health
Andrea Dietrich

Andrea Dietrich

Kontakt: Andrea.Dietrich@uni-bielefeld.de

Promotionsthema: eHealth in der Lebenswelt Pflege: Soziotechnische Evaluation einer digitalen Strategie zur Gewaltprävention

Kurzbeschreibung: Gewalt in der Pflege ist ein gravierendes, häufig tabuisiertes Problem, das Pflegefachpersonen, pflegende Angehörige und Pflegebedürftige gleichermaßen betrifft. Trotz hoher Relevanz bestehen Evidenzdefizite hinsichtlich wirksamer Präventionsansätze und geeigneter Evaluationsinstrumente. Vor diesem Hintergrund begleitet das Promotionsvorhaben in Kooperation mit der Pflegekammer NRW die Entwicklung eines digitalen Informationsportals zur Gewaltprävention. Im Fokus steht die Analyse von Bedarfen und Nutzungsvoraussetzungen sowie die Untersuchung von Wirksamkeit und Implementierbarkeit. Methodisch wird ein Mixed-Methods-Ansatz verfolgt, der u. a. die Kuration evidenzbasierter Inhalte, qualitative Analysen und eine Pilotierung umfasst. Ergänzend wird ein Messinstrument zur gewaltbezogenen Gesundheitskompetenz entwickelt. Die Ergebnisse sollen übertragbare Qualitätskriterien für digitale Präventionsstrategien im Gesundheitswesen ableiten. Perspektivisch wird zudem das Potenzial KI-basierter Sprachmodelle zur dynamischen Evidenzpflege und nutzeradaptiven Informationsvermittlung exploriert.

Jessica Hafner

Jessica Hafner

Kontakt: jessica.hafner@uni-bielefeld.de

Promotionsthema: Digitale Gesundheitsanwendungen bei leichter- bis mittelgradiger Depression

Kurzbeschreibung: Depressive Störungen sind weltweit verbreitet und gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten. Aufgrund der Häufigkeit und hohen Krankheitslast depressiver Störungen, resultieren enorme Beeinträchtigungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene. Digitale Gesundheitstechnologien hegen ein großes Potenzial, um Zugangsbarrieren zu reduzieren und Versorgungsstrukturen zu unterstützen. Die Entwicklung von digital unterstützten Versorgungskonzepten im Kontext psychischer Erkrankungen erlebt international und national eine bemerkenswerte Dynamik. Vor diesem Hintergrund ist die übergeordnete Zielsetzung des Forschungsvorhabens, die Akzeptanz von digitalen Gesundheitstechnologien bei Menschen mit einer leicht- bis mittelgradigen Depression zu untersuchen. Das zentrale Forschungsinteresse ist die Identifikation von fördernden und hemmenden Einflussfaktoren auf die Akzeptanz. In diesem Zuge können mögliche Gründe für eine Nutzung oder Nicht-Nutzung eruiert sowie Implikationen für eine erfolgreiche und nachhaltige Implementierung von digitalen Gesundheitstechnologien erörtert werden. Das Forschungsvorhaben stellt die Perspektiven der heterogenen Akteursgruppen gleichberechtigt neben die Erfassung der Versorgungsimplikationen von digitalen Innovationen in den Fokus des Erkenntnisinteresses. Die gewonnenen Erkenntnisse geben eine wichtige Orientierung der individuellen Erwartungen und Anforderungen sowie Problemwahrnehmungen der Akteursgruppen in Bezug auf digitale Gesundheitstechnologien bei leicht- bis mittelgradiger Depression.

Alexander Hochmuth

Alexander Hochmuth

Kontakt: A.Hochmuth@hs-osnabrueck.de

Promotionsthema: Theoriebasierte Evaluation von Lotsendiensten in Geburtskliniken

Kurzbeschreibung: In dem Forschungsvorhaben liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung einer Programmtheorie im Rahmen einer theoriebasierten Evaluation zur Umsetzung einer digital unterstützten Lotsenbegleitung in Geburtskliniken. Die Studie hat das Ziel, die Annahmen über die Wirkung dieser digitalen Unterstützung sichtbar zu machen und zu verstehen. Dabei werden verschiedene Fragestellungen untersucht, darunter die theoretische Grundlage von digitalen Pflegeinterventionen, Formen der digitalen Begleitung von Familien durch Lots:innen sowie organisatorische, strukturelle und kontextuelle Voraussetzungen für den Erfolg einer solchen Intervention. Die angewandte Methodik basiert auf Ansätzen der Theory-Driven Evaluation und der Realist Methodology. Die Datenerhebung und -analyse erfolgen mittels qualitativer Methoden der empirischen Sozialforschung. Dieses Forschungsvorhaben trägt dazu bei, die Annahmen über die Wirkung und die Bedingungen für die Integration digitaler Gesundheitstechnologien in Lotsendienste von Geburtskliniken zu verstehen und setzt Impulse für eine verbesserte Betreuung von Familien in dieser sensiblen Phase.

Carolin Huperz

Carolin Huperz

Kontakt: Carolin.Huperz@klinikumbielefeld.de

Promotionsthema: Partizipative Entwicklung einer digitalen Gesundheitstechnologie für die Diabetesversorgung

Kurzbeschreibung: Digitale Gesundheitstechnologien gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Versorgung chronisch kranker Menschen. Insbesondere in der Diabetesversorgung bieten digitale Lösungen wie Glukosemonitoring-Systeme, mobile Apps oder hybride Interaktionssysteme das Potenzial, das Selbstmanagement zu verbessern und Versorgungsprozesse effizienter zu gestalten. Trotz dieser Chancen bleibt die langfristige Nutzung häufig hinter den Erwartungen zurück. Vor diesem Hintergrund zielt das Promotionsvorhaben auf die partizipative Entwicklung einer digitalen Gesundheitstechnologie für die Diabetesversorgung. Im Fokus steht die systematische Einbeziehung von Patient*innen mit Diabetes mellitus sowie medizinischen Dienstleistenden in den Entwicklungsprozess. Unter besonderer Berücksichtigung ethischer, rechtlicher und sozialer Implikationen (ELSI) werden Bedarfe, Herausforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten identifiziert. Methodisch wird ein Mixed-Methods-Ansatz verfolgt, bestehend aus Scoping Review, quantitativen und qualitativen Befragungen, Fokusgruppeninterviews und einer partizipativen Zukunftswerkstatt. Die Ergebnisse liefern praxisrelevante Erkenntnisse zur nutzerzentrierten Technikentwicklung und tragen zur verbesserten Akzeptanz, Alltagsintegration und nachhaltigen Implementierung digitaler Lösungen in der Diabetesversorgung bei.

Svenja Reisinger

Svenja Reisinger

Kontakt: Svenja.Reisinger@dakks.de

Promotionsthema: Probleme risikoadjustierter Konformitätsbewertung von KI-Systemen

Kurzbeschreibung: Künstliche Intelligenz (KI) hat sich in den letzten Jahren zu einem integralen Bestandteil der medizinischen Versorgung entwickelt. KI-Systeme sind mittlerweile in der Lage, komplexe Aufgaben wie die Diagnose von Krankheiten, die Prognose von Behandlungserfolgen sowie automatisierte Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Angesichts der Implikationen für das menschliche Leben ist es von entscheidender Bedeutung, dass diese Systeme reguliert werden. Das Promotionsvorhaben untersucht im Kontext der aktuellen funktional-risikoadjustierten Systematisierung der Regulierungsvorgaben für KI-Systeme in der medizinischen Versorgung die Eignung des klassischen Risikoansatzes für die Herstellung einer angemessenen Sicherheit dieser Systeme. Zudem werden Herausforderungen, die sich aus der Komplexität und Vorhersagbarkeit neuronaler Netze ergeben analysiert. Durch einen integrativen methodischen Ansatz werden Erkenntnisse zur Entwicklung eines anwendungs-bezogenen Frameworks für die funktional-risikoadjustierte Klassifizierung und Implementierung von KI-Systemen gewonnen. Es werden praxis-relevante Empfehlungen formuliert, die zur Sicherstellung der Patientensicherheit beitragen, die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Integration von KI-Systemen in die medizinische Versorgung fördern sowie als Grundlage für politische und regulatorische Entscheidungsprozesse dienen.

Claudia Schlüfter

Claudia Schlüfter

Kontakt: Claudia.Schluefter@isi.fraunhofer.de

Promotionsthema: Digitale Transitionen im Gesundheitssystem

Kurzbeschreibung: Digitale Innovationen sind komplex und ihr Transfer in die Versorgung mit Herausforderungen verbunden. Eine vertiefende Analyse der Transitionsprozesse kann zu einem besseren Verständnis von Innovationsprozessen des Gesundheitssystems beitragen. Hierfür werden die Mechanismen von technologischen Transitionsprozessen und Veränderungen bei den Nutzenden, der Regulation, Netzwerken von Stakeholdern, der Infrastruktur und kulturelle Faktoren in den Blick genommen und geprüft inwieweit diese als Modell für angeleitete Transformationen dienen können. Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, am Beispiel der Entwicklung der Krebsberatungs-App den zielgerichteten Wandel von einem analogen zu einem digitalen System zu verstehen. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen Mikro-, Meso- und Makroebene analysiert, um Gelingens- und Hinderungsfaktoren für die digitale Transformation abzuleiten. Berücksichtigt werden sozial-ethische Aspekte sowie Akzeptanz- und Wirkungszusammenhänge im co-kreativen Entwicklungsprozess einer App. Die Relevanz und Erklärungskraft der gewonnenen Erkenntnisse theoretischer Transitionsansätze werden bewertet, um Implikationen für die digitale Transformation des Gesundheitssystems abzuleiten.

Susanne Stampa

Susanne Stampa

Kontakt: Susanne.Stampa@student.uni-siegen.de

Promotionsthema: Implementationsbedingungen digital unterstützter Angebote in der Rehabilitation

Kurzbeschreibung: Digital unterstützte Angebote nehmen in der medizinischen Rehabilitation und Reha-Nachsorge einen wachsenden Stellenwert ein. Insbesondere die COVID-19-Pandemie hatte eine katalysatorische Wirkung auf die Digitalisierung im Rehabilitationsbereich. In den Einrichtungen wurden neue digitale Angebote häufig kurzfristig und (zunächst) befristet implementiert. Über die Implementationsprozesse ist entsprechend wenig bekannt. Das Ziel des Forschungsvorhabens ist eine bundesweite Bestandsaufnahme digital unterstützter Angebote in der medizinischen Rehabilitation und Reha-Nachsorge sowie die Erhebung förderlicher und hemmender Faktoren für deren Implementierung. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Technikakzeptanz auf Seiten der Rehabilitand*innen. Mittels quantitativer Erhebungen sowie problemzentrierter Interviews werden  Erfahrungen, Implementationsbedingungen sowie die Akzeptanz der Angebote beleuchtet. Die Ergebnisse geben Hinweise auf Aspekte, die bei der Implementierung dieser Angebote berücksichtigt werden sollten und können den Einrichtungen als Unterstützung bei Digitalisierungsvorhaben dienen.

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Lea Stark-Blomeier

Kontakt: lea.stark-blomeier@uni-siegen.de

Promotionsthema: Modellierung von Kompetenzen in der Telerehabilitation: Kompetenzentwicklung in der digitalen Reha-Nachsorge in Deutschland

Kurzbeschreibung: Die digitale Leistungserbringung in der Rehabilitation - auch Telerehabilitation genannt - verspricht durch seine Orts- und Zeitunabhängigkeit einen effizienteren Einsatz begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen bei gleichbleibender Versorgungsqualität. Mit dem Einsatz digitaler Programme gehen jedoch auch neue Anforderungen an die Nutzer*innen einher. Bisher ist unklar, welche Kompetenzen für eine erfolgreiche Nutzung benörigt werden und wie diese bei den Patient*innen und Therapeut*innen ausgeprägt sind. Vor diesem Hintergrund zielt das Dissertationsvorhaben auf die Entwicklung eines Kompetenzmodells im Kontext der digitalen Reha-Nachsorge in Deutschland. In einem Mixed-Methods-Ansatz werden relevante Kompetenzen identifiziert und systematisiert, bestehende Schulungsbedarfe ermittelt sowie Anforderungen an die Gestaltung von Schulungsangeboten eruiert. Die Ergebnisse dienen Rehabilitationseinrichtungen und Entschiedungsträgern bei der optimalen Vorbereitung von Therapeut*innen und Patient*innen und können künftig eine erfolgreiche Nutzung von Telrehabilitation unterstützen.

Profilbild

Pinar Tokgöz

Kontakt: Pinar.Tokgoez@uni-siegen.de

Promotionsthema: Determinanten für die Implementierung KI-basierter Entscheidungsunterstützungssysteme für die Antibiotikatherapie im Krankenhaus

Kurzbeschreibung: Antibiotikaresistenzen stellen eine globale Herausforderung dar. Begünstigt wird die Entstehung von Resistenzen vor allem durch eine inadäquate Verordnungspraxis von Antibiotika. Entscheidungsunterstützungssysteme (EUS), die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren, können zu einer schnellen Verschreibungsentscheidung verhelfen. Für eine nachhaltige Nutzung ist hier die nutzerorientierte Integration von KI-basierten EUS in den klinischen Alltag notwendig. Vor diesem Hintergrund zielt das Vorhaben auf die Identifikation organisationaler und prozessualer Determinanten von fördernden und hemmenden Bedingungen der Implementierung. Dabei wird untersucht, wie die KI-basierte EUS in der Versorgungspraxis unter Alltagsbedingungen implementiert werden können, welche organisationalen und Kontextfaktoren den Einsatz beeinflussen und wie die Akzeptanz bei Leistungserbringern optimiert werden kann. Dafür wird auf einen Mixed-Method-Ansatz zurückgegriffen, der auf einen gelingenden Innovations- und Nutzentransfer in die Versorgungspraxis abzielt.

Ehemalige Promovierende