Soziologie, insbesondere Workplace Studies
Seminar für Sozialwissenschaften
Die Professur erforscht Technikeinsatz am Arbeitsplatz. Zwei Gesichtspunkte charakterisieren das Forschungsprogramm. Zum einen sucht es den Standpunkt professioneller und geübter Nutzung. Demgegenüber verschiebt es Perspektiven des Designs und der laienhaften Nutzung ebenso in den Hintergrund wie die Vorstellung, die beiden genannten Perspektiven könnten (zusammengenommen) einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Zum anderen erfolgt die Forschung über diesen Standpunkt "out of area": Statt Technikeinsätze in einer kontrollierten Umgebung zu analysieren, "verfolgt" sie Einsätze im Außendienst, sei es im öffentlichen Raum oder in den Räumen der Kundschaft. An diesen Orten unterliegt Kooperation besonderen Anforderungen. Situative Verdichtungen bieten Untersuchungen der Workplace Studies Aufschluss über Kooperationsbedingungen und deren Wandel.
Forschungsprofil
Die Professur betreibt, ermöglicht und unterstützt Forschungen, die sich aus der Gegenüberstellung von Moderne und Tradition lösen. Dafür ist Technik ein privilegierter (strategischer) Gegenstand. Wenn Technik ("technischer Fortschritt") nicht selbsterklärend (unhinterfragt modern) ist, dann ist sie situierbar und im Hinblick auf ihre sozialen Voraussetzungen und Folgen untersuchbar. An diesen Untersuchungen beteiligt sich die Professur bevorzugt im Format ethnografischer Beschreibung. Ihre Beiträge befremden den (vermeintlich) modernen Alltag und zugleich die konzeptuellen Grundlagen des Fachs. Über thematische Schwerpunkte im Bereich der Mobilitätsforschung hat sich die Professur in teils langfristige und interdisziplinär angelegte Forschungskooperationen verwickelt.
Forschungsschwerpunkte
- Technik und Technikausfälle
- Mobilität und Mobilitätskrisen
- Konzeptentwicklung und Methodeninnovation an der Schnittstelle von Soziologie und Wissenschafts- und Technikforschung (STS)