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Willkommen auf den Seiten des Teams Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Sekundarstufe!

Der zentrale Fokus unseres Teams richtet sich auf die (Re-)Produktion gesellschaftlicher (Ungleichheits-)Verhältnisse in Schule und Unterricht. Wir fragen, wie Akteur*innen des Mehrebensystems Schule gesellschaftlichen Herausforderungen (z.B. Inklusion, Digitalisierung, Bildungsungleichheit) begegnen und wie Schule und Unterricht autorisiert werden. So geraten empirisch und theoretisch Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse mit unterschiedlichen Fragestellungen in den Blick.

Neben Grundlagenforschungsvorhaben kooperieren wir in Projekten der Schul- und Unterrichtsentwicklung mit Praktiker*innen und Bildungsadministrationen. Der methodologische Schwerpunkt liegt in der rekonstruktiven Sozialforschung.

 

Kontakt

Sie erreichen das Team Schul- und Unterrichtsentwicklung über die persönlichen Mailadresse der Mitglieder. 

News + Veranstaltungen

Fotokollage KBBB

KBBB/ ICSEI-Tagung 2026 mit Keynote von Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer

Vergangene Woche (10.09.2026 – 11.09.2026) fand die Tagung der Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (kurz: KBBB), unterstützt durch den International Congress for School Effectiveness & Improvement ICSEI) an der Universität Dortmund statt. Das Tagungsthema lautet "Reframing Leadership for School Improvement. Roles, Relationships, and Responsibilities in a Demanding World" und fokussierte in Papersessions und Symposien Themen wie die Zusammenarbeit im Schulsystem, Schulentwicklung und Schulleitungshandeln. 

 

Der zweite Tagungstag wurde mit einer Keynote von Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer eröffnet. Unter dem Titel "From Outcome-Based Rhetoric to Relational Practise: Reframing School Improvement by Centering Student Voice” betonte die Keynote eine Leerstelle in der deutschsprachigen Schulentwicklungsforschung und akzentuiert ein dringendes Desiderat:  Schüler:innen als aktive Akteur:innen der Schulentwicklung bzw. Schulentwicklungsforschung zu begreifen und sie an Entwicklungsprozessen mit einer gleichberechtigten Stimme teilhaben zu lassen. 

Gruppenfoto Verbund

Das Team Schul- und Unterrichtsentwicklung bei der CHANCEN-Verbundkonferenz in Berlin

Vom 7. bis 8. September 2026 fand in Berlin die interne Konferenz des CHANCEN-Verbunds statt. Der Verbund bringt die Expertise von 20 Partnerinstitutionen aus ganz Deutschland zusammen, um Bund und Länder bei der Umsetzung des Startchancen-Programms zu unterstützen. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz standen der Austausch über gemeinsame Themen, Begriffe und Herausforderungen sowie die Frage, wie die unterschiedlichen Perspektiven und Arbeitsschwerpunkte der beteiligten Institutionen zu einem kohärenten gemeinsamen Wirken im Verbund zusammengeführt werden können.

Unser Team war gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Schulpädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Nina Bremm) als Teil der Governance-Forschung im CHANCEN-Verbund vertreten. Im Rahmen eines Posterrundgangs präsentierte das Forschungsteam zwei Beiträge aus dem laufenden Projekt: ein Poster zur sozialen Netzwerkanalyse in der Governanceforschung und ein weiteres zur Analyse rechtlicher und administrativer Dokumente. Die Poster gaben Einblicke in zwei zentrale methodische Zugänge, mit denen das Team untersucht, wie das Startchancen-Programm in den Bundesländern gesteuert und umgesetzt wird.

Neben den inhaltlichen Diskussionen bot die Konferenz viel Raum für den direkten Austausch und das persönliche Kennenlernen der Kolleg:innen aus den verschiedenen Partnerinstitutionen. Damit leistete das Treffen zugleich einen wichtigen Beitrag zur weiteren Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb des CHANCEN-Verbunds.

4. Internationale Konferenz zum Journal "Scuola Democratica" (Rom, 01.09.26 – 05.09.26)
European Conference on Educational Research (ECER) 2026
EdGov-Dialogue No. 5 mit Prof. em. Sylvia Schmelkes (Mexiko)
Internationaler Austausch zur Sozialen Netzwerkanalyse auf der INAS 26 in Oxford
Exkursion an die Laborschule Bielefeld

Team

Ein Foto von Kathrin Racherbäumer

Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer

Professorin
schwehr

Marion Schwehr

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Profilfoto von Lea Mahfoudh

Lea Mahfoudh

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tinnefeld

Anja Tinnefeld

Abgeordnete Lehrerin

Sekretariat: Frauke Hees

Frauke Hees

Sekretariat

Kontakt

frauke1.hees@uni-siegen.de
+49 271 740-3457
AR-NB 0133
Adolf-Reichwein-Str. 2a

Studentische Mitarbeitende

  • Victoria Popov, Studentische Hilfskraft
  • Meret Charlotte Weil, Wissenschaftliche Hilfskraft mit Bachelorabschluss
  • Melanie Zappai, Wissenschaftliche Hilfskraft mit Bachelorabschluss

Dissertationsvorhaben

Marion Schwehr promoviert kumulativ zum Thema Unterricht in der Kultur der Digitalität. Aus praxistheoretischer Perspektive untersucht sie Unterricht als performative Ordnungspraxis, die im Zusammenspiel von Körpern, Räumen und digitalen Artefakten entsteht und sich unter Krisenbedingungen besonders sichtbar reorganisiert. In vier Beiträgen rekonstruiert die Arbeit u. a. Praktiken im Computerraum, hybride Lernräume (VR/360°), fragile Innovationsprozesse sowie unterschiedliche Ordnungsmuster im Distanzunterricht und zeigt, was das für Schul- und Unterrichtsentwicklung bedeutet.

Lea Mahfoudh widmet sich in ihrem kumulativen Promotionsprojekt dem Thema Raum & Bildungsungleichheit und der Fragestellung wie durch institutionelle Strukturen und Praxen segregierte Bildungsräume hergestellt werden, die soziale Bildungsungleichheiten reproduzieren. Sie vergleicht dafür die Großstädte Hamburg, Köln und Calgary (Kanada) und fokussiert in drei komplementären Teilstudien die Makroebene (Steuerung), Mesoebene (Einzelschule) und Mikroebene (Interaktion zwischen Lehrkräfte und Schüler:innen) des Schulsystems. 

Forschungsprojekte

(Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung geleitet durch das DIPF – Gesamtprojekt). Gefördert durch das BMBF. Laufzeit: Oktober 2024 - Dezember 2034.
URL: 

 

https://www.dipf.de/de/forschung/projekte/wissenschaftliche-begleitung-und-forschung-fuer-das-startchancen-programm#0

 

Beteiligte: Prof. Dr. Kathrin, Racherbäumer, Dr. Anke B. Liegmann, Dr. René Breiwe, Prof. Dr. Isabell van Ackeren (UDE), Marion Schwehr.

Das Vorhaben ist in der BMBF-Förderlinie Digitalisierung II angesiedelt (FKZ 01JD1909A/B, Laufzeit: 5/2020-4/2023).

Im Mittelpunkt steht der Gestaltungsansatz der Research Learning Communities, mit dem Wissenschaftler*innen, Lehrkräfte und Studierende digitale Tools nutzen, um inklusive Lernarrangements zu entwickeln, die erprobt und in einem datenbasierten, iterativen Prozess weiterentwickelt werden. Ziel des Projektes ist es, Digitalisierung und Inklusion an Schulen der Sekundarstufe nachhaltig voranzutreiben.

Beteiligte: Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer, Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Prof. Dr. Nina Bremm, Prof. Dr. E. Dominique Klein, Dr. Laura Beckman, Dr. Isabel Dean, Dr. Thorsten Merl, Sabrina Rutter.

Gefördert durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Projektlaufzeit: 11/2019-11/2025

Mit dem Schulversuch Talentschulen werden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 60 Schulen in sozialräumlich deprivierter Lage (45 Schulen mit Sekundarstufe I und 15 Berufskollegs) über einen Zeitraum von sechs Jahren in ihrer Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt. Dazu stattet das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen die Talentschulen mit zusätzlichen Ressourcen aus. Durch die Umsetzung besonderer unterrichtlicher Konzepte, in deren Mittelpunkt der Aufbau eines fachlichen Förderprofils im Bereich MINT oder Kulturelle Bildung steht, sollen die Talentschulen zu messbar besseren Lernerfolgen der Schüler*innen sowie zur Identifizierung der Potenziale ihrer Schüler*innen beitragen. Die wissenschaftliche Begleitforschung erfolgt im Rahmen eines Verbundprojekts der Universitäten Siegen und Duisburg-Essen. Ziel ist es, Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse an den Talentschulen unter Berücksichtigung der Komplexität der einzelschulischen Ausgangslage einerseits und der besonderen Projektarchitektur andererseits im Längsschnitt zu analysieren. Dabei werden unterschiedliche Akteursperspektiven (Bildungsadministration, Schulentwicklungsbegleiter*innen, Schulleitungen, Lehrkräfte und zusätzlich im Unterricht eingesetztes Personal, Schüler*innen) in einem Mixed-Methods-Design sowohl in Form standardisierter Befragungen als auch qualitativer Interviews, Gruppendiskussionen und ethnografischer Unterrichtsbeobachtungen erfasst.

Gemeinsam mit Daniel Scholl, René Breiwe (Universität Wuppertal), KiTma e.V.. Gefördert durch das BMBF in der Förderlinie "Integration durch Bildung" Laufzeit: 2024-2027.

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Laufzeit 02/24-07/25.

Gefördert durch das BfSB / Freie und Hansestadt Hamburg. Laufzeit: 12/22-11/25.

Gemeinsam mit Maja Motzko (Universität Siegen) und Jörg Siewert (Universität Siegen).

Laufzeit seit August 2023. Gefördert durch Eigenmittel.

Der sogenannte FREI DAY steht unter einer anspruchsvollen normativen Proklamatik, die Lehrer:innen und Schüler:innen herausfordert, von etablierten Praktiken herkömmlichen, routinierten Unterrichtens abzuweichen. Im Rahmen unserer ethnographisch angelegten Forschungsgruppe beobachten und rekonstruieren wir Lehr- und Lernformate an unterschiedlichen Schulen, die das Format FREI DAY realisieren. Dabei blicken wir auf der Mikroebene auf Entwicklungen des Lehrer:innen- und Schüler:innenverhaltens und fragen vergleichend zu „herkömmlichem Unterricht“ danach, welche Praxis des Lernens hier „anders“ realisiert wird.  

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Bachelor- und Masterarbeiten

Derzeit betreuen wir Bachelor- und Masterarbeiten zu folgenden Themen:

  • Datennutzung von Schulen in sozialräumlich deprivierten Kontexten
  • Unterrichtspraktiken an Schulen in sozialräumlich deprivierten Kontexten
  • Kulturelle Bildung als Motor für Schul- und Unterrichtsentwicklung an Schulen in sozialräumlich deprivierten Kontexten
  • Pädagogische Autorität und pädagogische Autorisierungen im schulischen Kontext
  • Analysen pädagogischer Ratgeberliteratur; insbesondere zu Autorität
  • Bildungsungleichheit bezogen auf die Differenzkategorien Behinderung und Klasse/sozioökonomische Herkunft
Netzwerk

Netzwerke

  • Kommission Sozialpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft 
  • Kommission Schulforschung und Didaktik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft 
  • Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft 
  • Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik 
  • Sektion Stadt- und Regionalsoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 
  • SHIP – Schulentwicklung: Herausforderungen, Innovationen, Potenziale