Willkommen auf den Seiten des Teams Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Sekundarstufe!
Der zentrale Fokus unseres Teams richtet sich auf die (Re-)Produktion gesellschaftlicher (Ungleichheits-)Verhältnisse in Schule und Unterricht. Wir fragen, wie Akteur*innen des Mehrebensystems Schule gesellschaftlichen Herausforderungen (z.B. Inklusion, Digitalisierung, Bildungsungleichheit) begegnen und wie Schule und Unterricht autorisiert werden. So geraten empirisch und theoretisch Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse mit unterschiedlichen Fragestellungen in den Blick.
Neben Grundlagenforschungsvorhaben kooperieren wir in Projekten der Schul- und Unterrichtsentwicklung mit Praktiker*innen und Bildungsadministrationen. Der methodologische Schwerpunkt liegt in der rekonstruktiven Sozialforschung.
Kontakt
Sie erreichen das Team Schul- und Unterrichtsentwicklung via ag.Schulentwicklung@uni-siegen.de
Sekretariat: Frauke Hees
Kontakt
Postadresse
Universität Siegen
Adolf-Reichwein-Str. 2a
57068 Siegen
Gebäude: AR-NB 0133
Räume: 001-003
Weitere Informationen
Studentische Mitarbeitende
- Victoria Popov, Studentische Hilfskraft
- Meret Charlotte Weil, Wissenschaftliche Hilfskraft mit Bachelorabschluss
- Melanie Zappai, Wissenschaftliche Hilfskraft mit Bachelorabschluss
Dissertationsvorhaben
Marion Schwehr promoviert kumulativ zum Thema Unterricht in der Kultur der Digitalität. Aus praxistheoretischer Perspektive untersucht sie Unterricht als performative Ordnungspraxis, die im Zusammenspiel von Körpern, Räumen und digitalen Artefakten entsteht und sich unter Krisenbedingungen besonders sichtbar reorganisiert. In vier Beiträgen rekonstruiert die Arbeit u. a. Praktiken im Computerraum, hybride Lernräume (VR/360°), fragile Innovationsprozesse sowie unterschiedliche Ordnungsmuster im Distanzunterricht und zeigt, was das für Schul- und Unterrichtsentwicklung bedeutet.
Lea Wistuba widmet sich in ihrem kumulativen Promotionsprojekt dem Thema Raum & Bildungsungleichheit und der Fragestellung wie durch institutionelle Strukturen und Praxen segregierte Bildungsräume hergestellt werden, die soziale Bildungsungleichheiten reproduzieren. Sie vergleicht dafür die Großstädte Hamburg, Köln und Calgary (Kanada) und fokussiert in drei komplementären Teilstudien die Makroebene (Steuerung), Mesoebene (Einzelschule) und Mikroebene (Interaktion zwischen Lehrkräfte und Schüler:innen) des Schulsystems.
Forschungsprojekte
Beteiligte: Prof. Dr. Kathrin, Racherbäumer, Dr. Anke B. Liegmann, Dr. René Breiwe, Prof. Dr. Isabell van Ackeren (UDE), Marion Schwehr.
Das Vorhaben ist in der BMBF-Förderlinie Digitalisierung II angesiedelt (FKZ 01JD1909A/B, Laufzeit: 5/2020-4/2023).
Im Mittelpunkt steht der Gestaltungsansatz der Research Learning Communities, mit dem Wissenschaftler*innen, Lehrkräfte und Studierende digitale Tools nutzen, um inklusive Lernarrangements zu entwickeln, die erprobt und in einem datenbasierten, iterativen Prozess weiterentwickelt werden. Ziel des Projektes ist es, Digitalisierung und Inklusion an Schulen der Sekundarstufe nachhaltig voranzutreiben.
Beteiligte: Prof. Dr. Kathrin Racherbäumer, Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Prof. Dr. Nina Bremm, Prof. Dr. E. Dominique Klein, Dr. Laura Beckman, Dr. Isabel Dean, Dr. Thorsten Merl, Sabrina Rutter.
Gefördert durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Projektlaufzeit: 11/2019-11/2025
Mit dem Schulversuch Talentschulen werden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 60 Schulen in sozialräumlich deprivierter Lage (45 Schulen mit Sekundarstufe I und 15 Berufskollegs) über einen Zeitraum von sechs Jahren in ihrer Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt. Dazu stattet das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen die Talentschulen mit zusätzlichen Ressourcen aus. Durch die Umsetzung besonderer unterrichtlicher Konzepte, in deren Mittelpunkt der Aufbau eines fachlichen Förderprofils im Bereich MINT oder Kulturelle Bildung steht, sollen die Talentschulen zu messbar besseren Lernerfolgen der Schüler*innen sowie zur Identifizierung der Potenziale ihrer Schüler*innen beitragen. Die wissenschaftliche Begleitforschung erfolgt im Rahmen eines Verbundprojekts der Universitäten Siegen und Duisburg-Essen. Ziel ist es, Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse an den Talentschulen unter Berücksichtigung der Komplexität der einzelschulischen Ausgangslage einerseits und der besonderen Projektarchitektur andererseits im Längsschnitt zu analysieren. Dabei werden unterschiedliche Akteursperspektiven (Bildungsadministration, Schulentwicklungsbegleiter*innen, Schulleitungen, Lehrkräfte und zusätzlich im Unterricht eingesetztes Personal, Schüler*innen) in einem Mixed-Methods-Design sowohl in Form standardisierter Befragungen als auch qualitativer Interviews, Gruppendiskussionen und ethnografischer Unterrichtsbeobachtungen erfasst.
Gemeinsam mit Daniel Scholl, René Breiwe (Universität Wuppertal), KiTma e.V.. Gefördert durch das BMBF in der Förderlinie "Integration durch Bildung" Laufzeit: 2024-2027.
Gemeinsam mit Maja Motzko (Universität Siegen) und Jörg Siewert (Universität Siegen).
Laufzeit seit August 2023. Gefördert durch Eigenmittel.
Der sogenannte FREI DAY steht unter einer anspruchsvollen normativen Proklamatik, die Lehrer:innen und Schüler:innen herausfordert, von etablierten Praktiken herkömmlichen, routinierten Unterrichtens abzuweichen. Im Rahmen unserer ethnographisch angelegten Forschungsgruppe beobachten und rekonstruieren wir Lehr- und Lernformate an unterschiedlichen Schulen, die das Format FREI DAY realisieren. Dabei blicken wir auf der Mikroebene auf Entwicklungen des Lehrer:innen- und Schüler:innenverhaltens und fragen vergleichend zu „herkömmlichem Unterricht“ danach, welche Praxis des Lernens hier „anders“ realisiert wird.