TOTAL E-QUALITY
Die Universität Siegen wurde 2009 erstmals mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für eine an Chancengleichheit und Vielfalt orientierte Personal- und Organisationspolitik ausgezeichnet und seitdem fünfmal rezertifiziert. Bei den letzten beiden Zertifizierungen 2021 und 2024 wurde zudem das Zusatzprädikat Diversity verliehen.
Das TOTAL E-QUALITY Prädikat steht für Chancengleichheit unter intersektionalem und inklusivem Ansatz. Es umfasst alle Dimensionen von Vielfalt mit einem starken Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit.und wird vom Verein TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V. in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vergeben.
Vergangene Zertifizierungen
Das TOTAL E-QUALITY-Prädikat gilt drei Jahre. Danach bewirbt sich die Universität Siegen erneut und belegt die nachhaltige Wirkung ihrer Maßnahmen sowie weiteren Fortschritt hin zu einer chancengerechten Hochschule.
Die sechste Verleihung des Zertifikates fand am 14.11.2024 statt. In der Begründung der Jury zur Verleihung des Prädikats heißt es, dass eine nachhaltige Verankerung der Chancengleichheitsstrategie auf Grundlage eines umfassenden Antidiskriminierungsverständnisses deutlich werde. Chancengleichheitsziele seien fest in zentrale Steuerungsinstrumente wie zum Beispiel das Qualitätsmanagement integriert.
Gelobt wurde auch, dass im vergangenen Bewerbungszeitraum an der Uni Siegen mit "#WirSindAnti – ANTI-Diskriminierung" eine Kampagne gestartet wurde, die alle Hochschulangehörigen sensibilisieren sowie die Beschwerdestrukturen und Anlaufstellen bekannt machen soll. Eine neu gründete Task Force wird die vorhandenen Strukturen zum Schutz vor Machtmissbrauch auf ihre Wirksamkeit evaluieren.
Am 26. Oktober 2021 hat die Universität das Zertifikat TOTAL E-QUALITY für eine an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik zum fünften Male erhalten, erstmals mit dem Zusatzprädikat Diversity und einem zusätzlichen Preis für Nachhaltigkeit. In der Begründung der Jury wird u.a. hervorgehoben: „Gleichstellung wird an der Universität Siegen als Querschnittsarbeit verstanden und ist auf Leitungsebene angesiedelt. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Strategien zur Hochschulentwicklung und das Bemühen darum ist durch alle Organisationsebenen institutionalisiert. Es herrscht ein umfassendes Verständnis potenzieller Exklusionsmechanismen vor, denen versucht wird aktiv entgegenzutreten. Die Universität Siegen kann in allen Aktionsfeldern überzeugende und zielorientierte Maßnahmen vorweisen. Ein Großteil davon ist schon lange etabliert und wird beständig weiterentwickelt. Die Qualität der Maßnahmen wird erfreulicherweise durch eine eigene Stelle zur Evaluation sichergestellt.“
Die Universität Siegen hat am 31. Oktober 2018 das Prädikat TOTAL -E-QUALITY erneut erhalten und ist damit nach den erfolgreichen Bewerbungen 2009, 2012 und 2015 bereits zum vierten Mal Träger des Prädikats.
In der Begründung der Jury wurde vor allem die langjährige und nachhaltige konzeptionelle und institutionelle Verankerung von Gleichstellung an der Hochschule gewürdigt. Hervorgehoben wurden zudem der konsequente Ausbau des Bereichs Karriere- und Personalentwicklung in den letzten Jahren, die Einrichtung des Prorektorats Bildungswege und Diversity sowie die geplante Verzahnung von Gleichstellungsangeboten mit dem im Aufbau befindlichen Diversitymanagement der Universität.
Die Universität Siegen hat das Prädikat TOTAL -E-QUALITY 2015 erneut erhalten und war damit nach den erfolgreichen Bewerbungen 2009 und 2012 bereits zum dritten Mal Träger des Prädikats.
„Ausgezeichnet wird die Universität Siegen vor allem für viele innovative Einzelmaßnahmen, die sich zu einem beeindruckenden Gesamteindruck verdichten“, lautet das Urteil der Jury in ihrer Begründung für die Verleihung des Prädikats. Im Einzelnen genannt werden u.a. Neuregelungen der Berufungsverfahren, verschiedene karrierefördernden Veranstaltungen des Women Career Service, Evaluationen von Gleichstellungsmaßnahmen sowie das neue Gleichstellungskonzept der Universität. Aber auch das zertifizierte Engagement der Universität für Familienfreundlichkeit unter Einschluss des Themas Pflege oder die Veranstaltungen für Väter werden als Gründe für die Entscheidung der Jury genannt. „Instrumente zur Organisationsentwicklung und Gestaltung einer genderfreundlichen Organisationskultur wirken ausgereift“, so die Jury. „Die Integration der Gender Studies in Forschung und Lehre wurde erneut verbessert. Auch im Aktionsfeld der moralischen Belästigung, sexualisierten Diskriminierung/Gewalt liegen vielfältige präventive Maßnahmen vor, ergänzt um Veranstaltungsreihen.“
Die Universität Siegen wurde 2012 zum zweiten Mal mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für ihre Erfolge in der Gleichstellungspolitik ausgezeichnet.
Die Jury begründet ihre Entscheidung mit der Verstetigung und sinnvollen Ergänzung der an der Universität Siegen bestehenden Gleichstellungsmaßnahmen. Hervorgehoben werden die signifikanten Steigerungen der Frauenanteile in Dekanaten und Fakutätsleitungen sowie bei Professuren und Habilitationen. Besondere Stärken der Universität liegen nach Ansicht der Jury in der familienfreundlichen Organisation, der Förderung von wissenschaftlichen Karrieren von Frauen und in der Lehre. Als „herausragend“ werden Maßnahmen wie das Genderzertifikat, das frauenspezifische Mentoring FraMeS, die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen und Soft-Skills an alle wichtigen Akteure, der Einbezug beider Geschlechter in die Familienpolitik und die Integration von Gender in die Forschung und Lehre genannt.
Der Universität Siegen wurde das Prädikat TOTAL E-QUALITY am 22. Juni 2009 in München erstmals verliehen – gemeinsam mit 36 weiteren Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Entscheidend für die Auszeichnung waren die Verankerung von Chancengleichheit in den Grundsatzpapieren, Genderthemen in der Lehre sowie eine chancengerechte Personalgewinnung und -entwicklung. Besonders hervorgehoben wurden das seit 2007 bestehende Zentrum für Gender Studies (Gestu_S), die Angebote des Women Career Service sowie das für 2009 geplante gruppenübergreifende Mentoringprogramm für Frauen.
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Dr. Elisabeth Heinrich
Gleichstellungsbeauftragte der Universität Siegen
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