Ethik in der Ökonomik und Politikberatung
Spielt Ethik eine Rolle in der Ökonomik? Inwieweit sollte sie gerade im Hinblick auf die Beratung der Politik eine Rolle spielen? Über diese Fragen diskutierten Mitte April Prof. Dr. Bruno S. Frey Universität Basel), Prof. Dr. Clemens Fuest (Ifo Institut), Prof. Dr. Friedrich Heinemann (ZEW), Prof. Dr. Michael Hüther (IW Köln), Prof. Dr. Dominika Langenmayr Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt), Prof. Dr. Dr. h.c. Margit Osterloh (Universität Basel), Prof. Dr. Regina Riphahn (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Achim Wambach (ZEW) und Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter (Universität Siegen/IfM Bonn) auf Einladung von Prof. Dr. Nils Goldschmidt (Universität Siegen) im Weltethos-Institut in Tübingen.
Nach Prof. Dr. Clemens Fuest hat Wirtschaft sehr viel mit Ethik zu tun. Er plädierte daher dafür, dass sich die Wirtschaftswissenschaft "auf die Analyse von Zusammenhängen konzentrieren und dazu beitragen sollte, diese verständlich zu machen": "Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten dabei ihre eigenen Wertvorstellungen nicht als wissenschaftliche Erkenntnisse ausgeben, sondern vielmehr transparent darlegen, welche Konsequenzen unterschiedliche Wertorientierungen haben können", so Fuest. Auch Prof. Dr. Dr. h.c. Welter hob hervor, dass wissenschaftliche Analysen die unverzichtbare Grundlage politischer Beratung bilden sollten. Zugleicht betonte sie aber auch, dass "die Grenze zur politischen Positionierung dort überschritten werden, wo Beratung ohne fundierte wissenschaftliche Grundlage erfolgt".