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Endemic legacies: malaria’s forgotten impact on cultural and social practices

Projektbeschreibung

Die COVID-19-Pandemie hat kürzlich gezeigt, wie sehr selbst vergleichsweise kurze Erfahrungen mit Krankheiten ihre Spuren in den Verhaltensmustern und der Kultur von Gesellschaften hinterlassen. Die Prägewirkung, so die Vermutung, scheint umso stärker, je länger die Bedrohung andauert - insbesondere, wenn es sich um endemische Bedrohungslagen handelt, die über Jahrhunderte bestehen und so kulturelle wie soziale Praktiken einer Gesellschaft sehr grundlegend beeinflussen. Wissenschaftlich lassen sich diese Zusammenhänge nur schwer belegen. Noch schwieriger wird es, wenn die Bedrohungslage beendet und aus dem Alltag sowie der Erinnerung der Menschen weitestgehend verschwunden ist. Diesen wissenschaftlich bisher kaum nachgewiesenen Hinterlassenschaften möchte das vorliegende Projekt mittels einer neuartigen multiperspektivischen Vorgehensweise nachspüren. Durch eine innovative Kombination geschichtswissenschaftlicher und sozialanthropologischer Ansätze sowie Methoden mit Ansätzen der transgenerationalen Traumaforschung sollen völlig neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von Krankheiten und soziokulturellen Handlungsmustern einer Gesellschaft gewonnen werden. Am Beispiel der Malaria in Süditalien, die das Land über Jahrhunderte plagte, unzählige Todesopfer forderte und weite Landstriche kaum bewohnbar machte, soll in innovativer Weise untersucht werden, welches kulturelle und soziale Erbe die in den 1950er Jahren besiegte Krankheit bis heute hinterlassen hat.

Alles auf einen Blick

  • Icon Kalender

    Laufzeit
    01.03.2026 - 01.11.2028 (Laufend)

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    Forschungsbereich
    Wirtschaftsgeschichte und Sozialanthropologie

  • Icon Abzeichen Euro

    Finanzierung
    Volkswagenstiftung