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Aktuelles Projekte

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte unseres Lehrstuhls

WERTE.IT

 

Logo Projekt WERTE.IT

WERTE.IT stärkt IT-Barrierefreiheit in Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen und entwickelt gemeinsam mit dem BSVH eine praxisnahe Roadmap für inklusive Strukturen, barrierefreie digitale Arbeitsplätze und eine nachhaltige inklusive Unternehmenskultur; das dreijährige Projekt läuft seit dem 01.12.2023 und wird vom BMAS mit rund 2,5 Mio. Euro gefördert.

Fusion

Fusion Project

Das fünfjährige Projekt FUSION (2023–2027) der Universität Siegen, gefördert vom BMBF im Programm „Innovative Hochschule“, entwickelt gemeinsam mit regionalen Partnern digitale und praxisnahe Lösungen für Transformationsherausforderungen ländlicher Räume, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Altern, soziale Dienste und Inklusion.

Vier-Tage-Woche-im-Krankenhaus-ViTaWo

Logo ViTaWo

Das Projekt „Vier-Tage-Woche im Krankenhaus“ (ViTaWo) entwickelt und erprobt gemeinsam mit Krankenhäusern neue Arbeitszeitmodelle, digitale Lösungen und optimierte Prozesse, um Pflegekräfte nachhaltig zu entlasten, die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen und dem Pflegekräftemangel entgegenzuwirken; gefördert wird das Projekt durch die Hans-Böckler-Stiftung.

TeleDiag@smart

TeleDiag@smart Projekte

Das vom BMBF geförderte Projekt „TeleDiag@smart“ (09/2023–08/2025) entwickelt gemeinsam mit der RWTH Aachen und der ALMA PHIL GmbH ein telemedizinisches Instrument zur verbesserten Diagnose des Post-COVID-Syndroms, das digitale Datenerfassung, Spracherkennung und verschiedene Informationsquellen kombiniert, um die Diagnosegenauigkeit zu erhöhen und Betroffene bedarfsgerecht im Alltag zu unterstützen.

SFB 1187 Kooperative Herstellung von Nutzerautonomie im Kontext der Alternden Gesellschaft“– Teilprojekt im Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ der Universität Siegen (DFG 2016-2019)

Das Teilprojekt „Kooperative Herstellung von Nutzerautonomie im Kontext der Alternden Gesellschaft“ untersucht gemeinsam mit älteren Menschen und Akteuren aus dem Sozialraum, wie sozio-technische Infrastrukturen Autonomie, soziale Teilhabe und Versorgung in Caring Communities stärken können, und entwickelt dafür partizipative Ansätze zur Gestaltung und Aneignung von Alter(n)stechnologien weiter.

Fab Lab Siegen

 

Fab Lab Siegen

Das Fab Lab Siegen ist seit 2014 eine offene, interdisziplinäre Kreativ- und Forschungswerkstatt der Universität Siegen. Menschen unabhängig von Vorkenntnissen können hier gemeinsam experimentieren, eigene Projekte umsetzen und Technologien wie 3D-Druck, Laserschneiden, Programmierung, Robotik sowie AR/VR kennenlernen. Neben Open Labs, Einführungen und Workshops dient das Fab Lab auch als Lehr- und Forschungsinfrastruktur, außerschulischer Lernort und Kooperationsraum für Schulen, Unternehmen und Organisationen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Community, Wissensaustausch, MINT-Bildung und dem niedrigschwelligen Zugang zu Technik.

Frühere Forschungsprojekte

CoCre-HIT

CoCre-HIT

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Begleitprojekt „CoCre-HIT: Co-Creation und nachhaltige Partizipation in der Entwicklung hybrider Gesundheits-IT“ unterstützt und berät unterschiedliche Projekte im Bereich „Hybride Interaktionssysteme zur Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituationen“. Das Ziel des Begleitprojektes CoCre-HIT ist es dabei, ein theoretisch konzeptionelles Rahmenwerk für co-creative Prozesse und Methoden zu entwickeln, welches der Diversität und Komplexität verschiedener Praxiskontexte gerecht wird. Der sich daraus ergebende fachlich fundierte Wissenskorpus ermöglicht es, Methoden und Beteiligungsstrategien kontext- und zielgruppensensibel auf Gesundheit, Lebensqualität und Teilhabe auszurichten. Der iterative Begleitprozess der Verbundprojekte resultiert entsprechend in der Systematisierung und Weiterentwicklung von Theorien und Methoden der Co-Creation.

Projektpartner sind die Hochschule Düsseldorf, das interdisziplinäre Forschungsinstitut „Gesundheit, Altern und Technik“ an der Hochschule Zittau/Görlitz, die Hochschule Ravensburg-Weingarten, das Bayerische Zentrum Pflege Digital der Hochschule Kempten, das SIBIS Institut für Sozialforschung und Projektberatung GmbH und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik. Als assoziierter Partner steht das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Außerdem unterstützt die Agentur Hühnergötter bei der Entwicklung kreativer Workshopformate. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre: 01.11.2021 – 31.10.2024.

Be+BeRobot

Das vom BMBF geförderte Begleitprojekt Be+BeRobot analysiert robotische Unterstützungssysteme im Pflegesektor. Erarbeitet werden technische, pflege- und sozialwissenschaftliche sowie ethische Begründungs- und Bewertungsmaßstäbe für alte, pflege- und hilfsbedürftige Menschen. Interdisziplinär werden Möglichkeiten und Grenzen von Robotern für die Pflege erforscht. Projektpartner sind die Universität Osnabrück, das SIBIS Institut für Sozial- und Technikforschung GmbH, das OFFIS – Institut für Informatik, der Deutsche Caritasverband e. V. und die Universität Siegen. Der Schwerpunkt an der Universität Siegen liegt auf der praxisbasierten und partizipativen Forschung. Unter Leitung von Prof. Dr. Claudia Müller werden etablierte Methoden, Instrumente und Prozesse der Sozio-Informatik durch anwenderorientierte Studien für das Projekt Be+BeRobot fruchtbar gemacht und in der Pflegewissenschaft verankert. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre: 1. November 2019 bis 31. Oktober 2023.

Active City Innovation

Sports-Innovation-Network (SINN-i)

 

Die Universität Siegen möchte in einem experimentalen Szenario mit dem Schwerpunkt „Tanz und Bewegungsfreude im öffentlichen Raum“ BürgerInnen der Stadt Siegen mit Hilfe technischer Alltagslösungen im öffentlichen Raum zum (gemeinsamen) Tanzen und Bewegen motivieren. Erfahrungen und Ergebnisse dieses Szenarios und der entwickelten Anwendungen, sollen dem Projekt „Active City Innovation“ zu Verfügung gestellt werden, das als Ziel den Aufbau eines anwendbaren Leitfadens zur Entwicklung von aktiven Städten anstrebt. Aktive Städte versuchen durch innovative Konzepte die Bewegung und das Wohlbefinden der BürgerInnen zu steigern und damit die Lebensqualität zu verbessern.

„Active City Innovation“ (ACI) ist ein Teilprojekt des großen internationalen Sport-Innovations-Netzwerks Projekts (SINN-I),  das sich zum Ziel gesetzt hat, Innovationen in den Bereichen Bewegung, Gesundheit und Lebens- und Bewegungsfreude weltweit zu fördern.

Weitere Informationen zu ACI und SINN-I:

IDES kmu

IDES kmu

„Inklusive DMS / ECMS und Branchensoftware in KMU“ kurz iDES kmu bezeichnet das neue Forschungsprojekt der Universität Siegen in Kooperation mit dem Blinden- & Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH) und dem Dienstleistungsunternehmen für Programm- und Datenmigration HAVI Solutions. Erforscht wird dabei die Zugänglichkeit von Dokumentenmanagementsystemen, Enterprise Content Management Systemen und Branchensoftware am Arbeitsplatz in klein- und mittelständischen Unternehmen für Menschen mit Sehbehinderungen. In Zusammenarbeit mit Unternehmen und betroffenen Mitarbeitern sollen konkrete Einschränkungen der Zugänglichkeit (Accessibility) an Arbeitsplätzen ermittelt werden. Gestartet ist das Projekt im Mai 2019 mit einer Förderlaufzeit von drei Jahren (2019 bis 2022).

Forschungsziele

  • Analyse der Barrieren und Potenziale & Entwicklung eines DMS-Musterarbeitsplatzes
  • Praxiswissen barrierefreie DMS und ECMS auf Nutzer-, Entwickler- und Führungsebene
  • Langfristige Verankerung: Know-how, Qualifizierung und Kommunikation

ACCESS (Europäische Union, BMBF)

ACCESS (Europäische Union, BMBF)

ACCESS ist ein multidisziplinäres und transnationales Forschungsprojekt, das von der Joint Programming Initiative (JPI) „More Years, Better Lives – The Potential and Challenges of Demographic Change“ gefördert wird.

Die Studie beschäftigt sich mit der digitalen Kompetenz älterer Menschen. Es werden sozial eingebettete Lernmöglichkeiten untersucht und erforscht, die es älteren Menschen mit geringen technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten ermöglichen, mit moderner Technik in Kontakt zu kommen. Auf diese Weise sollen sie in der Lage sein, sinnvolle Wege zur Umsetzung der Technologie im täglichen Einsatz zu erlernen.

Das Projekt konzentriert sich auf den oft vernachlässigten Aspekt des lebenslangen Lernens für ältere Menschen, insbesondere im Hinblick auf assistive Technologien. Der länder-übergreifende Ansatz zeigt regionale und strukturelle Unterschiede und Hindernisse auf, denen ältere Menschen im Umgang mit Technik ausgesetzt sind. ACCESS setzt dabei auf unterschiedliche Lernprozesse (informell, non-formell und formal) in verschiedenen Lernarrangements als eine mögliche Lösung zur Bewältigung dieser Herausforderungen

Forschungsziele:

ACCESS

  • erforscht, implementiert und evaluiert neue Formen von sozial eingebetteten Lernmöglichkeiten für ältere Erwachsene mit geringen technischen Fähigkeiten.
  • zeigt Wege auf, wie die digitale Kompetenz in Bezug auf Internetkenntnisse und die alltägliche Nutzung von assistiven Technologien bei älteren Menschen verbessert werden kann.
  • zielt darauf ab, eine neue Lernkultur für das spätere Lernen zu fördern.

CareComLabs

Neues Forschungsprojekt in Kooperation mit der Forschungseinrichtung der Zürcher Careum Hochschule Gesundheit: „CareComLabs: Innovative Home Care Models for People with Comprehensive Care Needs: Caring Community Living Labs“. Prof. Dr. Claudia Müller konnte sich gemeinsam mit ihrer Kollegin und Schweizer Projektleiterin Dr. Heidi Kaspar mit dem gemeinsamen Forschungsantrag in der Ausschreibung des Schweizer Nationalen Forschungsprogramm 74 „Gesundheitsversorgung“ erfolgreich durchsetzen.
Das Projekt CareComLabs erforscht und setzt innovative und gemeinschaftsbasierte Versorgungsmodelle für die Langzeitpflege zu Hause um. Das Projekt wird über drei Jahre mit 375.000 EUR gefördert und wird am 1. Februar 2019 starten.

Hilfe, Rat & Tat für Mieterinnen und Mieter

Die Universität Siegen erkundet in Kooperation mit der WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH und der WohnBund-Beratung NRW GmbH Potentiale neuer Medien für Wohnquartiere. Gemeinsam mit den Mieterinnen und Mietern eines Quartiers der WSG in Dortmund werden neue IT-gestützte Möglichkeiten erforscht und gestaltet, die soziale Teilhabe, Selbstbestimmtheit und Selbständigkeit für ältere Mieter, aber auch gemeinschaftsstärkende Aspekte für alle Quartiers-Bewohner zum Ziel haben.
Vor allem, aber nicht nur für ältere Menschen sollen Möglichkeiten geschaffen werden, mehr über die Angebote ihres Wohnviertels zu erfahren, ihre Freund- und Nachbarschaften zu pflegen und den Austausch innerhalb Ihrer Umgebung zu fördern. Besonderen Fokus erhält dabei die Erforschung von Unterstützungsmöglichkeiten für informelle nachbarschaftliche Hilfsnetzwerke.

Cognitive Village/ Vernetztes Dorf – Adaptiv-Lernende, technische Alltagsbegleiter im Alter (BMBF 2015-2018)

Adaptiv-Lernende, technische Alltagsbegleiter im Alter

Das Verbundprojekt verfolgt das Ziel, lernende und mobile technische Lösungen mit der vorhandenen, individuellen Wohnstruktur älterer Menschen und deren sozialen Netzwerken zu verknüpfen (Cognitive Village). Mit deren Hilfe sollen sich ältere Menschen in ihrem lokalen Umfeld leicht zugängliche Unterstützung organisieren, um trotz geistiger und/oder körperlicher Defizite weitgehend autonom leben zu können. Diese Lösungen sollen relativ einfach und niedrigschwellig gehalten werden, um die technischen, wirtschaftlichen und politischen Umsetzungschancen zu erhöhen. Nutzerperspektive älterer Menschen und ihrer sozialen Netzwerke sowie weiterer relevanter Stakeholder, die für eine Versorgung im Nahumfeld relevant sind, sichern partizipative Gestaltungsansätze eine alltagstaugliche Einbettung und Passung der technischen Lösungen. Die Lösungen werden in zwei unterschiedliche Wohnungs- und Siedlungsstrukturen eingebettet (Stadtteil und Dorf), um die Effekte des Wohn- und Lebensumfelds auf technische Lösungen ermitteln zu können.

Social Display

Social Display

Das Projekt Social Display umfasst die Gestaltung eines großformatigen Bildschirms für stationäre Einrichtungen in der Altenpflege. Im Projekt werden neuartige Kommunikations-, Informations- und Unterhaltungsformen für alte Menschen erforscht und entwickelt, die soziale Teilhabe und Partizipation der älteren Mitbürger unterstützen. Die Anwendung beteiligungsorientierter und Empirie-gestützter Gestaltungsmethoden ermöglicht eine praxisbasierte Erhebung und Adressierung vorliegender Bedürfnisse mit Hilfe neuartiger Informations- und Kommunikationstechnologien.

Alzheimer Monitoring (AMi) (BMWI 2009-2011)

Alzheimer Monitoring (AMi) (BMWI 2009-2011)

Das Pilotprojekt AMi soll dazu beitragen, nicht nur die Lebensumstände von Demenz- und Alzheimer-Kranken, sondern auch die der betreuenden Familienmitglieder und Mitarbeiter in Heimen deutlich zu verbessern. Auf der Basis neuester GPS-Technologie entwickeln und betreiben die Projektpartner von der Universität Siegen und dem Kölner Unternehmen itss ein technisches Gesamtsystem, das die jederzeitige Ortung von Demenzkranken erlaubt.

Fostering Social Interactions for a Better Life of the Elderly (FoSIBLE) (BMBF/EU AAL-JP 2009-2012)

Fostering Social Interactions for a Better Life of the Elderly (FoSIBLE)

Das Projekt FoSIBLE soll der ständig wachsenden, älteren Bevölkerungsschicht ihre soziale Interaktion im Alltag nach individuellen Bedürfnissen und Interessen über eine einfach zu bedienende Plattform unterstützen. Das im Zentrum stehende TV-basierte Social Media Center, auf dessen Grundlage neuvernetzte Serviceangebote und Applikationen zur Unterhaltung und Kommunikation aufgesetzt werden, hat die Steigerung des Selbstwertgefühls und des Wohlempfindens der Senioren zum Ziel.

Enviko – Partizipative Energiewende-Visualisierung und Kommunikation

Enviko
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Beschreibung

Das Forschungsprojekt „Partizipative Energiewende-Visualisierung und Kommunikation“ (ENVIKO), gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, zielt darauf ab, innovative digitale Technologien zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung in der Energiewende einzusetzen. Das Projekt kooperiert hierzu mit ausgewählten Städten, Gemeinden und Landkreisen in ganz Deutschland: Vom Wartburgkreis über die Stadt Ludwigshafen bin hin zu bayerischen Gebirgsregionen, die sich der Windkraft öffnen. In dieser Zusammenarbeit werden 3D-Plattformen entwickelt, die es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sich aktiv in Planungsprozessen für Energiewendeprojekte einzubringen. Die Plattformen ermöglichen die Darstellung von Infrastrukturprojekten wie Windparks in einer realistischen 3D-Umgebung und bieten Informationen zur CO2-Bilanz und Energiegewinnung. In einem partizipativen Ansatz werden die Plattformen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet und in realen Planungsprozessen der Energiewende getestet. Die Ergebnisse werden anschließend evaluiert und können bei erfolgreicher Umsetzung auch in anderen Regionen genutzt werden. Ziel ist es, die Bürgerbeteiligung in der Energiewende zu stärken und die Kommunikation sowie die Interaktion zwischen den Akteuren zu verbessern. 
Laufzeit: 2023-2025

Projektpartner

  • Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit Helmholtz-Zentrum Potsdam
  • Universität Siegen
  • Johannes Gutenberg Universität Mainz
  • LandPlan OS GmbH

PAIRADS – Prostate Artificial Intelligence Reporting and Data System

PAIRADS


Laufzeit: 2021-2024

Förderung: Bundesministerium für Forschung und Bildung im Rahmen von STARTinteraktiv
Ansprechpartner: Sheree Saßmannshausen


Beschreibung

Im Forschungsprojekt PAIRADS arbeiten wir gemeinsam mit dem Unternehmen Gemedico GmbH sowie mit Assoziativpartner*innen aus der Radiologie zusammen. Ziel ist es, einen Demonstrator für die Prostatakrebsdiagnostik in der Radiologie zu
entwickeln, der mit Hilfe einer Künstlichen Intelligenz (KI) die Radiolog*innen entlastet und bereits eigenständig durch eine Bilderkennung in den MRTs Prostatakarzinome identifiziert und lokalisiert.

Die Wissenschaftler*innen der CSCW-Gruppe erforschen dabei den Bereich der Human-Centered-AI. Zentral ist dabei welche Bedürfnisse und Erwartungen die Benutzer an die KI sowie an die Interaktion mit der KI haben, sodass sie unterstützt werden können und eine gewünschte User Experience aufgebaut wird. Es sollen Anforderungen erhoben werden, die festlegen wie die Ergebnisse der KI aufbereitet werden sollten und wie die menschlichen Benutzer*innen und das technische System
wechselseitig interagieren können – auf funktionaler, aber auch emotionaler Basis. Wichtig ist dabei, dass die KI lediglich als Assistenz, nicht als eigenständige Instanz dient. Dafür wird die aktuelle Vorgehensweise der Radiolog*innen in ihrer Befundung eines Prostatakarzinoms erhoben, indem u.a. vor Ort kontexuelle Beobachtungen und
Interviews durchgeführt werden, um konkrete Anforderungen an die Künstliche Intelligenz und ihren Trainingsprozess erheben zu können. Beispielsweise gilt die Befundung eines Prostatakarzinoms als recht komplex, sodass häufig zwei
Radiolog*innen eingesetzt werden. Dabei werden in der Medizin oft bestimmte Schemata verwendet. In diesem Falle handelt es sich um den PI-RADS-Standard für die Befundung eines Prostatakarzinoms, an dem sich die Radiolog*innen orientieren.
Wie sie genau vorgehen, soll im Rahmen der Feldforschung betrachtet, reale Daten erhoben und schließlich analysiert werden. Der Forschungsansatz des Human-in-the-loop gilt ebenfalls als Forschungsgegenstand, sodass der Input aus dem aktuellen Stand sowie das Feedback der Radiolog*innen bezüglich des KI-Ergebnisses stets mit berücksichtigt wird und kontinuierlich in den Algorithmus und den weiteren Trainingsprozess der Künstlichen Intelligenz mit einfließt.
So soll ganzheitlich eine menschzentrierte Entwicklung sichergestellt werden. Durch den Einbezug von Domänenexpert*innen und weiteren Rechts- und Ethikexpert*innen werden Workshops durchgeführt, um Datenschutzaspekte sowie ethisch-rechtliche und soziale Aspekte zu beleuchten, die beispielsweise eine gerechte Wahrnehmung (fairness) und auch Vertrauen (trust) gegenüber der KI sicherstellen soll.

ExpertERP

Expert_ERP

Laufzeit: 2021-2024

Ansprechpartner: Philipp Rutz


Beschreibung

Ausgangslage
Unternehmen stehen seit jeher vor der Herausforderung, ihren Mitarbeitern die notwendige Kompetenz bzw. Expertise zu vermitteln, die sie zur Ausführung ihrer Arbeit benötigen. Dies wird zukünftig bei neuen Arbeitsprofilen durch den derzeitigen Einzug tiefgreifender Digitalisierungs- und damit (Teil-) Automatisierungsbestrebungen bedeutsamer werden. Enterprise Resource Planning Systeme (ERP) stellen das Datenfundament der Unternehmen dar und stehen damit im Zentrum betrieblicher Digitalisierungsbestrebungen. In der Praxis zeigt sich jedoch oft ein Abnehmen der Funktionstiefe und -breite dieser Systeme mit drastischen Folgen für die Prozesseffizienz und weiterer Digitalisierungsbestrebungen. Die einseitige Aufmerksamkeit der ERP-Kunden, -Anbieter aber auch der Wissenschaft auf die Einführungs- statt der deutlich längeren Nutzungsphase stellt eine wesentliche Ursache dar.

Verbundprojektziel
Ziel des Forschungsprojektes ist die Schaffung nachhaltiger Strukturen zur ERP-Nutzung in hoher Funktionstiefe, um die digitalen und analogen Geschäftsprozesse insbesondere während der mehrjährigen Nutzungsphase optimal zu unterstützen und die Basis für datengestützte Geschäftsmodellerweiterungen zu bilden.

Vorgehensweise
Hierfür erforscht das Konsortium in Praxis, wie sich Anwender ERP-Systeme aneignen, also für die eigene Arbeitspraxis nutzbar machen, was ein äußerst kollaborativer, kontextabhängiger Prozess ist. Hierfür werden organisatorische Handlungsempfehlungen abgeleitet und unterstützende Technologien der zweiten Generation von Wissensmanagement entwickelt, um das Nutzerverhalten zu messen und zu interpretieren und Verbesserungsvorschläge niederschwellig durch das System zu präsentieren. Entscheidend hierfür sind Funktionen zum kontextabhängigen Auffinden von Wissen und insb. Expertise von Dritten. Im Sinne von open innovation können Experten im eigenen Haus, bei anderen Anwendungsunternehmen oder beim Hersteller zurate gezogen werden. Diese Resonanzaktivitäten ergänzen die gemeinsame Wissensbasis und heben Innovationspotenziale.

Philipp Rutz
Philipp Rutz ist seit September 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen am SMI (Siegener Mittelstandsinstitut) und Ansprechpartner für das BMBF geförderte Forschungsprojekt ExpertERP. Das Ziel des Forschungsprojektes ist die Schaffung nachhaltiger Strukturen zur ERP-Nutzung in hoher Funktionstiefe, um die digitalen und analogen Geschäftsprozesse insbesondere während der mehrjährigen Nutzungsphase optimal zu unterstützen und die Basis für datengestützte Geschäftsmodellerweiterungen zu bilden. Er übernimmt in dem Projekt die Forschungsaufgaben sowie die Konzeptionierung und Entwicklung von Low Fidelity Demonstratoren.
Philipp Rutz studierte sowohl im Bachelor als auch im Master Wirtschaftsinformatik an der Universität Siegen. Seine Masterarbeit befasste sich mit dem Thema „Evaluation eines Demonstrators für die Aneignungsunterstützung von 3D Druck durch die Nutzung einer Community-Plattform in verteilten Laboren“. Während seinem Studium arbeitete er von Sommer 2019 bis zum August 2021 als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl CSCW und soziale Medien als Information Manager.
Sein Forschungsinteressen liegen im Bereich Knowledge und Expertise Sharing, ERP Systemen und der Aneignung von Softwaresystemen.

EnvironMINT

EnvironMINT
Beschreibung

EnvironMINT ist ein anwendungsorientiertes Forschungsprojekt, das untersucht, wie sich Jugendliche für MINT-Themen (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) auf kreative Weise begeistern lassen. Das Besondere an dem Projekt ist, dass es zusammen mit den betroffenen Jugendlichen, mit Eltern, Lehrkräften und anderen Praxisakteuren zusammengearbeitet wird, um ein Konzept für außerschulische MINT-Aktivitäten zu entwickeln.

Das Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, mit dem Kinder und Jugendliche sich jenseits der Schule mit MINT-Themen beschäftigen können. Im Zentrum stehen dabei sogenannte Maker-Aktivitäten, bei denen nicht nur innovative und nachhaltige Produkte, sondern auch künstlerische Werke kreiert werden.

Wir sind ein Verbundprojekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Universität Siegen und der Hochschule Rhein-Waal und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Ansprechpartner

Karina Oliveira, M. Sc.
karina.soliveira(at)uni-siegen.de

Marios Mouratidis, M.Sc.
marios.mouratidis(at)uni-siegen.de