Mehr Orte für Viele – Was Leerstände im Dorf bewegen können
Was hält ein Dorf zusammen? Oft sind es die alltäglichen Orte der Begegnung: der Dorfladen, der Marktplatz oder die Eisdiele. Hier kreuzen sich Wege, Menschen kommen ins Gespräch und Gemeinschaft wird spürbar. Doch vielerorts verschwinden solche Treffpunkte – und Gebäude, die früher das Dorfleben geprägt haben, stehen leer.
Salon Diagonal, 04.11. ab 18 Uhr
in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung
Was hält ein Dorf zusammen? Oft sind es die alltäglichen Orte der Begegnung: der Dorfladen, der Marktplatz oder die Eisdiele. Hier kreuzen sich Wege, Menschen kommen ins Gespräch und Gemeinschaft wird spürbar. Doch vielerorts verschwinden solche Treffpunkte – und Gebäude, die früher das Dorfleben geprägt haben, stehen leer.
Der sechste Wettbewerb „Land und Leute“ der Wüstenrot Stiftung widmete sich unter dem Titel „Mehr Orte für Viele“ genau dieser Herausforderung. Gesucht waren Ideen, die leerstehende oder ungenutzte Gebäude wiederbeleben, neue Treffpunkte schaffen und Menschen zusammenbringen. Manuel Slupina von der Wüstenrot Stiftung stellt den Wettbewerb und seine Ergebnisse vor: Welche Projekte wurden ausgezeichnet? Was lässt sich von ihren Ideen, Organisationsformen und Erfahrungen lernen?
Ein ausgezeichnetes Beispiel aus der Region ist die Qulturwerkstatt e. V. aus Netphen-Deuz. Mit dem Kultur- und Begegnungsort „Q“ hat der Verein eine ehemalige Tischlerei in einen lebendigen Ort für Kultur und gemeinschaftliches Engagement verwandelt. Die Qulturwerkstatt wurde beim Wettbewerb „Land und Leute“ als eines von 21 Projekten ausgezeichnet und ist bei der Veranstaltung als lokaler Preisträger und Gast dabei.
Ein weiteres Beispiel für die gemeinschaftliche Aktivierung eines Leerstands bringt provinz:potenzial e. V. aus Ebelsbach ein. Der Verein setzt sich dafür ein, das gemeindeeigene Schlossareal wieder zu öffnen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu entwickeln. Aus der ehrenamtlichen Initiative entstand die Arbeit „Ran an den Bestand!“: Sie zeigt, wie kleine, reversible Eingriffe einen ersten nutzbaren Raum schaffen können – und wie daraus Schritt für Schritt ein Ort für Begegnung und gemeinschaftliche Aneignung wächst.
Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung kommen wir mit Manuel Slupina, der Qulturwerkstatt e. V. und provinz:potenzial e. V. darüber ins Gespräch, wie aus leerstehenden Gebäuden Orte für Viele werden können.
Ausstellungseröffnung und Einblick in den Wettbewerb „Land und Leute“
mit Manuel Slupina, Wüstenrot Stiftung
sowie Qulturwerkstatt e. V. und provinz:potenzial e. V.